Bella Lesnik: "Die Idee, komplett nachhaltig zu leben, finde ich total sexy! "

Moderatorin Bella Lesnik wagt ein erstaunliches Experiment: Sie verzichtet ein Jahr auf neue Kleidung. Wie ihre Fashion-Diät ihr Verhältnis zum Thema Nachhaltigkeit verändert hat und was ihr dabei am schwersten fällt, das verrät sie im Interview mit GALA.

Bella Lesnik

Bella Lesnik, 37, hat sich Großes vorgenommen: Sie darf ein ganzes Jahr lang keine neue Kleidung mehr kaufen. Ausgedehnte Shoppingtouren gehören für sie nun der Vergangenheit an, Spontankäufe ebenfalls. In einem anderen Interview mit GALA erklärte Bella die harten Regeln, diese lauten wie folgt: "Klamotten tauschen oder leihen ist erlaubt. Reparieren ist ausdrücklich erwünscht, und zwei Teile darf ich auch geschenkt bekommen." 

Obwohl sie einen kleinen Entzug durchmachte - das Shopping-Verbot fühlte sich laut der Moderatorin zu Beginn an wie der Verzicht auf Süßigkeiten - schafft sie es nun mit eiserner Disziplin, den Kleiderständern fernzubleiben. Im Gespräch mit GALA verriet sie, worauf sie auch in anderen Bereichen der Nachhaltigkeit nur schwer verzichten kann, welche Ziele sie für einen umweltfreundlichen Haushalt verfolgt und welche Tipps sie für Nachhaltigkeits-Anfänger hat.

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©Gala

GALA: Warum ist Nachhaltigkeit ein Thema für Sie?
Bella Lesnik: Ich denke, Nachhaltigkeit ist ein Thema für uns alle. Wir wollen ja alle, dass unsere Erde noch für viele Generationen schön bleibt. Ich bin deshalb auch sehr froh, dass es gerade in aller Munde ist und dass sich gefühlt gerade jeder mit dem Thema beschäftigt. Es hat eine wahnsinnige Relevanz. So komme ich mir mit meiner Fashion-Diät auch ein bisschen weniger wie die arme Irre vor, die etwas total Wahnsinniges macht.

Hatten Sie einen Moment des Umdenkens?
Die Fashion-Diät habe ich ehrlich gesagt als Selbstexperiment gestartet, weil ich gespannt war, was der selbst auferlegte Verzicht mit mir macht. Der Nachhaltigkeitsaspekt war beim Start nachrangig. Mittlerweile bin ich aber total begeistert davon, wie sehr das eine Jahr Shoppingverzicht meinen ökologischen Fußabdruck verkleinert - und ich bin allgemein bewusster bei dem Thema Nachhaltigkeit.

Was fällt Ihnen schwer, worauf können Sie nur mit Disziplin verzichten?
Auf Junkfood kann ich noch nicht mal mit aller größter Disziplin verzichten. Das ist mein Guilty Pleasure. Beim Thema Mode ist das Schwierigste, auf das Gefühl zu verzichten, sich etwas Neues zu gönnen. Das hat mich auch am meisten überrascht: Wenn es in der Stadt zwischen einem Kleidungsstück und mir Liebe auf den ersten Blick war, wie stark ich in dem Moment davon überzeugt war, dass es mich unendlich glücklich machen würde, wenn ich das Teil nur kaufen könnte. Beim Thema Nachhaltigkeit fällt es mir im Bereich Mobilität sehr schwer. Ich fliege relativ selten, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden und ich könnte auch das Auto öfter stehen lassen. Da siegt leider immer noch zu häufig die Bequemlichkeit.

Haben Sie Tipps für Nachhaltigkeits-Anfänger?
Bei allen Dingen, die auf den ersten Blick unerreichbar scheinen, helfen mir kleine Schritte! Mein aktuelles Ziel war es, auf Plastikflaschen zu verzichten. Also habe ich mir einen Wassersprudler besorgt. Das hilft nicht, wenn ich Lust auf eine Cola habe, aber es ist ein kleiner Beitrag, um in meinem Haushalt ganz persönlich etwas Plastik zu sparen. Mir fällt es auch leichter, kleine Umstellungen vorzunehmen. So ist es wahrscheinlicher, dass man am Ball bleibt und nicht nach einer Woche wieder alles wie vorher macht.

Was wäre Ihr Ziel, was einen nachhaltigen Haushalt angeht? Zum Beispiel eine plastikfreie Küche. 
Die Idee, komplett nachhaltig zu leben, finde ich total sexy! Ich halte es allerdings im Moment in der Konsequenz für noch nicht umsetzbar. Aber ich versuche, immer mehr kleine Schritte fest in mein Leben zu integrieren: Wie - ganz aktuell - mein Wassersprudler, um keine PET Flaschen zu kaufen. Ich nehme immer einer Stofftasche zum Einkaufen mit und habe seit Jahren schon keinen Einweg-To-Go-Becher mehr benutzt. Und mein fester Wunsch ist es, auch nach meiner Fashion-Diät nicht wieder in alte Shoppingmuster zu verfallen, sondern mit Maß einkaufen zu gehen.

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