Rote Äderchen im Gesicht : Couperose: Behandlung und Ursachen

Was ist eigentlich Couprose und was hilft gegen die störenden roten Äderchen. Wir erklären, wie Sie Couperose behandeln können. 

Bei Couperose handelt es sich um eine Bindegewebsschwäche, die bei vielen Frauen ab 30 auftritt. 

Was ist Couperose? 

Couperose ist eine genetisch bedingte Erweiterung der Gefäße und Bindegewebsschwäche. Herbeigeführt werden die roten Äderchen im Gesicht durch Blutstauungen, die zur Erweiterung der kleinen Blutgefäße führen. Treten die Symptome anfangs nur vorübergehend auf, verlieren die Gefäße aber mit der Zeit ihre Elastizität, was dazu führt, dass sie dauerhaft geweitet bleiben – die Folge sind sichtbare Äderchen und eine gerötete Haut um Wangen und Nase. 

Meist geht die Störung mit einer trockenen und sehr empfindlichen Haut im Gesicht einher. Ist die Haut nun Temperaturschwankungen ausgesetzt, versucht der Körper diese durch Erweiterung der Blutgefäße zur Kühlung oder Erwärmung zu regulieren. Bei labilen Gefäßen, kann dieser ganz natürliche Vorgang aber zu einer dauerhaften Weitung führen, was dann das typische Hautbild einer Couperose verursacht. 

Couperose oder Rosazea: der Unterschied 

Obwohl sich Couperose und Rosazea in der Symptomatik ähneln, handelt es sich um zwei völlig verschiedene Befunde. Während die Couperose auf eine genetische Störung zurückzuführen ist, handelz es sich bei Rosazea um eine entzündliche Hautkrankheit, die unbedingt von einem Dermatologen behandelt werden sollte. Hier erfahren Sie alles über die Ursachen und Behandlungsmethoden von Rosazea. 

Couperose vs. Rosazea im Überblick

Couperose: 

  • Blutgefäße sind dauerhaft erweitert und füllen sich mit Blut 
  • Bildung eines Adergeflechts mit starker Rötung 
  • Im Anfangsstadium verschwindet die Rötung bei leichtem Druck auf de betroffene Stelle 

Rosazea:

  • Blutgefäßwände werden geschädigt, dadurch tritt Blut in das umliegende Gewebe
  • Dadurch entstehen Rötungen, die nicht verschwinden 
  • Hautrötungen erscheinen flacher und intensiver 
  • Sind arterielle Gefäße betroffen, erscheint die Haut hellrot; bei venösen Gefäßen ist die Haut bläulich 

Couperose: Cremes, die helfen  

Leiden Sie an Couperose, so sollten Sie unbedingt auf eine Spezialpflege zurückgreifen – im besten Fall greifen Sie hier lieber zu Apothekenkosmetik, die sich auf die Störung spezialisiert hat. Finger weg von parfümierten Produkten: Sie enthalten meist ätherische Öle, die eine Durchblutung der Gefäße zusätzlich fördern. Achten Sie auch darauf, dass die Produkte keinen Alkohol, keine Mineralöle und Silikone enthalten

Couperose: Hausmittel 

Ist die Couperose akut, können Sie zu folgenden Hausmittelchen greifen, um die Symptome zu lindern: 

  • Feuchte Umschläge auf betroffenen Stellen verschaffen Linderung 
  • Zur Stärkung des Bindegewebes können Kompressen mit schwarzem Tee, Zinnkraut, Arnika und Rosskastanie auf die Haut gelegt werden 
  • Legen Sie ein Thermalwasserspray oder ihre Creme in den Kühlschrank, um einen Kühleffekt zu erhalten
  • Spülen Sie ihr Gesicht nach der Reinigung kühl ab

Darauf sollten Sie bei Couperose verzichten 

Kaffee, Tee und Alkohol begünstigen Gefäßveränderungen - daher sollte auf diese Genussmittel weitestgehend verzichtet werden. Auch Rauchen verengt die Gefäße, woraufhin sich das Blut staut und die Äderchen platzen können. Weitere Dinge, die Sie bei Couperose meiden sollen, sind: 

  • UV-Bestrahlung durch Sonnenbaden oder Sonnenstudios. Hier sollten Sie unbedingt einen geeigneten Sonnenschutz verwenden. Der Lichtschutzfaktor sollte in jedem Fall über 50 betragen und keine ätherischen Öle oder Duftstoffe enthalten. 
  • Scharfes Essen fördert ebenfalls eine Erweiterung der Gefäße und sollte vermieden werden. 
  • Kosmetika, in denen Alkohol enthalten ist, sind ebenfalls tabu. 

Couperose lasern lassen? 

Einige Frauen entscheiden sich zu einer etwas drastischeren Maßnahme und lassen sich die Äderchen der Couperose durch eine Laserbehandlung veröden. Dabei erhitzt das gebündelte und energiereiche Licht des Lasers die roten Blutkörperchen und sie gerinnen. Daraufhin verkleben die betroffenen Äderchen und werden zerstört: Die Folge: Durch deren Abbau können sie nicht mehr durch die Haut hindurchschimmern. 

Vor der Behandlung beim Hautarzt, klärt sie dieser über die Couperose-Behandlung auf. So wird beispielsweise empfohlen, die Gefäße in den sonnenarmen Monaten per Laser entfernen zu lassen, weil die Haut danach besonders sonnenempfindlich reagiert. 

Sie sind sich nicht sicher, ob sie an Couperose leiden? Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Rosazea. Was sie gegen Reibeisenhaut tun können, lesen Sie ebenfalls hier.  

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