Pilzinfektion: Hautpilz: Symptome + Behandlung

Es juckt, die Haut rötet sich und bildet Schuppen – Hautpilz kann an vielen Stellen des Körpers auftreten. Fußpilz und Handpilz sind die wohl bekanntesten Arten der Hautinfektion. GALA nennt die Symptome von Hautpilz und erklärt, wie man rechtzeitig vorbeugen kann

Hautpilz sollte immer von einem Dermatologen behandelt werden.

Der Erreger von Hautpilz breitet sich mit Vorliebe in warmen und feuchten Lebensräumen aus. Häufig betroffen sind deshalb die Füße, Hände oder auch die Leistengegend. Weil Hautpilz ansteckend ist, sollte jeder die Anzeichen rechtzeitig erkennen und dem Hautpilz erst gar keine Chance geben. Mit einer geeigneten Behandlung beim Arzt – zum Beispiel mit einer Creme – und vorbeugenden Maßnahmen lassen sich Pilzerkrankungen meist in den Griff bekommen.

Was ist ein Hautpilz?

Hautpilz (Tinea) gehört zu einer der häufigsten Infektionskrankheiten der Haut. In vielen Fällen bleibt der Pilz zunächst unbemerkt, weil er sich meist in Hautfalten oder an den Füßen entwickelt. Der Erreger ist ein Fadenpilz (Dermatophyten), Hautpilz kann aber auch durch Hefepilze oder bestimmte Schimmelpilze verursacht werden.

Ein schwerwiegender Verlauf von Pilzerkrankungen ist eher selten. Trotzdem sollte man die Anzeichen erkennen und ernst nehmen. Die Untersuchung beim Hautarzt bringt Klarheit über die Art des Hautpilzes und zeigt auf, welche Behandlungsmethode die richtige ist. Im schlimmsten Fall kann sich der Hautpilz sonst ins Blut ausbreiten und innere Organe schädigen (systemische Mykose).

Risikofaktoren für Hautpilz

Ein Risikofaktor für die Pilzinfektionen ist eine geschwächte körpereigene Abwehr. Mögliche Ursachen dafür sind Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus und AIDS, aber auch Medikamente (Immunsuppressiva).

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Übergewicht
  • Durchblutungsstörungen 
  • Stress
  • Feucht-warmes Millieu
  • Hormonschwankungen
  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr

Was sind die Symptome von Hautpilz?

Erste Symptome der Infektion sind aufgeweichte Hautstellen, die sich später röten und schuppig werden. Häufig kommt ein starker Juckreiz hinzu. Je nach Körperregion kann Hautpilz verschiedene Formen annehmen. Die einzelnen Pilzarten können Sie weiter unten im Artikel nachlesen. Gerade zu Beginn sind die Anzeichen der Erkrankung eher unspezifisch und lassen sich nicht immer einem Hautpilz zuordnen. Hier sollten Sie einen Dermatologen zu Rate ziehen.

Fußpilz

Der Fußpilz (Tinea pedes) ist die häufigste Art des Hautpilzes. Er tritt meist zuerst zwischen den Zehen auf, wo sich die Haut weißlich verfärbt und schuppt. Unbehandelt kann der Pilz sich ausdehnen und auf die Fußränder oder die Fußsohle übergreifen.

Handpilz

Juckende Bläschen, schuppige Stellen auf dem Handteller und Risse können ein Anzeichen von Hautpilz an der Hand sein. Meist ist dieser nur auf einer Seite zu finden, kann jedoch irgendwann auch auf die andere Hand übergehen.

Nagelpilz

Hautpilz muss behandelt werden: Bleibt ein Fuß- oder Handpilz unbehandelt, kann es zusätzlich zu Nagelpilz kommen.

Bleibt die Infektion durch einen Hautpilz an Füßen oder Händen unbehandelt, kann sie sich auf den Nagel ausdehnen. Nagelpilz (Tinea pedis) äußert sich durch eine erhöhte Brüchigkeit der Nägel in Kombination mit weißen Streifen oder Flecken. Der Nagel kann sich zudem verfärben oder entzünden. Die betroffenen Zehen schmerzen und das Gehen ist eingeschränkt. Die Behandlung von Nagelpilz ist aufwendiger als jene des Hautpilzes, deshalb sollte man rechtzeitig zum Arzt gehen.

Kopfpilz

Von Hautpilz am Kopf sind vor allem Kinder betroffen, Erwachsene leiden eher selten darunter. Meist wird der Pilz von Tieren wie Katzen, Meerschweinchen oder Hamstern übertragen, denen die Pilzerkrankungen oft nicht sofort anzusehen sind. Die Symptome beim Menschen können sich von einer Schuppenbildung über Haarausfall bis hin zu eitrigen Entzündungen entwickeln.

Leistenpilz

Ein Leistenpilz wird oftmals durch sogenannte Fadenpilze ausgelöst, die sich in feuchtwarmen Regionen besonders wohl fühlen. Es kommt zu Juckreiz und schuppigen Stellen, die nässen können oder Bläschen aufwerfen. Der Hautpilz tritt im Leistenbereich, an den Oberschenkeln und am Gesäß auf.

Hautpilz im Gesicht, an Brust, Rücken, Armen oder Beinen

Überall wo wir von feinen Haaren bedeckt sind, können auch Pilze auftreten. Die typischen Anzeichen von Tinea corporis sind ebenfalls eine schuppige Haut, Rötungen und juckende Stellen.

Behandlung von Hautpilz

Hausmittel können Pilzerkrankungen leider nicht vollständig vernichten. Allein der Dermatologe kann die genaue Art des Hautpilzes bestimmen und in einer Beratung das passende Medikament verschreiben. In den meisten Fällen genügt eine äußerliche Behandlung der befallenen Hautpartien mit einer Salbe oder einer Creme. Das Antimyotikum bekämpft die Erreger mit Inhaltsstoffen wie Bifonazol, Imidazole oder Selendisulfid. Nur in seltenen Fällen ist eine Therapie mit Tabletten notwendig. Die Behandlung sollte unbedingt so lange fortgeführt werden, wie vom Arzt verordnet, da sich der Hautpilz sonst erneut vermehren könnte. Neben der vom Arzt vorgeschriebenen Behandlung müssen Kleidungsstücke und Handtücher der betroffenen Person desinfiziert oder bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Die Pilze können darin nämlich lange überleben und es besteht die Gefahr einer erneuten Ansteckung.

Hautpilz: Vorbeugung

Im Schwimmbad sollten Badeschuhe getragen werden, um Fußpilz keine Chance zu geben.

Hautfalten, zum Beispiel unter den Achseln, oder der Bereich zwischen den Zehen sind besonders anfällig für Pilzinfektionen. Nach dem Baden und Duschen sollten diese Areale besonders gut abgetrocknet werden. Kleidung und Schuhe aus atmungsaktivem Material helfen zusätzlich bei der Belüftung der entsprechenden Körperstellen und beugen einer Erkrankung vor. 

Hautpilz ist ansteckend. Sowohl von Mensch zu Mensch aber auch vom Tier zum Menschen können die Erreger übertragen werden. Überall, wo viele Menschen mit nackten Füßen über den Boden laufen, entstehen ideale Bedingungen für Fußpilz. In Schwimmbad, Sauna, Fitnessstudio und Hotelzimmern sollten deshalb Badeschuhe angezogen werden. 

Wenn bereits ein Familienmitglied infiziert ist, müssen ebenfalls Vorkehrungen getroffen werden, damit sich die Pilzerkrankung nicht ausbreitet. Auch hier können Bade- und Hausschuhe helfen. Außerdem sollte strikt darauf geachtet werden, dass Badehandtücher nicht vertauscht werden.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen, weshalb wir Ihnen dringend ans Herz legen, einen Spezialisten aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr GALA.de-Team

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