Hautausschlag im Gesicht: Ursachen und Behandlungsmethoden

Ein Hautausschlag im Gesicht ist nicht nur äußerst unangenehm oder gar schmerzhaft. Betroffene fühlen sich aufgrund der Optik meist zusätzlich sehr unwohl. Was die Ursachen für einen solchen Ausschlag sein können und wie man dagegen angeht, verrät GALA.

Hautausschlag im Gesicht kann viele Ursachen haben.

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und dafür zuständig ihn vor äußeren Einflüssen zu schützen. Wenn sich das Hautbild drastisch verschlechtert, ist es meist ein Indiz dafür, dass die Haut den Kampf gegen eine Entzündung aufgenommen hat. Rötungen, Flecken, Bläschen, Schuppen, Pusteln, Quaddeln - Hautausschlag im Gesicht zeigt sich in unterschiedlichen Formen. Doch was sind die Ursachen für einen Ausschlag und wie wird man ihn los? 

Hautausschlag im Gesicht: Häufige Ursachen

Die Erscheinungsweise von Ausschlägen kann sehr unterschiedlich ausfallen. So verhält es sich auch mit den Ursachen. Ein Hautausschlag, Mediziner sprechen von Exanthem, kann zahlreiche Ursachen haben. Generell können InfektionskrankheitenHautkrankheiten oder Allergien zu Hautausschlag im Gesicht führen. 

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Herkömmliche Pflegeprodukte reichen oftmals nicht aus, um die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen.
©Gala

1. Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten, unter anderem Kinderkrankheiten, sind eine häufige Ursache für Ausschlag. Es ist zwar deutlich seltener, dass erwachsene Menschen an einer "klassischen Kinderkrankheit" erkranken, allerdings nicht unmöglich. Daher werden im Folgenden auch Kinderkrankheiten aufgeführt, von denen Erwachsene betroffen sein können:

  • Herpes, ausgelöst durch Herpes-Simplex-Viren, ist eine der verbreitetsten Infektionskrankheiten. Ist man einmal infiziert, bleibt das ansteckende Virus ein Leben lang im Körper und kann ausbrechen, sobald das Immunsystem geschwächt ist. Die häufigste Erscheinungsform ist der sogenannte Lippenherpes, der schmerzende und juckende Herpesbläschen im Mundbereich hervorruft.
  • Borkenflechte (Kinderkrankheit), auch Grindflechte genannt, ist eine bakterielle Erkrankung, die durch Staphylokokken ausgelöst wird. Sie ist sehr ansteckend und äußert sich durch scharf begrenzten, asymmetrischen und verkrusteten Ausschlag, vor allem im Bereich von Mund und Nase.
  • Ringelröteln (Kinderkrankheit), wird durch den Parvovirus B19 verursacht. Neben grippeähnlichen Beschwerden ist ein schmetterlingsförmiger Ausschlag, der sich zunächst auf Nase und Wangen bildet, und sich schließlich auf dem ganzen Körper ausbreitet, ein weiteres Symptom.

Beauty-Probleme

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Die ehemalige GNTM-Teilnehmerin Hanna Bohnekamp nutzt ihre Instagram-Reichweite für ein sensibles Thema: unreine Haut. Auf ihrem Account finden sich neben ungeschönten Bildern zu ihrer aktuellen Hautsituation ... 
... vor allem auch ermutigende Worte. Denn für Hanna ist unreine Haut kein Tabu-Thema. Als "Skin"-fluencer folgen ihr rund 24.000 Fans auf dem mitunter beschwerlichen Weg, ihre Akne in den Griff zu bekommen. 
Auch wir bewundern Hanna für ihren Mut, ihre Ehrlichkeit und ihre Aufklärungsarbeit in Sachen Hautunreinheiten und Akne. 
Noch wenige Monate vor der großen Hochzeit auf Capri, wirkt der "Tokio Hotel"-Gitarrist frisch und matt im Gesicht. 

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2. Hautkrankheiten

Hinter einem Hautausschlag im Gesicht können auch Hautkrankheiten stecken, die im Gegensatz zu bakteriellen oder viralen Infektionskrankheiten nicht ansteckend sind. 

  • Akne ist eine hormonelle Erkrankung, die häufig bei Jugendlichen in der Pubertät auftritt. Männliche Geschlechtshormone (wie Testosteron) verursachen die Bildung von Mitessern und Pickeln. Akne kann generell bei hormonellen Schwankungen auftreten, somit auch beispielsweise während einer Schwangerschaft, in den Wechseljahren, aufgrund einer zu hoch dosierten Anti-Baby-Pille oder nach ihrer Absetzung.
  • Rosazea ist eine chronische Entzündung der Gesichtshaut, die schubweise verläuft. Beginnend mit rötlichen Flecken, können im weiteren Verlauf Gefäßerweiterungen, entzündliche Bläschen und Knötchen hinzukommen. Die Hautentzündungen gehen mit starkem Juckreiz und Schmerzen einher.
  • Periorale Dermatitis, auch als Stewardessen-Krankheit bekannt, wird von Ärzten für eine Form von Rosazea gehalten. Periorale Dermatitis kann durch eine übermäßige Verwendung von Kosmetika entstehen, wodurch die natürliche Schutzbarriere gestört wird. Typische Symptome sind großflächige, leicht schuppende Rötungen um den Mund herum. Vor allem Frauen sind davon betroffen.
  • Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt, ist eine chronische Hauterkrankung, das heißt, sie tritt im Laufe des Lebens immer wieder auf. Sie äußert sich durch Hautentzündungen mit Juckreiz. Die Haut ist zudem sehr trocken. Bei älteren Kindern und Erwachsenen kann der Ausschlag am gesamten Körper, aber vor allem im Gesicht, an Armbeugen und Kniekehlen, auftreten.
  • Psoriasis, besser bekannt als Schuppenflechte, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Hierbei entstehen rötliche und leicht erhabene Flecken, die mit silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind und sich von der umliegenden Haut deutlich abgrenzen.
  • Seborrhoisches Ekzem, auch als Kopfgneis bekannt, ist ein chronisch-entzündlicher Ausschlag. Die betroffenen Hautpartien zeigen rote Flecken und gelblich fettende Schuppen. Das Erscheinungsbild kann jedoch je nach Schweregrad der Erkrankung variieren. Das Ekzem kann im Gesicht, auf der Kopfhaut, auf der Brust oder dem Rücken auftreten. Am häufigsten sind Männer zwischen 30 und 40 Jahren betroffen.

3. Allergien

Eine Allergie wird dadurch ausgelöst, dass das Immunsystem gegen bestimmte Stoffe kämpft, auf die es überempfindlich reagiert. Infolgedessen tritt häufig ein Ausschlag auf. Es kann bezüglich Allergien zwischen dem Soforttyp und dem Spättyp unterschieden werden. Beim Soforttyp treten Hautrötungen und juckender Ausschlag unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergieauslöser auf. Bei einer Spättyp-Allergie kann es allerdings einige Stunden dauern, bis sich die Symptome in Form von juckende Rötungen, Schwellungen oder sogar Wasserbläschen und nässenden Stellen zeigen. Das sind die häufigsten Allergien, die Hautausschlag im Gesicht hervorrufen:

  • Nahrungsmittel-Allergien (Soforttyp) können Hautrötung, Juckreiz oder Lippen- und Gesichtsschwellungen verursachen. In besonders schweren Fällen können sie überdies zu Atemnot führen.
  • Von Kontaktallergien (Spättyp) beziehungsweise einem Kontaktekzem kann jede mögliche Körperstelle betroffen sein. Ein häufiger Auslöser für Kontaktekzeme im Gesicht sind Duftstoffe, die in Pflegeprodukten und Kosmetika enthalten sind. Dadurch entsteht gerötete, raue oder schuppende Haut und Juckreiz. Wird die Gesichtshaut dem Allergen längere Zeit ausgesetzt, kann es zudem zu Bläschenbildung kommen.
  • Sonnenallergie beziehungsweise polymorphe Lichtdermatose (Spättyp) kann sich sehr verspätet, einige Tage nach Sonnenexposition, bemerkbar machen. Es zeigen sich Symptome wie Juckreiz, RötungenBläschen oder Quaddeln an den seitlichen Gesichtspartien, sowie an Dekolleté, Schultern, Nacken, Armen und Beinen. Meist sind Frauen davon betroffen.
  • Mallorca-Akne ist eine Form der Sonnenallergie. Sie ist eine Reaktion auf die Kombination von Fettanteilen und Emulgatoren aus Sonnenschutzcremes und der UV-Strahlen. Akne-artige Pickel, Pusteln oder Knötchen bilden sich im Gesicht und Dekolleté. Besonders Frauen, die fettige und unreine Haut im Gesicht haben, leiden häufig an Mallorca-Akne. 

Stars mit Sonnenbrand

Verdammt, verbrannt!

Autsch! Das tut ja schon beim Hinschauen weh … Chrissy Teigen zeigt in ihren Instagram-Stories nicht nur die Narben ihrer Brustverkleinerung, sondern auch ihren richtig fiesen Sonnenbrand.
Max Giesinger mit Sonnenbrand an den Beinen
Autsch – Chrissy Teigen hat zum Jahreswechsel ein bisschen zu viel Sonne getankt. Ergebnis: Ein feuerrotes Dekolleté.
Daniel Völz urlaubt aktuell mit seiner neuen Herzdame in Spanien und scheint bei all den Schmetterlingen im Bauch glatt vergessen zu haben, Sonnencreme zu benutzen. "'Eincremen', hat sie gesagt. 'Sonst tut's weh', hat sie gesagt", witzelt der Ex-Bachelor auf Instagram und zeigt seinen Followern seinen verbrannten Rücken. 

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4. Weitere Ursachen

Die Haut gilt als "Spiegel der Seele". Immerhin erröten wir, wenn wir uns schämen oder wütend sind und erblassen, wenn wir krank sind. Die Haut zeigt, was in unserer Psyche vor sich geht. Daher können psychische Belastungen oder Stress einen Ausschlag verstärken oder gar auslösen. Außerdem kann ein Hautausschlag eine Nebenwirkung von Medikamenten sein: Ärzte sprechen dann von einem Arzneimittelexanthem. Penicillin, sowie Bluthochdruck- und Diabetesmedikamente können einen Ausschlag bewirken. 

Hautausschlag im Gesicht: Tipps zur Behandlung und Vorbeugung

Eine regelmäßige Gesichtsreinigung beugt Hautausschlag im Gesicht vor.

Hautausschlag im Gesicht kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Dementsprechend viele Behandlungsmöglichkeiten gibt es auch. Bakterielle Infektionskrankheiten wie Borkenflechte werden mit Antibiotika oder antibiotikahaltigen Salben behandelt. Nahrungsmittel-Allergien können in erster Linie durch das Meiden der allergieauslösenden Lebensmittel therapiert werden.

Die Symptome einer Sonnenallergie oder Neurodermitis können durch kortisonhaltige Salben gelindert werden. Außerdem verschwinden Sonnenallergien meist durch Sonnenkarenz. Bei juckendem Ausschlag kommen häufig Antihistaminika zum Einsatz. Im Allgemeinen können Sie einem Ausschlag im Gesicht vorbeugen, indem Sie Ihre Haut bestmöglich schützen. Mit folgenden Tipps sorgen Sie für eine gesunde Haut:

  • Gesichtsreinigung ist die Grundvoraussetzung für gesunde Haut. Verwenden Sie für die Gesichtsreinigung morgens und abends ein pH-neutrales Waschgel. Anschließend können Sie ein Gesichtswasser mit einer antibakteriellen Wirkung verwenden.
  • Ihre Hautpflege sollte aus einer Tages- und einer Nachtcreme bestehen, die frei von Duftstoffen sind. Dadurch können Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Kontaktallergie verhindern. Zudem sollten Sie Ihre Gesichtshaut nicht mit zu vielen Produkten überpflegen. Das ist belastend für die Haut und kann Krankheiten wie periorale Dermatitis begünstigen.
  • Sonnenschutz ist für Ihre Haut überlebenswichtig. Verwenden Sie für Ihre Gesichtspartie aber keinesfalls Sonnencremes, die für den Körper gedacht sind - sie sind zu fettig. Wählen Sie stattdessen eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor 30. Wenn Sie wissen, dass Ihre Gesichtshaut empfindlich auf UV-Strahlen reagiert, benutzen Sie am besten eine Creme, die speziell für Mallorca-Akne geeignet ist. Diese finden Sie in diversen Drogeriemärkten. Außerdem sollten Sie grundsätzlich exzessive Sonnenexposition vermeiden.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem mit einer ausgewogenen Ernährung, zwei Litern Wasser am Tag und genügend Bewegung. Mit gestärkten Abwehrkräften kann Ihr Körper Sie vor Infektionskrankheiten bewahren. Bewegung oder Sport baut zudem Stress ab und Entspannung hilft wiederum dabei Hautkrankheiten oder Infektionen und somit auch Exanthemen vorzubeugen.
  • Ihre Haut braucht außerdem ausreichend viel Schlaf, um sich zu regenerieren. Schöne Haut bekommen Sie mit rund sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht.

Dann sollten Sie zum Arzt

Häufig tritt Gesichtsausschlag aufgrund einer Kontaktallergie auf. In diesem Fall verschwinden die Symptome, sobald Sie die  Verwendung des allergieauslösenden Produkts einstellen. Auch bei Infektionskrankheiten können sich die unangenehmen Hautveränderungen nach einigen Tagen von selbst zurückbilden. Doch wenn der Ausschlag hartnäckig bleibt und Sie eine Hautkrankheit als Ursache vermuten, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen, da diese in der Regel medikamentös behandelt werden. Einen Dermatologen sollten Sie außerdem zurate ziehen wenn,

  • die Ursachen des Ausschlags nicht bekannt sind.
  • der Ausschlag plötzlich und heftig eintritt.
  • die Hautveränderungen starken Juckreiz, Schwellungen oder Schmerzen verursachen.
  • Symptome wie Fieber hinzukommen.
  • das Exanthem sich verändert oder sich in Schüben entwickelt.
  • der Ausschlag sich auf weitere Körperregionen ausbreitet.

Verwendete Quellen: netdoktor.de, online-hausarzt.de, aerzteblatt.de, heilpraxisnet.de, praxisvita.de

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