Risse im Bindegewebe: Dehnungsstreifen: Was hilft gegen die sichtbaren Narben auf der Haut?

Die als Dehnungsstreifen bezeichneten Risse im Bindegewebe der Haut treffen nicht jeden. Ob man Dehnungsstreifen bekommt oder nicht, hängt von bestimmten Faktoren ab. Welche vorbeugenden Maßnahmen uns vor den Hautveränderungen schützen und wie wir die Erscheinungen in der Unterhaut abmildern können – GALA hat die besten Tipps.

Auch wenn die Dehnungsstreifen unterschiedliche Ursachen haben können, sie sind völlig normal

Jeder hat schon mal von ihnen gehört, niemand braucht sie und alle wollen sie loswerden: Dehnungsstreifen (medizinisch: Striae cutis). Das sind sichtbare, streifenförmige Veränderungen der Unterhaut, die entstehen, wenn das Gewebe stark und/oder schnell gedehnt wird. Dehnungsstreifen treten bevorzugt am Bauch, an den Oberschenkeln, am Po und seitlich der Hüfte auf. Haben sich diese Narben erst einmal herausgebildet, bleiben sie dauerhaft. Unsere Tipps machen die unschönen Risse im Bindegewebe aber zumindest weniger sichtbar.

Lena Meyer-Landrut

Sie zeigt offen ihre Dehnungsstreifen

Lena Meyer-Landrut zeigt ihre Dehnungsstreifen 

Dehnungsstreifen – warum entstehen sie überhaupt?

Dehnungsstreifen entstehen durch eine übermäßige Dehnung der Unterhaut. Das geschieht häufig durch:

  • eine Schwangerschaft,
  • einen Wachstumsschub in der Pubertät und
  • durch Übergewicht.

Hinzu kommen verschiedene Risikofaktoren, die eine Herausbildung der Dehnungsstreifen wahrscheinlicher machen. Dazu gehören:

  • ein angeborenes schwaches Bindegewebe
  • ausgeprägtes Muskelaufbautraining
  • eine Hormonbehandlung
  • medikamentöse Behandlungen (beispielsweise eine Cortisontherapie)
  • verschiedene Erkrankungen (Cushing-Syndrom, Adipositas, Stoffwechselstörung)

Wunderschöne Message

Dehnungsstreifen werden bei ihr zu glitzernden Kunstwerken

glitzernde Dehnungsstreifen

Können Männer Dehnungsstreifen bekommen?

Dehnungsstreifen werden häufig auch als Schwangerschaftsstreifen beschrieben. Eine irreführende Bezeichnung, wie sich daran zeigt, dass auch Männer unter verschiedenen Formen der Dehnungsstreifen leiden können. Die Hautveränderungen können sich in der Pubertät, in Stress- und Wachstumsphasen, bei Gewichtszunahme und übermäßigem Muskelaufbau herausbilden.

Dehnungsstreifen – was verraten die Farben über die Gesundheit?

Dehnungsstreifen treten als leicht erhabene, parallel erscheinende Streifen auf der Hautoberfläche auf. Da sie keine Schmerzen verursachen, können sie lange unbemerkt auf der Haut vorkommen. Dehnungsstreifen können hellrosa, rötlich oder weiß sein. Die unterschiedlichen Färbungen bestimmen dabei das Alter der Hautrisse.

Phase 1

Hellrosa

Zart rosa gefärbte Dehnungsstreifen können ein Signal für einen Mangel sein, zum Beispiel an Eiweiß, Vitamin C und Mineralien. Die Farbe deutet an, dass die Erscheinungen die Folgen eines frisch beschädigten Bindegewebes sind. Die Hautstelle ist leicht gerötet und gereizt.

Rot

Rote Risse bedeuten, dass eine rasche Veränderung des Körpers stattfand, beispielsweise infolge einer Schwangerschaft, übermäßig viel Sport oder durch Gewichtszunahme. Manchmal kommt eine bläuliche Färbung hinzu, die aufgrund durchscheinender kapillarer Blutgefäße zustande kommt.

Phase 2

Weiß

Wenn die Dehnungsstreifen weiß gefärbt sind, ist es fast unmöglich, die Hautveränderungen abzumildern. Sie sind älter als die rosa und rot gefärbten Streifen auf der Haut und komplett ausgeheilt. Meistens sind sie einen bis zehn Millimeter breit und können mehrere Zentimeter lang werden. In ihrem Aussehen sind sie Narben ähnlich.

Welche Creme hilft bei Dehnungsstreifen?

Regelmäßige Jojoba-Öl-Massagen können frische Dehnungsstreifen abschwächen

Natürlich lassen sich Dehnungsstreifen nicht einfach wegcremen – schön wär’s! Sind die Hautveränderungen allerdings noch frisch, gibt es Inhaltsstoffe, die eine Verblassung der Dehnungsstreifen ermöglichen. Öle wie Argan- oder Granatapfelöl können dafür sorgen, dass die Streifen zumindest nicht mehr auf den ersten Blick sichtbar und farblich abgeschwächt werden. Wirkungsvolle Inhaltsstoffe sind außerdem:

  • Kakaobutter
  • Jojoba- oder Mandelöl
  • Aloe Vera
  • Hyaluronsäure.

Die Wirkung der Cremes kann durch Zupf- und Bürstenmassagen noch optimiert werden.

Weitere Therapien zur Milderung der Dehnungsstreifen

Heutzutage stehen zur Behandlung von Dehnungsstreifen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Diese drei Therapien helfen wirklich dabei, Dehnungsstreifen langfristig loszuwerden.

1) Laserbehandlung

Die effektivste Methode, um Dehnungsstreifen ganz loszuwerden, ist die Laserbehandlung. Mit dem Laser werden Lichtblitze erzeugt, die tief in die Haut eindringen, die Kollagenbildung anregen und auf diese Weise neues, gesundes Gewebe entstehen lassen. Für ein optimales Ergebnis sind mehrere Sitzungen nötig, etwa drei bis fünf. Die Kosten belaufen sich auf 75 – 100 Euro pro Sitzung.

2) Ultraschallbehandlung

Die Ultraschallbehandlung lässt Schwingungen entstehen, die Zwischenräume im Gewebe bewirken. Durch diese Zwischenräume wird die Aufnahme regenerativer Wirkstoffe erleichtert. Gleichzeitig wird die Durchblutung verbessert.  Für sichtbare Erfolge sind bis zu zehn Sitzungen nötig. Eine Behandlung kostet um die 30 Euro.

3) Microneedling

Die schmerzhafteste Methode, um Dehnungsstreifen zu entfernen, ist das Microneedling. Bei dieser Behandlungsform wird eine mit Nadeln besetzte Walze über die Haut gerollt. Über die so entstandenen winzigen Löcher in der Haut können Wirkstoffe aufgenommen werden, die die Hautregeneration unterstützen. Es können Kosten von 500 bis 1000 Euro anfallen.

Mit einer Bürstenmassage können wir Hautrissen vorbeugen

Dehnungsstreifen vorbeugen

Es gibt nicht viele Möglichkeiten, Dehnungsstreifen zu verhindern, allerdings kann jeder versuchen, das Ausmaß noch vor der Ausprägung im Vorfeld zu mindern. Diese Maßnahmen helfen dabei:

  • Wasser trinken (am besten zwei bis drei Liter täglich),
  • Massagen,
  • Wechselduschen,
  • Bewegung,
  • eine ausgewogene Ernährung (Spurenelemente wie Kupfer z.B. in Leber, Fisch, Nüsse, Hülsenfrüchten und Mangan z.B. in Haferflocken, Linsen).

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Was die Stars gegen Dehnungsstreifen tun

Beauty-Tipp: Was die Stars gegen Dehnungsstreifen tun

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen, weshalb wir Ihnen dringend ans Herz legen, einen Spezialisten aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr GALA.de-Team.

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