Clare Waight Keller

Clare Waight Keller

Die Hochzeit von Prinz Harry und Herzogin Meghan, die am 19. Mai 2018 stattfand, war nicht nur für das Brautpaar besonders aufregend. Eine Dame dürfte ähnlich angespannt gewesen sein: Clare Waight Keller. Denn die Britin hatte eine der wohl wichtigsten Aufgaben der Hochzeit – sie entwarf das Brautkleid der Herzogin

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Herzogin Meghan entschied sich bei ihrer Hochzeit für Givenchy 

Damit hatte Keller maßgeblich teil an dem wohl aufregendsten Moment des ganzen Tages, Meghans Ankunft an der St. George’s Chapel. Schon lange vor der eigentlichen Trauung wurde über das Kleid der Braut heiß diskutiert. Zahlreiche Namen von Designern fielen, immer wieder wurde gemutmaßt, wer das Kleid entwerfen könnte. Letztendlich überraschte die Ehefrau von Prinz Harry aber alle und entschied sich für das französische Modehaus Givenchy. Aber wer ist die Frau, die hinter der schlichten, schneeweißen Seidenrobe steckt?


Clare Waight Keller: Von der Uni in die Modehäuser 

Der Name Clare Waight Keller dürfte bis Mai 2018 nur Insidern der Modebranche bekannt gewesen sein. Obwohl die studierte Modemacherin bereits für etliche namenhafte Marken arbeitete, hielt sich ihr Name zumeist hinter dem der Marke selbst zurück. Dabei kann sich ihr Werdegang definitiv sehen lassen: Clare Waight Keller wurde am 19. August 1970 im britischen Birmingham geboren. Ihre Ausbildung zur Designerin absolvierte sie am Ravensbourne College of Art in London, das sie mit einem Bachelor abschloss. Ihren Master erhielt sie anschließend am ebenfalls in London ansässigen Royal College of Art. 


Stationen bei Calvin Klein, Gucci, Pringle of Scotland und Chloé 

Nach ihrem Studium in Großbritannien zog es die Designerin in die USA, wo sie ihren ersten Job bei Calvin Klein in New York an Land zog. Nachdem sie dort für Frauenmode zuständig war, wechselte sie anschließend zu Ralph Lauren und widmete sich der Herrenmode. Im Jahr 2000 machte sie Station bei Gucci, wurde dort von Tom Ford selbst angeworben. Bei Gucci verbrachte sie vier Jahre bevor sie zur Kaschmir-Marke Pringle of Scotland wechselte. Ihre letzte Station, bevor sie sich entschied, nach Frankreich zu gehen. 2011 wechselte Clare Waight Keller nämlich nicht nur den Arbeitgeber, sondern auch den Wohnort und zog mit ihrer Familie – mit ihrem Ehemann, dem Architekten Philip Keller, hat sie drei Kinder - nach Paris, um als Artistic Director für Chloé tätig zu werden. Diese Episode sollte 2017 enden, Keller wechselte dann als Artistic Director für Haute Couture und Prêt-à-porter für Frauen und Männer zu Givenchy – wohlgemerkt als erste Frau, die diese Position in dem Modehaus jemals bekleidete.


Persönliche Bindung zwischen Meghan und der Designerin 

Einer der Umstände, der Herzogin Meghan dazu bewegt haben könnte, sich tatsächlich für die Designerin zu entscheiden. Es ist kein Geheimnis, dass sich Meghan für Frauen und Mädchen stark macht. Ihr Brautkleid von einer der wichtigsten Frauen der Haute Couture-Welt designen zu lassen, passt dabei absolut ins Bild. Auch der zurückhaltende, klassisch elegante Stil, den Waight Keller präferiert, unterstreicht Meghans Geschmack. Mit der royalen Hochzeit landete die Designerin den wohl größten Coup ihrer Karriere. 

Nicht nur das gemeinsam entwickelte und von Clare Waight Keller gefertigte Kleid wird in die Geschichte eingehen, auch nach der Hochzeit setzt die Herzogin auf das französische Modehaus. Ihren ersten Auftritt allein an der Seite der Queen meisterte Meghan ebenfalls in einer Kreation des französischen Labels, blieb ihrer schlichten und eleganten Linie treu. Givenchy könnte sich wohl kaum ein besseres Aushängeschild der eigenen Marke wünschen. Wie auch Herzogin Catherine avanciert Meghan schon jetzt zu einer Stilikone ihrer Zeit. 

Und das wohl auch dank Clare Waight Keller. Was viele vielleicht nicht bemerkten: Die Designerin stand Meghan auch während der Hochzeit direkt vor Ort zur Seite, richtete bei ihrer Ankunft ihren fünf Meter langen Schleier und achtete tagsüber höchstpersönlich darauf, dass die Braut in ihrem Kleid perfekt aussah. Selbst ist die Frau – ganz im Sinne von Herzogin Meghan.