Ausmisten: Für mehr Platz in der Wohnung - so geht's

Die Zeit zu Hause zum Ausmisten nutzen? Das schafft nicht nur Platz in der ganzen Wohnung, sondern befreit gleichzeitig auch innerlich. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie am besten vorgehen. 

Ausmisten ist eine gute Gelegenheit, den Kleiderschrank ordentlich einzuräumen. 

Der Kleiderschrank quillt über und gehört schon lange ausgemistet oder besser sortiert? In unseren Wohnungen sammelt sich schließlich ständig Zeug, das nur herumliegt und für Unordnung sorgt. Jetzt ist eine gute Zeit, um diese Aufgabe anzupacken und sich ans Ausmisten zu machen.

Ausmisten: Ist der Entschluss erst gefasst ...

Haben Sie erst einmal den Entschluss zum Ausmisten gefasst, ist das schon die halbe Miete. Mit diesem Basisprogramm sollten Sie sich an die Arbeit machen: 

  • Ziele setzen: Formulieren Sie sich ein möglichst konkretes Ergebnis, beispielsweise mehr Platz im Kleiderschrank, eine gut sortierte Küche etc. 
  • Motivieren Sie sich selbst: Malen Sie sich aus, wie Ihre Wohnung oder Ihr Haus aussehen KÖNNTE. Das spornt beim Ausmisten ungemein an. 
  • Ultimatum setzen: Ist der Entschluss gefasst, sollte er nach 72 Stunden umgesetzt werden. Sonst bleibt es meistens auch dabei.
  • Mit System ausmisten: Laufen Sie unorganisiert von einem Zimmer zum nächsten, kann das schnell frustrieren. Erstellen Sie sich lieber ein System - zum Beispiel mit verschiedenen Kisten. Eine Müll-, Schatz-, Verschenk- und Flohmarktkiste. Und immer ein Raum nach dem anderen.

Generell kann man sich an eine Faustregel halten: Was ein Jahr lang nicht mehr in Gebrauch war, kann aussortiert werden. Das gilt natürlich nicht für wichtige Unterlagen - die Sie in diesem Zuge aber vielleicht zumindest ordentlich ablegen könnten. Was auf den Müll soll, können Sie bei Ihrem örtlichen Wertstoffhof entsorgen oder vom Sperrmüll gegen eine Gebühr abholen lassen. Gut erhaltene Dinge können Sie wiederum spenden, zum Beispiel bei der Caritas. Im Internet kann man über die Plattform alles-und-umsonst.de fast alles loswerden - und vermeidet so unnötigen Müll. 

Ausmisten: Kleiderschrank entrümpeln 

Jeder hortet über die Jahre die üblichen Verdächtigen im Kleiderschrank. Etwa die "Ich pass' da bald wieder rein"-Jeans, das "Ist doch noch gut"-Oberteil oder das "Irgendwann kommt bestimmt der richtige Anlass"-Partykleid. Ebenso beliebt ist das "Wird sicher wieder in"-Teil. Für alle gilt: Raus damit! Folgende Dinge können Sie sofort aus ihrem Kleiderschrank ausmisten: 

  • Kleidung und Schuhe, die nicht mehr getragen werden (oder auch nicht mehr passen)
  • Einzelne Socken
  • Kaputter Schmuck und einzelne Ohrringe
  • Schuhkartons
  • Die silberfarbenen Kleiderbügel aus der Reinigung

Falls Sie sich schwertun, die Dinge zu identifizieren, die Sie schon länger nicht mehr getragen haben - oder sich generell schwer trennen können - gibt es ein einfaches Verfahren zum Ausmisten von Klamotten: Hängen Sie alles, was Sie getragen haben stets links auf. Kleidung, die nach einem halben Jahr rechts hängt, können Sie getrost weggeben oder verkaufen.  

Kleiderschrank ausmisten: Lieblingsteile leicht zugänglich lagern

Bevor der Kleiderschrank neu eingeräumt wird, ist es hilfreich, dem chronischen Platzmangel entgegenzuwirken. Dies gelingt, indem man seine Kleidungsstücke nach Saison trennt. Teile, die wetterbedingt gerade nicht zum Einsatz kommen, können gut verstaut im Keller oder auf dem Dachboden gelagert werden.

Fenster putzen

Blitzblanke Fenster schnell und streifenfrei

Fenster putzen, Frau mit Kleinkind, großes Fenster im Zimmer

Dann beginnt das Einräumen. Hier sollte vor allem bedacht werden, welche Teile man am häufigsten anzieht. Generell gilt es, die häufig getragenen Teile schnell zugänglich zu machen und den Rest weiter hinten zu verstauen. Diese Hierarchien im Kleiderschrank helfen dabei, dauerhaft Ordnung zu halten. Denn so muss man sich auf der Suche nach dem geliebten Top, Rock oder Pulli nicht wild durch alle Teile wühlen.

Zwischenräume sinnvoll nutzen

Auch die Zwischenräume können bestens genutzt werden, um das Maximum an Platz aus dem Kleiderschrank herauszuholen. Kleine Boxen etwa sorgen für mehr System im Schrank, da sie sich perfekt für das Verstauen von Accessoires eignen.

Kleiderschrank ausmisten - mehr aufhängen statt stapeln

Eine Faustregel für mehr Ordnung im Kleiderschrank: Alles, was auf den Bügel kann, sollte nach Möglichkeit auch aufgehängt werden. Wer beispielsweise seine Hosen gefaltet im Kleiderschrank liegen hat, sollte dies überdenken. Denn diese können mit den richtigen Bügeln ganz einfach aufgehängt werden. Das sieht nicht nur ordentlicher aus, sondern verhindert auch das Chaos, das entsteht, wenn man sich durch den hohen Stapel auf der Ablagefläche wühlen muss. Organisiertes Schichten und Sichten lautet die Devise!

Ausmisten: Küche - Chaos hinter verschlossenen Türen

Die Küche ist auf den ersten Blick schnell sauber gehalten: Sind die Armaturen und die Ablage aufgeräumt und ohne Flecken, so sieht das zunächst einmal sehr ordentlich aus - doch herrscht hinter den Schranktüren oft ein heilloses Chaos. Vor allem, wenn Menschen aus verschiedenen Haushalten zusammengezogen sind. Schnell sind vor allem Backzutaten und andere Dinge, die Sie nur einmalig benötigt haben, in die Regale gestopft und verweilen dort bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

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Aufräumen ist lästig und kann oft viel Zeit in Anspruch nehmen. Wer täglich diese Regeln befolgt, kann öfter die Füße hochlegen und trotzdem eine aufgeräumte Wohnung genießen.
©Gala

Fangen Sie zuerst mit den verderblichen Lebensmitteln an und arbeiten sich vor bis zu den haltbaren Dingen. Die bunten Streusel für den Geburtstagskuchen ihrer Nichte liegen bereits seit zwei Jahren im Schrank? Dann werden Sie wahrscheinlich auch noch ein weiteres Jahr dort liegen. Sicher finden sich im Freundes- und Bekanntenkreis dankbare Abnehmer.

Diese Dinge können Sie schnell in Ihrer Küche ausmisten:

  • Abgelaufene Lebensmittel
  • Einzelne Teller und Tassen, die nicht zum Rest passen (oder bereits einen Sprung haben)
  • Zerkratzte und angelaufene Töpfe sowie Pfannen
  • Unbenutzte Utensilien und Küchengeräte

Ausmisten im Badezimmer - hier kann ganz vieles raus 

Hand aufs Herz: Wie viel unbenutzter Beauty-Kram dümpelt in den Ecken Ihrer Duschkabine und den Badezimmerschränken? Schnell haben wir in der Drogerie bei den neuesten Produkten doch einmal mehr zugeschlagen, nur um später festzustellen, dass unsere Haut sie nicht mag oder sie uns doch nicht so gut gefallen. Vor allem im Medizinschrank darf einmal ordentlich ausgemistet werden. Sind die Medikamente noch haltbar? Wie ranzig sind Badematten und Duschvorhang? Gehen Sie auch einmal gründlich durch Ihr Make-up: alte Nagellacke, Lippenstifte, die nicht mehr gefallen und abgelaufene Cremes können entsorgt werden. 

Ausmisten ist im Wohnzimmer nicht notwendig? Denken Sie!

Ja richtig, auch im Wohnzimmer können Sie beim Ausmisten gerne einmal Tabula rasa machen. Nicht mehr gebrauchte Brettspiele, Bücher, CDs und DVDs lassen sich gut auf dem nächsten Flohmarkt verkaufen oder an Schulen und Kitas verschenken. Der Magazinstapel darf so langsam auch zum Altpapier gebracht, Kissen und Dekoartikel einmal aufgefrischt oder ausgetauscht werden. Dabei schaffen Sie mit wenigen Dingen, wie einem neuen Teppich und neuen Kissenbezügen gleich einen ganz neuen Look.

Ihre Kinder veranstalten nur Chaos? So herrscht Ordnung im Kinderzimmer. Hier erhalten Sie außerdem Tipps für einen Frühjahrsputz mit Plan

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