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Ameisen bekämpfen Tipps und Hausmittel gegen die lästigen Insekten

Ameisen bekämpfen
Ameisen bekämpfen: Mit diesen Tricks klappt's.
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Ameisen bekämpfen ohne die Insekten zu töten? Mit diesen zehn einfachen Hausmitteln werden Sie die lästigen Gäste in Ihrer Wohnung auf natürliche Weise wieder los.

Wenn wir nicht gerade Mücken oder Wespen vertreiben, ärgern wir uns über eine weitere tierische Begleiterscheinung der Sommerzeit: Ameisen. Die Insekten leben normalerweise im Freien, doch vor allem in der warmen Jahreszeit fühlen sie sich von süßen Naschereien geradezu angezogen und machen keinen Halt davor, in Häuser oder Wohnungen zu spazieren.

Ameisen: Lästige Gäste in den eigenen vier Wänden

Eigentlich sind Ameisen sehr nützliche Tiere: Sie lockern dank ihrer weitläufigen Gangsysteme den Erdboden auf und fördern dadurch das Wachstum der Pflanzen. Und mit ihrem natürlichen Dünger, den sie in Form von Biomasse reichlich in die Erde einbringen, verbessern sie außerdem die Bodenqualität. Im Haus sind Ameisen hingegen lästige Gäste, sie knabbern bevorzugt zucker- und eiweißhaltige Lebensmittel an und übertragen dadurch Keime – befallene Lebensmittel sollten deswegen unbedingt entsorgt werden. Aber auch elektronische Gegenstände sind vor den Insekten nicht sicher, sie klettern beispielsweise in die Geräte und können dabei einen Kabelbrand auslösen. 

Ameisen bekämpfen: 10 Hausmittel

Obwohl Ameisen in Deutschland keine Gefahr für Menschen sind – sofern es sich nicht um Allergiker handelt –, sind ihre Bisse und Stiche doch ganz schön unangenehm. Zwar führt das Sekret hierzulande meistens nur zu einer vorübergehenden Reizung der Haut, trotzdem müssen betroffene Stellen umgehend gekühlt werden. Um Bisse oder Stiche zu verhindern, lassen sich Ameisen mit natürlichen Mitteln meistens einfach und kostengünstig bekämpfen. Wer allerdings Probleme mit größeren Ameisenpopulationen im eigenen Heim hat, sollte nicht lange zögern und die Ameisen professionell bekämpfen lassen. Das gilt insbesondere für die Spezies Pharaoameisen sowie für Holzameisen

  • Essig: Essiggeruch können Ameisen nicht ausstehen. Wer ein Schälchen Essig vor Türen und Fenster stellt, kann sich sicher sein, dass Ameisen einen großen Bogen um das Haus machen werden. Falls sich allerdings schon ein paar Ameisen in die eigenen vier Wänden verlaufen haben, sollte mit einer Mischung aus Essig und Wasser vorsichtig auf die Ameisenstraße gesprüht werden. Durch den intensiven Geruch verlieren die Insekten die Orientierung – die Ameisenstraße löst sich auf.
  • Vaseline: Fett ist für Ameisen ein großes Hindernis. Mit einer dicken Schicht Vaseline vor der Terrassen- und Wohnungstür sowie an Stellen, durch die die Ameisen ins Haus gelangen können, wird Insekten der Zugang in Ihr Heim verwehrt.
  • Zitrone: Auch der Duft von Zitronen schreckt Ameisen ab. Einfach die Zitronenschale auf die Stellen reiben, an denen sich die Ameisen besonders gerne aufhalten. Der Duft der Zitrusfrucht bildet eine unsichtbare Schranke für die Insekten.
  • Gurken: Als Alternative zu Zitronenschalen eignen sich auch kleine Gurkenstücke. Der Geruch des grünen Gemüses ist nichts für Ameisen.
  • Pfefferminze: Den Teebeutel eines Pfefferminztees bloß nicht wegschmeißen, wenn Sie ein Problem mit Ameisen haben. Der Geruch des nassen Teebeutels schreckt Ameisen ab, alternativ eignet sich auch trockener Minztee.
  • Zimt: Ein Gewürz, das Ameisen gar nicht riechen können: Zimt. Einfach ein paar Prisen der intensiven Backzutat verteilen – sorgt für weihnachtliche Stimmung und vertreibt die ungebetenen tierischen Gäste.
  • Teebaumöl: Der Duft des ätherischen Teebaumöls schreckt nicht nur Menschen, sondern auch Ameisen ab. Wer den Duft gut vertragen kann, sollte das Öl mit Wasser verdünnen und als neuen Raumduft verwenden. So finden garantiert keine Ameisen den Weg in Ihre Wohnung. 
  • Kreide: Ameisen meiden das in Kreide steckende alkalisch wirkende Mineral Talkum, das ihre Fühler und Atemwege verstopft. Einfach einen dicken Kreidestrich vor Ihrer Tür oder Terrasse ziehen und siehe da: Die Ameisen überschreiten diese Linie nicht. Wer keine Kreide zur Hand hat, kann auch Babypuder verwenden.
  • Kupfer: Kupferdrähte oder Kupfermünzen sind für Ameisen ein rotes Licht, den Geruch empfinden sie als unerträglich. Versteckt an den richtigen Stellen kann Kupfer dafür sorgen, dass Ameisen schnell wieder das Weite suchen.
  • Kräuter: Kräuterpflanzen vertreiben Ameisen, vor allem der Geruch von Lavendel, Thymian und Majoran schreckt die Insekten ab. Wer die Kräuter in seinem Garten pflanzt, kann nicht nur mit frischen Zutaten angeben, sondern hält auch Ameisen fern.

Wer Ameisen bekämpfen will, sollte auf gar keinen Fall zu Backpulver, Natron, Hefe, Kaffeesatz oder Seife greifen. Denn: Fressen Ameisen diese Produkte, sterben sie auf leidvolle Art und Weise – und das muss ja wirklich nicht sein.

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So werden Sie Ameisen nachhaltig los

Um Ameisen nachhaltig aus den eigenen vier Wänden zu verbannen, sollten zudem folgende Regeln das ganze Jahr über beachtet werden.

  • Lebensmittel verschlossen lagern: Ameisen werden von gut riechenden Speisen angelockt, vor allem zucker- und eiweißhaltige Lebensmittel schmecken ihnen besonders gut. Um ihnen keine Angriffsfläche zu bieten, sollten deswegen Speisen deswegen immer verschlossen und luftdicht gelagert werden, auch Futterschalen von Haustieren oder Obstschalen sollten regelmäßig geleert werden.  
  • Müll: Für Abfälle gilt das gleiche wie für Lebensmitteln: Nicht offen herumstehen lassen und am besten täglich entsorgen.
  • Abdichtung: Fugen und Mauerwerksöffnungen sollten bestenfalls mit einem zulässigen und festen Abdichtungsmittel verschlossen werden, so wird der Zulauf durch Fenster und Türen verhindert. 
aen Gala

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