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Trockene Ellenbogen Ursachen und schnelle Hilfe

trockene Ellenbogen
© Shutterstock
Um trockene Ellenbogen kommt gerade im Winter kaum jemand herum. Aber auch sonst sind diese Körperstellen - genau wie die Knie - oftmals die ersten, an denen sich Hauttrockenheit unangenehm bemerkbar macht. Wir erklären, warum das so ist und was man dagegen tun kann.

Sie jucken, sind schuppig und die Haut fühlt sich hier oft unregelmäßig verdickt an - trockene Ellenbogen können richtig nerven und sehen zudem meist auch sehr unschön aus. Fast jeder hat diese Erfahrung schon einmal gemacht. Doch warum neigt die Haut gerade an diesen Stellen zu Trockenheit?

Ursachen für trockene Ellenbogen

Die Haut an den Ellenbogen ist besonders dünn und verfügt über wesentlich weniger Talgdrüsen als an anderen Stellen des Körpers. Die Talgdrüsen spielen jedoch eine wichtige Rolle bei der natürlichen Feuchtigkeitsversorgung. Sie überziehen die Haut und die darüber liegenden Haare mit einer dünnen, schützenden Fettschicht, die Austrocknung verhindert. Zudem dient der produzierte Talg als Schutz vor Hautkrankheiten, Krankheitserregern und Chemikalien. Gereizte, trockene Ellenbogen sind also schon allein aufgrund des Talgmangels vorprogrammiert.

Hinzu kommt, dass die Haut an den Ellenbogen einer größeren Belastung ausgesetzt ist als an anderen Körperstellen. Man stützt sich darauf ab und die Ellenbogen scheuern vermehrt an der Kleidung, was den Austrocknungseffekt verstärkt. Als Reaktion auf diese Belastung verdickt sich die Haut, es bildet sich eine Hornschicht. Diese fühlt sich oft rau und uneben an und kann sich sogar unschön dunkel verfärben.

Pflege gegen trockene Ellenbogen

Leider werden die Ellenbogen bei der Hautpflege oft vernachlässigt. Dabei sind sie aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit und Belastung besonders pflegebedürftig. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn die Haut großer Trockenheit durch Heizungsluft ausgesetzt ist, sollten Ellenbogen bewusst mit Feuchtigkeit und einem speziellen Pflegeprogramm versorgt werden, damit sie nicht zu stark austrocknen. Darum haben wir hier die besten Tipps für die richtige Ellenbogenpflege zusammengestellt, damit trockene Ellenbogen der Vergangenheit angehören.

Die besten Pflegetipps gegen trockene Ellenbogen

Peeling

Ein Symptom trockener Ellenbogen ist die Verdickung durch die Bildung von Hornhaut. Dem kann mit einem regelmäßigen Peeling der Haut entgegengewirkt werden. Am besten eignet sich hierfür die Verwendung eines Sisalhandschuhs unter der Dusche. Durch sanftes Reiben der Ellenbogen können Hautschüppchen so problemlos abgetragen werden, ohne die Haut stark zu reizen. Zudem ist die Haut nach einem Peeling für eine nachfolgende Feuchtigkeitspflege bestens vorbereitet, da die Pflegestoffe besser von der Haut aufgenommen werden können.

Zitrone

Auch Fruchtsäure kann helfen, die Haut an den trockenen Ellenbogen aufzuweichen und von Hautschüppchen zu befreien. Hierfür einfach mit einer Zitronenhälfte über die Ellenbogenhaut fahren. Danach sollten die Ellenbogen unbedingt eingecremt werden, da die Zitronensäure die Haut nachträglich austrocknen kann.

Backpulver

Wir wussten es ja schon lange: Backpulver ist ein Hausmittel, das bei so manchem Alltagsproblem helfen kann. Und es hilft sogar im Kampf gegen trockene Ellenbogen!  Es unterstützt bei der Entfernung von abgestorbenen Hautzellen und kann sogar die dunkel verfärbten Stellen an den Ellenbogen wieder etwas aufhellen. Hierfür das Backpulver mit ein wenig Wasser zu einer Paste verrühren, die Ellenbogen damit einreiben, ein paar Minuten einwirken lassen und anschließend mit lauwarmem Wasser wieder abspülen.

SOS-Hilfe:Trockene Haut

Olivenöl und Salz

Ein schnelles, effektives Mittel gegen trockene Ellenbogen ist ein schnell selbst gemachtes Feuchtigkeitspeeling aus Olivenöl und grobem Salz. Das Olivenöl spendet reichlich Feuchtigkeit, während das Salz die Haut sanft peelt. Hierfür die beiden Zutaten mischen und damit die Ellenbogen einreiben.

Tolle Rezepte:Peeling selber machen

Honig

Honig ist nicht nur für rissige Lippen ein absoluter SOS-Helfer. Auch trockene Ellenbogen kann das süße Gold wieder weich und zart machen. Da der Honig eine leicht antibakterielle Wirkung hat, eignet er sich auch toll als Wunderwaffe gegen bereits entzündete Stellen. Am besten funktioniert die Pflege mit Honig, wenn man diesen leicht erwärmt (zum Beispiel in einem Wasserbad) und ihn dann in die Ellenbogenhaut massiert.

Hautöle

Es gibt eine Reihe von natürlichen Hautölen, die die Haut intensiv und nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgen und Ellenbogen bei regelmäßiger Verwendung wieder geschmeidig und weich machen. Dazu zählen insbesondere:

Wundsalbe

Manchmal ist die Hilfe aus der Apotheke oder Drogerie die schnellste Möglichkeit, dem Problem Herr zu werden. Eine Wundsalbe kann die Ellenbogen im Handumdrehen wieder glatt und zart zaubern und neuer Trockenheit sowie kleinen Entzündungen und Juckreiz vorbeugen.

Reichhaltige Bodylotion

Sind die Ellenbogen nicht zu stark ausgetrocknet, reicht es manchmal auch aus, sie regelmäßig mit einer reichhaltigen Bodylotion einzucremen. So wird ihnen immer wieder eine kleine Portion Feuchtigkeit verabreicht.

Und ganz wichtig: Sollten Sie sich nach dem Duschen oder Baden eh eincremen, vergessen Sie die Ellenbogen nicht. Auch wenn diese nicht in Ihrem direkten Sichtfeld sind - sie brauchen die Pflege am dringendsten. Und besonders dann, wenn draußen wieder T-Shirt-Temperaturen herrschen, werden Sie froh sein, wenn Ihre Ellenbogen wieder schön aussehen.

Verwendete Quellen:brigitte.de, gala.de


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