VG-Wort Pixel

Unreine Haut Pickel ausdrücken: So geht's richtig

Ins Ausnahmefällen, darf ein Pickel auch mal ausgedrückt werden.
Ins Ausnahmefällen, darf ein Pickel auch mal ausgedrückt werden.
© Shutterstock
Pickel auszudrücken ist eigentlich ein absolutes No-Go. Macht man's allerdings richtig, dann ist es in Ausnahmefällen auch mal erlaubt. Wie Sie Pickel richtig ausdrücken, erfahren Sie hier. 

Zunächst einmal: Experten raten grundsätzlich davon ab, Pickel auszudrücken. Die Gefahr der Verletzung ist oft viel zu groß, man befördert zumeist nur noch mehr Bakterien in die Wunde und wahrscheinlich verbleibt ohnehin ein Rest des Talgs im Talgdrüsenfollikel, so dass der Pickel am nächsten Tag gleich wieder sichtbar ist. Das soll aber nicht bedeuten, dass Sie bei sämtlichen Anlässen mit einer dicken Eiterbeule im Gesicht herumlaufen müssen. Macht man's nämlich richtig, darf ein Pickel auch mal ausgedrückt werden. 

Ab wann darf man Pickel ausdrücken? 

Zunächst einmal sollten Sie sich den Pickel ganz genau anschauen. Liegt er tief unter der Haut oder ist gar verkapselt, dann heißt es: Finger weg! In der Regel braucht ein Pickel zwei bis drei Tage, bis er an die Oberfläche tritt. Erst, wenn das Weiße - also der Eiter - sichtbar wird, darf man drücken. Sollte sich der Pickel nach zwei, drei Versuchen noch immer nicht ausdrücken lassen, dann sollten Sie es vorerst auf sich beruhen lassen. Denn hier ist am Ende die Verletzungsgefahr und das Risiko der Narbenbildung größer. Leiden Sie dauerhaft unter einer sogenannten Spätakne, ist der Gang zum Hautarzt leider nicht zu vermeiden. 

Pickel ausdrücken: 5 Schritte  

  1. Zuvor sollten Sie Ihre Haut vorbereiten und einen warmen Waschlappen auf die betroffene Stelle legen. Alternativ eignet sich auch ein Dampfbad zum Poren öffnen
  2. Besonders hilfreich ist ein kleines Werkzeug mit dem Namen Komedonenquetscher: Ein circa zehn Zentimeter langes Metallstück, an dessen Ende sich eine Öse befindet. In diese platziert man nun den Pickel und drückt ihn mittels der Öse vorsichtig aus - das ist nicht nur schonend, sondern verhindert auch das Eindringen von Bakterien. Aber: Vor jeder Anwendung den Komedonenquetscher bitte desinfizieren!
  3. Sie sind gerade ins Bad gelaufen und sehen, da ist ein Pickel? Bitte nicht mit den bloßen Fingern daran herumdrücken - auch wenn der Impuls im ersten Moment groß ist. Denn unsere Fingernägel können die umliegende Haut schnell verletzen. Bakterien können so in die Wunde gelangen. Lieber um die Zeigefinger jeweils ein Tuch legen oder Wattestäbchen benutzen. 
  4. So positionieren Sie Ihre Finger richtig: Halten Sie einen Finger auf 3 Uhr, den anderen auf 9 Uhr. Achten Sie dabei, den Pickel nicht nur an der Oberfläche auszudrücken, sondern auch in die Tiefen zu gelangen. Daher sollten Sie die Finger nicht allzu nah am Pickel anlegen. Wie gesagt: Ist der Pickel wirklich reif genug, wird er schnell nachgeben. Müssen Sie zu viel drücken und quetschen, sollten Sie noch ein wenig abwarten. 
  5. Haben Sie den Pickel erfolgreich ausgedrückt, sollten Sie zunächst die Stelle mit einem geeigneten Produkt behandeln. Diverse Anti-Pickel-Cremes helfen dabei, den Pickel schneller auszuheilen und verhindern, dass er gleich wieder sprießt. Zurückgebliebene Pickelmale bleiben eine kleine Weile. Diese können mit entsprechenden Abdeckprodukten kaschiert werden. 

Sie leiden an Reibeisenhaut? Hier lesen Sie, was Sie dagegen tun können. Pickel am Kinn haben oft ganz bestimmte Ursachen. Hier erfahren Sie mehr darüber.

yku Gala

Mehr zum Thema


Gala entdecken