GALA-Selbsttest: Abnehmen mit "intueat"

Das Abnehmprogramm "intueat" soll es möglich machen, ohne Verzicht und Hungern das eigene Wohlfühlgewicht zu erreichen. GALA hat die Methode aus "Die Höhle der Löwen" in einem Schnupperkurs getestet

Mareike Awe und Marc Reinbach kämpfen in "Die Höhle der Löwen" für ihr Programm "intueat"

Gestern Abend (20. September) kämpfte das Team von "intueat" in "Die Höhle der Löwen" um eine Investition. GALA-Redakteurin Julia hat sich das Abnehmprogramm genauer angesehen.

"intueat": GALA testet das Programm aus "Die Höhle der Löwen"

Das Geheimnis hinter "intueat": auf den eigenen Körper hören. Durch intuitives Essen verlor Gründerin Mareike Awe selbst zehn Kilogramm. Nun möchte sie zusammen mit Co-Gründer und Freund Marc Reinbach auch anderen Menschen beim Abnehmen helfen. Zwei Jahre lang feilten sie an dem Programm: Essen ohne Verzicht. Essen, so viel und was man will. Dass das funktioniert, davon wollten sie auch die Investoren in "Der Höhle der Löwen" überzeugen. Zehn Prozent ihres Unternehmens bot das Paar den Löwen an und wollte dafür 150.000 Euro. Zu einem Deal kam es dann - trotz Angebot von Jochen Schweizer - aber nicht. Schade eigentlich, denn "intueat" soll das Abnehmen zum Genuss machen.

Prinzessin Charlotte

Diesem süßen Hype kann sie nicht widerstehen

Geschafft: Jetzt kann für Prinzessin Charlotte der erste Schultag beginnen. 
Prinzessin Charlotte hat ein Faible für Einhörner: Immer wieder sieht man die kleine Prinzessin mit einem Accessoire in Form des Fabelwesens.
©Gala

Abnehmen ohne zu Hungern? Klingt toll!

Eines vorweg: Ich fühle mich meistens sehr wohl in meiner Haut, bin nicht übergewichtig und achte schon auf meine Ernährung. Aber "intueat" klingt wirklich gut. Nach vier Wochen haben die bisherigen Teilnehmer durchschnittlich angeblich zwei Kilogramm abgespeckt. Dabei ist alles erlaubt, verbotene Nahrungsmittel gibt es nicht. Großartig! Denn wer will schon wirklich auf Schokolade oder Nudeln verzichten?! Ich nicht. Wichtigste Regel bei "intueat": Aufhören zu essen, wenn man satt ist. Und: Essen, was einem gut tut. Um herauszufinden, was das ist, soll man in seinen Körper hineinhören, darauf achten, wie man sich nach einer Mahlzeit fühlt.

GALA-Redakteurin Julia testet "intueat"

Man ist niemals alleingelassen

Dazu soll man täglich mentale Audiotrainings absolvieren, die neue Nervenbahnen im Gehirn schaffen und es so leichter machen, die neu erlernten Essgewohnheiten umzusetzen. Für die Hör-Lessons soll man sich an einen ruhigen Ort begeben - ich wähle die Redaktion. Ganz und gar nicht ruhig, aber nur jetzt habe ich die 20 Minuten Zeit, um mir die Lektion anzuhören. Und es funktioniert: Schon nach wenigen Sekunden bin ich tiefenentspannt. Das liegt sicher nicht zuletzt an der angenehmen Stimme des Sprechers, aber auch daran, dass ich bereits mit autogenem Training in Berührung komme und durch regelmäßiges Pilates, weiß, wie ich atmen muss, um abzuschalten. Aber: Man muss sich darauf einlassen, denn es ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn man sich ins Babyalter zurückversetzen oder sich einen imaginären Schalter im Kopf zulegen soll.

Habe ich dafür Zeit?

Zu den Audiotrainings gibt es auch noch Videoeinheiten, in denen Mareike beispielsweise erklärt, wie ein intuitives Frühstück aussehen und wie man die "intueat"-Grundsätze am besten umsetzen kann. Zusätzlich gibt es auch noch PDFs, die alles detailliert beschreiben und regelmäßige Motivations-Mails. Eigentlich toll, aber ganz schön viel Lesestoff. Für mich zu viel.

Mein Fazit zu "intueat"

Selbstverständlich kann man mein Schnupperprogramm nicht mit einer 16 Wochen-Kur vergleichen (Kostenpunkt: 379 Euro), dennoch war es super, um herauszufinden, ob "intueat" zu mir passt. Und obwohl ich den Ansatz toll finde, muss ich sagen: Nein. Denn ich habe einfach keine Zeit, um mir jeden Tag Audiotrainings anzuhören und seitenlange PDFs zu lesen. Und: Ich esse ohnehin meist intuitiv, nur wenn ich Hunger habe, höre auf, wenn ich satt bin und snacke kaum. Wer schnelle Erfolge sehen will, für den ist "intueat" nichts. Mit diesem Programm purzeln die Kilos nicht in Rekordgeschwindigkeit, sondern man lernt, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und stellt seine Ernährung langsam um. Das ist aber auch viel gesünder als eine Radikaldiät und bei Mareike und ihrem Team fühlt man sich wirklich gut aufgehoben. Wer also Zeit in seinen Körper investieren möchte und kann, trifft mit "intueat" sicherlich eine gute Wahl.

Höhle der Löwen

Diese Gründerin rührt unsere Herzen

Gründerin Stefanie Tomljanovic
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