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Joko Winterscheidt Mister Multitalent


Mädchenschwarm, Werbegesicht und viel beschäftigter Moderator: Bei Joko Winterscheidt läuft momentan alles nach Plan. Im Interview mit Gala.de verrät er, welche Träume er für die Zukunft hat - und warum die Formel1 dabei eine große Rolle spielt

An der Seite von seinem Kollegen Klaas

mimt er gerne mal den Witzbold, doch Joko Winterscheidt kann auch anders: Spätestens seit seine Tochter auf der Welt ist, schlägt der Moderator auch mal ernstere Töne an. Seiner Karriere tut das keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Mittlerweile ist der 32-Jährige nicht nur erfolgreicher Moderator, sondern auch Mitentwickler des deutschen Modelabels "German Garment" sowie Werbegesicht für den Rasierer "Gillette Fusion ProGlide". Im Interview mit Gala.de sprach er über seine kleine Familie, berufliche Ziele und Stilfragen.

Wie sehr achten Sie als Gesicht der "Gillette Fusion ProGlide" - Kampagne auf Ihr Aussehen?

Ich glaube, das hat nichts damit zu tun, dass ich das Gesicht einer Marke bin. In erster Linie bin ich mein Gesicht. Ich muss mir in die Augen sehen können, und das nicht nur auf mein Aussehen beschränkt. Aber ich glaube, dass man alleine dadurch, dass man in der Öffentlichkeit steht etwas mehr auf sein Aussehen achtet, als vielleicht andere Menschen. Einfach, weil die Leute einem zuerst vor den Kopf schauen und nicht immer sofort wissen "wie tickt der denn?" Ein gepflegtes Aussehen kann da schon mal helfen, die ersten Bedenken aus dem Weg zu räumen.

Drei-Tage-Bart oder rasiert – wie fühlen Sie sich am wohlsten?

Im Job ohne Bart, in der Freizeit gerne auch mal mit 3-Tage Bart. Das hat was damit zu tun, dass man sich im Privaten auch gerne mal entspannt und sich dann morgens denkt: "Ach egal, dann rasiere ich mich heute halt nicht." Um einen richtigen Drei-Tage-Bart zu haben, muss ich jedoch gut und gerne zehn Tage warten.

Joko Winterscheidt ist das Gesicht der "Gillette Fusion ProGlide" - Kampagne.
Joko Winterscheidt ist das Gesicht der "Gillette Fusion ProGlide" - Kampagne.
© PR

Wie lange brauchen Sie morgens im Bad?

Nicht lange. Mit Duschen, Zähneputzen und Co. maximal 20 Minuten.

Seit 2009 sind Sie mit "German Garment" auch in der Modeszene erfolgreich. Welche Rolle übernehmen Sie in diesem Projekt genau?

Alles und Nichts. Wir sind mehrere in der Firma und haben natürlich eine Aufteilung der Aufgabengebiete. Aber im Moment zum Beispiel habe ich so viel mit anderen Sachen zu tun, dass ich leider gar nicht dazu komme, mich in dem Ausmaß zu beteiligen, wie ich es gerne würde.

Wie wichtig ist Ihnen Kleidung?

Schon wichtig, aber nicht das Wichtigste im Leben. Es gibt Tage, da hab ich Lust im Anzug rumzulaufen und dann gibt es Tage, da reicht mir auch ein Jogginganzug. Es sagt definitiv etwas über die Person aus - oder anders gesagt: Man sieht wer eine Persönlichkeit besitzt und sich gut kleidet, oder wer versucht sich durch seine Kleidung eine Persönlichkeit zu verleihen. Letzteres ist eher peinlich.

Lassen Sie sich in Stilfragen von Ihrer Partnerin beraten?

Ich sag mal so: Sie hat mich schon zu dem einen oder anderen Teil gebracht, das ich nie anprobiert hätte und überrascht war, wie gut es an mir aussieht. Aber tendenziell mag ich es sehr, zu shoppen, auch mit meiner Freundin.

Wie würden Sie ihren privaten Kleidungsstil beschreiben?

Megageil!

In diesem Jahr haben Sie zusammen mit Ina Müller bereits den Echo moderiert, im Juni zusammen mit Klaas Heufer-Umlauf die Samstagabendshow "17 Meter" gestartet. Was möchten Sie als Moderator noch erreichen? Oder möchten Sie zukünftig auch noch andere berufliche Wege einschlagen?

Ich würde wahnsinnig gerne irgendwann die Formel1 moderieren, weil ich ein Motorsport-Fan bin, weiß aber auch, dass es da selten neue Leute gibt und die Jobs beschränkt sind. Dennoch, ich höre erst dann auf in Interviews davon zu reden, wenn es geklappt hat. Ich bin aber auch mit dem Erreichten sehr glücklich und freue mich jeden Tag darüber, den Job zu haben, den ich habe. Hätte man mir vor fünf Jahren gesagt, ich würde den Echo moderieren oder auf Pro7 eine Samstagabend Show, ich hätte laut gelacht. Deshalb bin ich entspannt und lasse alles auf mich zu kommen. Hat bisher ja gut funktioniert.

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Wie vereinbaren Sie Privat- und Berufsleben miteinander?

Das wird tatsächlich immer schwieriger, aber ich habe eine tolle Freundin, die sehr viel Verständnis aufbringt. Das erleichtert vieles. Ich habe im Moment eher das Problem, dass ich meine Tochter zu wenig sehe und sie sich so wahnsinnig schnell entwickelt. Ich will nicht zu den Vätern gehören, die irgendwann sagen, ich hab da was verpasst.

Wie sehr hat sich Ihr Leben seit der Geburt Ihrer Tochter verändert?

Sehr, aber nur zum Positiven. Es ist lebenswerter geworden und ich kann in der Zeit mit ihr die kleinsten Momente oder Gesten genießen. Das ist toll. Das freut mich immer wieder.

Was ist das Wichtigste, das Sie Ihrer Tochter mit auf den Weg geben möchten?

Glaub' an dich und sei du selbst! Kein Mensch der Welt hat es verdient, dass du dich für ihn veränderst.

Andrea Zernial

gala.de

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