Motsi Mabuse über ihre Tochter: "Vor der Geburt hatte ich Sorge, es nicht hinzukriegen"

Im letzten Sommer brachte Motsi Mabuse ihr erstes Kind zur Welt. Das kleine Mädchen ist ihr ganzer Stolz und dennoch bleibt oft die Frage: "Mache ich alles richtig?" Die "Lets's Dance"-Jurorin über Mutterglück und den Drang nach Perfektion

Motsi Mabuse und ihre Tochter. 

Während Motsi Mabuse, 37, beruflich für "Let's Dance" die Jurykelle hebt, grübelt sie privat über eine ganz andere Frage nach: Was macht eigentlich eine gute Mutter aus? Seit fast einem Jahr bereichert ihre kleine Tochter nun schon ihr Leben. Seither genießen Motsi und ihr Mann Evgenij Voznyuk das Leben als dreiköpfige Familie in vollen Zügen. Sich dabei in ihrer neuen Mutterrolle nicht beirren zu lassen, bleibt auch für die Profitänzerin eine Herausforderung.

Zwischen "Let's Dance" und Kinderzimmer

Sie sind eine moderne Working-Mom und bringen Job und Muttersein unter einen Hut. Wie gelingt Ihnen das? 
Motsi Mabuse: Ich bin selbstständig und muss durch meine Tanzschule öfter abends arbeiten, daher sind die gemeinsamen Momente am Tag immer extrem wichtig für mich. Ich mag unsere “Pyjama Tage” besonders gerne, die wir uns nach einer besonders stressigen Zeit gönnen. Dabei bleiben wir den ganzen Tag im Schlafanzug und haben einfach nur Spaß. Wir stehen auf und es geht sofort los mit kuscheln, tanzen, singen, lesen und spielen. Mein Kind hat meine Prioritäten enorm verändert. 

Wie meinen Sie das?  
Früher konnte ich ohne Problem ständig unterwegs sein, arbeiten und ohne Ende reisen. Die “Quality time” mit der Familie bedeutet mir heute aber sehr viel mehr. Ich liebe es, nachhause zu kommen und die leuchtenden Augen meiner Tochter zu sehen. Die Zeit, die wir gemeinsam verbringen, nehme ich sehr bewusst wahr. Es ist so einfach geworden, auch mal “nein” zu sagen und Dinge liegen zu lassen.

Gerade beim ersten Kind sind die Ängste und Zweifel vieler Eltern groß. Können Sie das nachvollziehen? 
Ich hatte, um ehrlich zu sein, vor der Geburt schon Sorge, dass ich das nicht gut hinkriegen würde. Auf der anderen Seite wollte ich aber auch so wenig Druck wie möglich und habe das Ganze einfach auf mich zukommen lassen. Ich glaube, nicht alles muss perfekt sein. Heutzutage sollten Mütter und Väter genau diese Erwartungshaltung vermeiden. Die sozialen Netzwerke unterstützen den Drang nach Perfektion und erhöhen den Druck enorm. Ich denke aber, der eigene Druck und die eigenen Ansprüche und Erwartungen sind hier das größte Problem.

Es ist unmöglich, alles richtig zu machen.

Motsi Mabuse vertraut in Sachen Erziehung ihrem Bauchgefühl.

Gab es auch schon Momente, in denen Sie bezüglich Ihrer Mutterrolle gezweifelt haben oder verunsichert waren?
Ja, die Momente gab es und gibt es auch öfters. Die erste Erkältung zum Beispiel oder auch der erste Flug. Aber ich gehe Schritt für Schritt und habe auch keine Angst, mal etwas zu fragen oder mir Hilfe zu suchen. Unsere Kleine hatte Koliken. Ich war zu Anfang wirklich frustriert und verzweifelt deswegen. In solchen Momenten versuche ich dann immer tief durchzuatmen und mir trotz allem nicht zu viele Sorgen und Gedanken zu machen.

Motsi Mabuse versucht sich nicht beirren zu lassen

Wen Fragen Sie in solchen Momenten um Rat?
Meine Mama. Meine Schwestern und beste Freundinnen gehören aber auch zu meinen engen Vertrauenspersonen.

Wenn wir Ihre und die Generation Ihrer Mutter vergleichen: Wer war wohl höheren Anforderungen ausgesetzt?
Ich finde heute “muss” einfach so viel mehr. Dinge müssen nach gewissen Richtlinien funktionieren, Kinder müssen dieses oder jenes machen, müssen bestimmte Sachen tragen oder essen. Alles wird viel zu kompliziert gemacht, der Wissenspool ist einfach zu groß. Tatsächlich finde ich, dass simple Dinge einfach viel zu sehr in Vergessenheit geraten.

Welchen Rat würden Sie anderen Eltern also geben?
Die gemeinsame Zeit einfach genießen. Mir persönlich ist es das Wichtigste, für mein Kind da zu sein. Sie ist die Nummer 1 und soll das auch spüren. Ich möchte, dass meine Tochter stark und selbstbewusst aufwächst und ich möchte sie glücklich sehen. Um das alles zu vermitteln, muss ich das auch selbst sein. Und hierfür muss ich wiederum ehrlich sein.

Motsi Mabuse über ihre Tochter

"Sie ist stur"

Motsi Mabuse
Nur drei Monate nach der Geburt ihrer Tochter geht Motsi Mabuse schon wieder über einen roten Teppich. In Hamburg bei der Verleihung der "Goldenen Bild der Frau" verrät sie, wie es ihr als frisch gebackene Mutter geht.
©Gala

 Quelle: Pampers, im Rahmen der #wasfürunszählt-Kampagne 

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