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Alex Mariah Peter Nach transfeindlichen Erfahrungen wagt sie den Schritt nach vorne

Alex Mariah Peter 
Alex Mariah Peter 
© instagram.com/alexmariahpeter
Alex Mariah Peter hat nach ihrem GNTM-Sieg steil Karriere gemacht. Ihre große Reichweite nutzt sie aber auch für ernste Themen und Aufklärung – wie zum Beispiel jüngst mit einem Bild von vor ihrer Transition. Was es damit auf sich hat, erklärt sie in einer ausführlichen Story. 

Alex Mariah Peter, 24, weiß, dass sie aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Berühmtheit polarisiert. Unter anderem ein Grund dafür, warum sie ihren Follower:innen die Erlaubnis gegeben hat, Fragen zu ihrer Transition zu stellen. Zuvor stellt sie jedoch klar, dass Fragen ohne die Erlaubnis unsensibel sind, weil sie auf sehr private Themen abzielen und niemand einer anderen Person eine Rechenschaft schuldig ist. 

In der Vergangenheit hat sie sich zu dem Thema sehr bedeckt gehalten. Gleich zwei Negativerfahrungen an einem Tag, bei denen sie transfeindlich angegangen wurde, zeigten ihr jedoch, wie viel Redebedarf und Aufklärung noch bestehe. Mit ihrem Schritt in die Offensive möchte sie für einen sensibleren Umgang mit dem Thema, aber auch für ein sensibleres Miteinander sorgen und vielleicht anderen transidenten Menschen damit helfen. 

Alex Mariah Peter zeigt ein Bild von früher

Um ihre Frage-und-Antwort-Runde einzuleiten, postet Alex ein Bild von sich, bevor sie die geschlechtsangleichenden Maßnahmen begonnen hat. Ein Bild von vor der Transition zu posten ist ein großer Schritt, der auch in der Queeren-Communtity nicht unkritisch gesehen wird. Alex erzählt, dass sie viele traurige Nachrichten erreicht haben, die ihre Ängste äußerten, dass ein solches Bild weitere Anfragen nach Bildmaterial von und vor der Transition legitimieren könnten. Genauso kann es ein Trigger sein, wenn jemand unter Geschlechtsdysphorie leidet, bei der sekundäre Geschlechtsmerkmale abgelehnt werden, die seit der Geburt veranlagt sind.  

Alex hat sich dennoch dazu entschieden, das Bild zu posten, weil sie sich zum einen damit wohlfühle und sich mit der Fotografie gar nicht mehr identifizieren würde, verrät sie in ihrer Instagram-Story. Zum anderen habe sie damit die Aufmerksamkeit ihrer Follwer:innen, damit ihr zugehört werden würden. An sich hätte sie das Bild lieber nicht gezeigt, denn welche Rolle spiele es, ob die Öffentlichkeit wisse, wie sie früher ausgesehen habe, bei GNTM wurde sie als Alex Mariah Peter berühmt.

Sie gesteht, Fragen nach dem früheren Namen oder dem Aussehen würden nämlich suggerieren, dass nicht die Person entscheidend wäre, die gerade anwesend ist, sondern mehr Interesse an dem äußerlichen Menschen aus der Vergangenheit bestehen würde, dabei sei sie nach wie vor dieselbe Person.  

Alex Mariah Peter klärt in einem Q&A auf 

Genau, um über solche Situationen aufzuklären, kündigt die 24-Jährige eine Frage-und-Antwort-Runde für den nächsten Tag an, bei der sie auch auf ernste Themen wie Hormontherapie eingehen möchte, stellt jedoch klar: "Ich werde aber nicht darüber sprechen, welche geschlechtsangleichenden Maßnahmen ich vorgenommen habe." Ihr offener Diskurs über ihre Brust-Operation zählt sie beispielsweise nicht zum Prozess ihrer Transition, da bereits zuvor eine Brust vorhanden war, weshalb ein offener Umgang damit leichter für sie sei. 

Die erste Frage, die das Model beantwortet, ist die nach ihrem Namen. Sie habe sich bewusst für keinen anderen Namen entschieden, Mariah sei nur dazugekommen. Als Grund dafür nennt sie: "Es war auch ein Zeichen an mich selber, dass ich kein anderer Mensch bin. Nur mein Äußeres hat sich meinem Inneren angepasst."

Eine sehr wichtige Frage in der Story ist die nach der Hormontherapie. Eine Person wollte wissen: "Wie war die Hormontherapie für dich". Alex stellt sich auch dieser Frage und antwortet: "Am Anfang war das schon sehr anstrengend, körperlich, psychisch. Ich habe das erste halbe Jahr exorbitant viel geschlafen und sagen wir es mal so: Aus Maria ist nicht umsonst Mariah geworden. Attitude und Temperament ist manchmal am Start und wurde gerade am Beginn der Hormontherapie auch nicht unbedingt weniger, sondern vielleicht auch ein bisschen mehr und irrationaler." Die Hormon-Dosis sei nämlich mitnichten an den Hormonhaushalt einer Frau angepasst, sondern läge deutlich darüber – in etwa vergleichbar mit einer Schwangeren. 

Outing, Kinderwunsch – Alex so privat wie selten

Und wie vorab angekündigt, scheut die ehemalige GNTM-Kandidatin keine Antwort. Auch intime Fragen nach ihrem Outing und ihrem Kinderwunsch werden fleißig beantwortet und dafür gibt es viel positive Rückmeldung. Ganz gerührt bedankt sie sich mit einem weiteren Bild bei ihren Follower:innen. 

Kollegin Stefanie Giesinger feiert den Schritt in die Öffentlichkeit und kommentiert unter das Bild mit: "Love you Superwoman". 

Verwendete Quelle: instagram.com

Gala


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