Ursachen und Behandlung: Pflegetipps für unreine Haut

Die Wenigsten haben das Glück einer makellosen, reinen und glatten Haut. Fast jeder leidet gelegentlich unter unreine Haut. Was Sie über unreine Haut wissen sollten und was wirklich gegen das Schönheitsmakel hilft, GALA klärt auf.

Besonders jetzt im Winter, wenn es draußen kalt und drinnen schön warm ist, reagiert unsere Haut. Ob die warme Heizungsluft in der Wohnung, die feuchte und unangenehme Luft im Bus und in der Bahn oder die kalte Luft, die uns draußen erwartet - unsere Haut muss jetzt einiges durchmachen, denn weglaufen können wir vor den äußeren Einflüssen nicht.

Aber es sind nicht nur äußere Einflüsse, die uns unreine Haut und somit Mitesser, Pickel und Akne bescheren können. Welche Ursachen noch hinter unreiner Haut stecken und was Sie gezielt dagegen tun können, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

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Ursachen

Die Pubertät ist längst vorbei, die Pickel aber noch immer nicht verschwunden? Vielleicht hatten Sie bisher sogar Glück - und jetzt plötzlich tauchen die Hautprobleme aber auf? Verabschiedet hätten wir uns alle gern schon längst von unreiner Haut. Aber warum verschwinden die Pickel nicht einfach?

Finden Sie sich mit der unreinen Haut nicht einfach ab, sondern gehen Sie der Ursache auf den Grund. Es schadet nie zu wissen, worauf die Haut reagiert.

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1. Ernährung

Eine stark zuckerhaltige, sowie fett- und kohlenhydratreiche Ernährung spiegelt sich oft auch im Gesicht wieder. Die fiesen Übeltäter stehen im Verdacht, Entzündungsreaktionen im Körper hervorzurufen und so Akne zu begünstigen.

2. Hormone

Hormonell bedingte Hautveränderungen treten in der Regel während der Pubertät, nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille oder aufgrund anderer Hormonschwankungen auf. Sie haben beobachtet, wann unreine Haut bei Ihnen vermehrt auftaucht - und es ist immer circa eine Woche bevor sich die Menstruation ankündigt oder vielleicht auch währenddessen? Dann sind Hormonschwankungen sehr wahrscheinlich Schuld an Ihrer unreinen Haut.

In der Schwangerschaft wundern sich viele Frauen über ihre Haut. Statt mit glatter und weicher Haut, wovon viele aufgrund des erhöhten Östrogen- und Gestagenspiegels (weibliche Sexualhormone) ausgehen, haben viele Frauen mit unreiner Haut zu kämpfen. Die Hormonproduktion läuft auf Hochtouren, männliche Sexualhormone werden vermehrt ausgeschüttet, Talg wird fleißig produziert, sodass unreine Haut schnell zum Vorschein kommen kann. Meist verschwinden die Hautunreinheiten wieder von ganz allein, spätestens aber nach der Schwangerschaft sollten sie nicht mehr zu sehen sein.

3. Veranlagungen

Neben der hormonell bedingten Form von Akne können aber auch erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Belege gibt es dafür in den sogenannten Zwillingsstudien. Wie ausgeprägt die Unreinheiten letztendlich sind, kann also auch von individuellen Veranlagungen abhängen.

4. Umwelteinflüsse

Das Klima, wozu unter anderem die UV-Strahlung und die Luftfeuchtigkeit, aber auch die Heizungsluft im Winter, und andere Umweltfaktoren zählen, stehen im Verdacht, mitverantwortlich für unreine Haut zu sein.

5. Lebensstil

In der letzten Nacht haben Sie nicht nur viel getanzt, sondern auch viel zu tief ins Glas geschaut? Alkohol, Nikotin, zu wenig Schlaf und Stress sind Gift für den Körper. Nikotin beispielsweise hemmt die Durchblutung und damit die Versorgung der Hautzellen mit notwendigen Stoffen. Natürlich soll das nun nicht heißen, dass Sie auf all diese Dinge künftig verzichten sollten, wenn Sie jedoch auf die Häufigkeit dieser Tätigkeiten achten, könnte sich Ihr Körper schnell von dem Übermaß erholen und die unreine Haut problemlos wieder verschwinden.

6. Falsche Pflege

Waschen Sie täglich Ihr Gesicht? Tragen Sie Make-up und schminken Sie sich auch jeden Tag ab? Eine gründliche Gesichtsreinigung ist super wichtig, denn dadurch verhindern Sie unter anderem das Verstopfen Ihrer Poren und Ihre Haut kann atmen.

Neben der Gesichtsreinigung sollten Sie zudem die richtigen Pflegeprodukte verwenden. Sind Sie von unreiner Haut geplagt, brauchen Sie eine Feuchtigkeitscreme, denn viele Pflegeprodukte für unreine Haut trocknen die Haut nur noch mehr aus. Greifen Sie in Ihrer Verzweiflung auch nicht auf Produkte zurück, die eine schnelle Besserung mithilfe aggressiver Inhaltsstoffe bewirken sollen. Inhaltsstoffe wie Formaldehyd werden in der konventionellen Kosmetik als Konservierungsstoff eingesetzt. Sie besitzen ein hohes hautreizendes Potenzial und schädigen der Hautflora. Hautbesserung? Fehlalarm!

7. Medikamente

Zahlreiche Medikamente können außerdem Auslöser für unreine Haut sein. Dazu zählen zum Beispiel Anabole Steroide, die besonders gern zum schnellen Muskelaufbau verwendet werden. Sexualhormone wie Androgene sind ebenfalls Auslöser für unreine Haut. Auch durch die Einnahme von Antidepressiva wie Psychopharmaka können Sie unreine Haut verursachen.

Frauen können zusätzlich von Unreinheiten geplagt sein, wenn die Anti-Baby-Pille zu hoch dosiert für den Körper ist. Und auch durch das Absetzen der Anti-Baby-Pille können Unreinheiten als Folge auftreten.

Unreine Haut: Jetzt sollten Sie zum Arzt

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Unreine Haut ist nichts Ungewöhnliches. Tauchen vereinzelnd Pickel auf, ist das noch längst kein Grund, um direkt zum Arzt rennen zu müssen. Sind Sie jedoch über längere Zeit von unreiner Haut betroffen, sind Mitesser und Pickel flächendeckend zu sehen, fangen Sie an unter den Unreinheiten zu leiden oder sind großflächig Entzündungen, Blasen oder Knötchen zu erkennen, sollten Sie Ihre Haut von einem Dermatologen (Hautarzt) untersuchen lassen und der Ursache auf den Grund gehen.

Um großflächige Entzündungen und Narben zu umgehen, lassen Sie möglichst die Finger von den Pickeln, drücken Sie sie nicht aus oder Ähnliches.

1. Schritt: Erstgespräch mit Dermatologen

Der Hautarzt befragt Sie zunächst, seit wann Sie unter unreine Haut leiden und ob Sie bestimmte Medikamente einnehmen, und wenn ja - welche? Wie gesund Sie leben und vor allem wie Sie sich ernähren? Rauchen Sie? Trinken Sie oft Alkohol? In dem Gespräch bekommt der Arzt erste Anhaltspunkte, welche Ursachen hinter der unreinen Haut stecken könnten.

2. Schritt: Diagnose

Die Ursachenforschung ist ein besonders wichtiger Schritt, um die Therapie dementsprechend darauf abstimmen zu können. Eventuell liegen Hauterkrankungen vor, die ebenfalls Auslöser für unreine Haut sein können.

Anhand des Aussehens der Pickel kann der Hautarzt bereits erste Vermutungen äußern. Akne bringt beispielsweise eine fettige, unreine Haut mit Pusteln, Mitessern und Papeln mit sich. Sind die Pickel bereits entzündet, kann daraus ein Abstrich entnommen werden, um die auslösenden Bakterien deuten zu können.

Steckt etwas Hormonelles hinter der unreinen Haut, schafft eine Blutuntersuchung Abhilfe. Aber auch eine Blutabnahme, eine U-Untersuchung (Vorsorgeuntersuchung) oder eine gynäkologische Untersuchung können helfen, um die Ursachen der Beschwerden schnell herauszufinden.

3. Schritt: Therapie

Zunächst sollte der Betroffene seine Hautpflege-Routine auf die unreine Haut abstimmen, auch damit die Entzündungen der Haut verschwinden. Reicht das allein nicht aus, sollte zusätzlich mit Medikamenten behandelt werden. Je nach Schwere und Form der Akne kann aber auch direkt eine Kombination aus verschiedenen Therapieansätzen eingesetzt werden. Die Therapie könnte aus den folgenden Bestandteilen bestehen:

  • Bakterientötende und hornhautlösende Lösungen: Waschlotionen und Cremes mit Benzoylperoxid können aufgrund ihrer lipophilen Eigenschaften gut in die Haut eindringen, sie töten die Bakterien ab und lösen die Hornschicht der Haut.
    Azelainsäure wird zur lokalen Behandlung von Akne und Rosacea eingesetzt, da sie antibakteriell ist und gegen Mitesser und Entzündungen wirkt.
    Salicylsäure wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Ist sie in Cremes und Waschlotionen als Inhaltsstoff enthalten, wird die oberste Hautschicht abgelöst und die Poren geöffnet, sodass überschüssiger Talg aus den Poren gelangen kann.
  • Vitamin-A-Säure-Derivate: Retinoide sind chemische Substanzen, die gern bei unreiner Haut eingesetzt werden, da sie gut gegen Pickel, Mitesser und Entzündungen wirken.
  • Antibiotika: Sie werden besonders gern bei leichter bis mittelschwerer Akne in Verbindung mit einer Creme mit den Inhaltsstoffen Retinoide, Azelainsäure oder Benzoylperoxid eingesetzt. Durch die Anwendung sollen Entzündungen gelindert und die Akne-Bakterien bekämpft werden.
    Vor allem schwangere oder stillende Mütter, sowie Kinder unter zwölf Jahren dürfen bestimmte Antibiotika nicht einnehmen.
  • Hormonelle Verhütungsmittel: Bei leichter und mittelschwerer Akne werden aber auch gern hormonelle Verhütungsmittel mit Anti-Androgenen eingesetzt. Die Therapie verlangt jedoch etwas Geduld von Ihnen, denn die unreine Haut verschwindet nicht von einem auf den anderen Tag. Um eine deutliche Besserung sehen zu können, müssen Sie schon einige Wochen warten.

Behandlung

Was hilft gegen Pickel? Zuerst die gute Nachricht: Sie können mit relativ wenig Aufwand und einfachen Mitteln einiges gegen unreine Haut tun. Zugleich muss aber auch gesagt sein, dass Sie nicht auf alle Ursachen von unreiner Haut, wie zum Beispiel auf hormonellen, einen direkten Einfluss haben. Und denken Sie bitte immer daran, dass es nichts gibt, dass für alle gleichermaßen wirksam ist. Jede Haut ist und reagiert anders.

1. Hautpflege

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Das Wichtigste bei unreiner Haut ist die richtige Hautpflege. Eine tägliche, gründliche und vor allem sanfte und porentiefe Gesichtsreinigung ist das A und O, um sein Hautbild langfristig zu verbessern. Tragen Sie einmal wöchentlich zusätzlich ein Enzympeeling und eine Heilerdemaske auf, zahlt es sich nach einiger Zeit richtig aus.

Bei der Hautpflege kommt es aber auch auf die verwendeten Produkte an. Von einer aggressiven Überpflege wird abgeraten, denn bei der Pflege von unreiner Haut gilt: "Weniger ist mehr".

  • Gesichtsreinigung: Produkte, die Ihre Haut zukleistern oder Ihre Poren verstopfen wie Mineralölderivate sollten Sie möglichst umgehen. Greifen Sie stattdessen auf parfümfreie und milde Waschlotions, Reinigungsgele oder klärende Tonics zurück, die Feuchtigkeit spenden, hautberuhigend wirken, die Hautbarriere wieder aufbauen und die Haut zurück ins Gleichgewicht bringen.
    Nehmen Sie für die Reinigung ausschließlich lauwarmes Wasser. Außerdem sollten Sie ein Handtuch ausschließlich für Ihr Gesicht verwenden, um eine Bakterienbesiedlung zu vermeiden. Nach spätestens drei Tagen sollten Sie dieses dann wechseln.
  • Tagespflege: Fettige Haut verhindert die Verdunstung von Wasser nach außen. Rückfettende Cremes sind deshalb für Sie tabu. Auch von Pflegeprodukten mit Emulgatoren sollten Sie absehen, sie schädigen die Hautbarriere und fördern den Feuchtigkeitsverlust.
    Spezielle Pflegeprodukte gegen Hautunreinheiten oder empfindliche Haut sollten von nun an erster Stelle stehen. Neben klärenden Seren mit antibakterieller und beruhigender Wirkung ist ein Hyaluronserum für mehr Feuchtigkeit besonders effektiv. Aber auch ein ölfreies Gel und eine leichte Creme eignen sich super bei unreiner Haut und vermindern die Talgproduktion. Produkte mit Milchsäure sind ebenfalls empfehlenswert. Sie spenden Feuchtigkeit, lassen die Haut atmen, versorgen sie mit essentiellen Fettsäuren und bekämpfen zugleich die unreine Haut.
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  • Nachtpflege: Eine Regenerationscreme oder ein klärendes Serum sind die besten Mittel gegen unreine Haut für die Nacht.

2. Zucker und Milchprodukte vermeiden

Zucker, Milchprodukte und Kohlenhydrate können unseren Blutzuckerspiegel beeinflussen und unreine Haut hervorrufen. Versuchen Sie deshalb für etwa zwei Wochen auf Zucker, Milch- und Weißmehlprodukte zu verzichten und beobachten Sie Ihre Haut.

Gute Alternativen sind Xylit statt Zucker und Vollkorn statt Weißmehlprodukte, denn die beeinflussen wenig bis gar nicht Ihren Blutzuckerspiegel, sodass Sie getrost auf sie zurückgreifen können. Milchprodukte können ganz einfach durch rein pflanzliche Produkte wie Sojamilch oder Mandelmilch ersetzt werden, um Entzündungen im Körper und unreiner Haut aus dem Weg zu gehen.

3. Gute Fette

Gehärtete, raffinierte Fette wie Margarine und Frittiertes waren gestern, sie können für Entzündungen und verstopfte Poren verantwortlich sein. Gute Fette in Form von Nüssen, Avocados und kaltgepressten Ölen wie Leinöl hingegen liebt unser Körper, sie sind wichtig für ein schönes Hautbild und reduzieren unreine Haut.

4. Die richtige Ernährung

Unsere Haut braucht Zink, Silizium und Antioxidantien. Die bekommt sie durch vor allem frisches Obst und Gemüse, Nüsse und Samen. Kürbiskerne, Cashews und Quinoa sind da genauso beliebt wie Grüntee, Tomaten und Blaubeeren.

Für einen schönen Teint sorgen probiotische Nahrungsmittel und Fermentiertes wie Sauerkraut und Kimchi, aber auch Kurkuma.

5. Wasser trinken

Das haben Sie sicherlich schon oft gehört, die beste Lösung für schöne Haut ist Wasser. Trinken Sie zwei bis drei Liter Wasser pro Tag, dankt es auch Ihre Haut.

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