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Pflege-Tipp Trockene Haut: Das sind die Ursachen und so kann ich vorbeugen

Trockene Haut kann unangenehm sein.
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Die meisten Menschen haben schon mal erlebt, dass ihre Haut spannt, juckt oder vielleicht sogar schuppt. Dann ist trockene Haut meist der Grund. GALA verrät die Ursachen trockener Haut und tolle Tipps, wie man ihr vorbeugen kann

Wenn unsere Haut gut durchfeuchtet, geschmeidig und weich ist, fühlen wir uns wohl in ihr. Trockene Haut dagegen bereitet uns meist ein Gefühl von Unbehagen. Das wird schlimmer, wenn die Haut zum allgemeinen Spannungsgefühl auch noch juckt, schmerzt oder schuppt.

Symptome trockener Haut 

Trockene Haut kann sich an vielen Stellen des Körpers bemerkbar machen. Trockene Gesichtshaut beispielsweise wirkt oftmals fahl und gräulich. Rote Stellen können sich im Gesicht zeigen sowie kleine Trockenheits-Fältchen. 

Trockene Haut macht sich oftmals an den Händen bemerkbar.
Trockene Haut macht sich oft an den Händen bemerkbar.
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Hände und Füße sowie Ellenbogen, Unterarme und Schienenbeine sind auch typische Bereiche, an denen die Haut schnell trocken werden kann. Erhält die Haut an diesen Stellen zu wenig Feuchtigkeit, zieht sie sich zusammen. Fehlen weiterhin Pflege und Schutz an diesen Stellen, kann die Haut schuppig und rissig werden und sich sogar entzünden.

Ursachen für trockene Haut

Die Gründe für trockene Haut sind vielschichtig. Zuallererst spielt die individuelle Veranlagung eine Rolle. Es gibt Menschen, die von Geburt an eine zu Trockenheit neigende Haut haben. Und auch im Alter nimmt der Feuchtigkeitsgehalt der Haut natürlicherweise ab. 

Trockene Haut: äußere Faktoren

  • Das Wetter kann die Beschaffenheit der Haut maßgeblich beeinflussen. Besonders heiße, trockene Luft oder auch starke Sonneneinstrahlung bewirken, dass die Feuchtigkeit in der Haut schneller abgebaut wird. Auch trockene Heizungsluft im Winter reizt die Haut und trocknet sie aus.
  • Falsche Pflegeprodukte  können ein Austrocknen der Haut bewirken. Häufige Peelings oder zu häufiges Waschen mit Tensiden greifen den Säureschutzmantel der Haut an. Viele Menschen reagieren auch auf Duft- und Konservierungsstoffe mit trockener Haut.
  • Eng sitzende Kleidung bewirkt oftmals, dass die Haut zu wenig atmen kann. Die Folge: Die Haut wird trocken und schuppt. Besonders bei Kleidung mit chemischen Zusätzen in den Materialien kann es zu Hauttrockenheit kommen.
  • Wasser: Auch der häufige oder extrem lange Kontakt mit Wasser kann die Haut auf Dauer austrocknen. Nach einem langen Bad lässt sich der Effekt des Wassers auf die Haut gut spüren. Die Haut zieht sich zusammen und wird schrumpelig.

Trockene Haut: innere Faktoren

  • Zu wenig trinken: Die Haut schöpft ihre Feuchtigkeit aus dem Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Wer zu wenig und zu selten trinkt, entzieht der Haut damit ihre Flüssigkeitsquelle - sie wird trocken und spannt. 
  • Schwitzen: Schwitzen wie zum Beispiel beim Sport oder bei hohen Temperaturen ist eine wichtige Funktion des Körpers, um den Wärmehaushalt auszugleichen. Dabei gehen jedoch auch Flüssigkeit und Salze verloren, wodurch die Haut trocken werden kann. 
  • Hormone: Änderungen im Hormonhaushalt (wie in den Wechseljahren oder in der Schwangerschaft), können sich auf den Feuchtigkeitsgehalt der Haut auswirken. Nach den Wechseljahren - wenn der Östrogenspiegel dauerhaft gesunken ist -  macht sich trockene Haut oft besonders bemerkbar. Auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann es zur Austrocknung der Haut kommen, da dem Körper Hormone fehlen, die die Schilddrüse normalerweise produziert.
  • Rauchen: Das Nikotin und die Giftstoffe in Zigaretten stören das Zusammenspiel von Drüsen, Nerven und Sinneszellen nachhaltig. Die Haut wird nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt. Nicht nur Trockenheit kann die Folge sein. Raucher leiden auch oft an Akne, Schuppenflechte und anderen Hautkrankheiten.
  • Falsche Ernährung kann ebenfalls zu trockener Haut führen. Wer sich einseitig ernährt, sorgt dafür, dass dem Körper nach und nach bestimmte Mineralien und Vitalstoffe fehlen, die unter anderem dafür da sind, dass die Haut gut durchblutet wird und widerstandsfähig ist. Die Haut kann spröde und rissig werden. 
  • Natürlich gibt es auch eine Reihe von Hautkrankheiten, die sich in trockener Haut zeigen. Eine Schuppenflechte beispielsweise macht sich durch weißliche Schuppen auf geröteten, vielfach entzündeten Hautbereichen bemerkbar.  Bei einer Neurodermitis werden bestimmte Bereiche (oftmals in den Armbeugen) zunächst trocken und beginnen zu jucken. Es gibt eine ganze Reihe von Hautkrankheiten, die sich in trockener Haut zeigen. Daher sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn sie über einen längeren Zeitraum trockene und vielleicht auch juckende oder schmerzende Bereiche an ihrem Körper beobachten. 

Die richtige Pflege für trockene Haut

Allgemein kann man sagen: Jede Haut benötigt eine Kombination aus Fett und Feuchtigkeit. Das passende Verhältnis unterscheidet sich jedoch je nach Hauttyp. Juckende, spannende Haut braucht meist mehr Feuchtigkeit. In diesem Fall sollten Sie zu Pflegeprodukten auf einer Öl-in-Wasser-Emulsion greifen. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Gylcerin, Harnstoff oder Hyaluronsäure können der Haut zusätzlich helfen, die Feuchtigkeit zu speichern. Zum Duschen sollten Sie am besten ein rückfettendes Duschöl benutzen. Schaumbäder sind eher zu vermeiden.

Manchmal fehlt der Haut jedoch auch Fett. In diesem Fall zeigen sich schuppende Stellen auf dem Körper. Auch kleine Entzündungen, die in Hautrissen entstanden sind, können die Folge sein. Hier kann eine regelmäßig aufgetragene Wasser-in-Öl-Emulsion helfen. Und Achtung: Ein häufiger Fehler bei trockener, fettarmer Haut ist der Griff zum Vaseline-Topf. Sie versiegelt die Poren jedoch so sehr, dass sie nicht mehr atmen können. Dadurch wird das Hautproblem meist nur verschlimmert.

Auf die richtige Pflege kommt es an.
Auf die richtige Pflege kommt es an.
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Trockener Haut vorbeugen

Damit die Haut erst gar nicht so viel Feuchtigkeit verliert, ist folgendes zu beachten:

  • Auf stark schäumende Duschgels und Pflegeprodukte mit Paraffin verzichten
  • Heiße Duschen und lange Bäder möglichst meiden
  • Feuchtigkeitsspendende und rückfettende Cremes verwenden
  • Ausreichend viel trinken
  • Auf trockene Saunagänge verzichten

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