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Von Blond auf Braun 5 typische Fehler beim Färben

Von Blond auf Braun: Frau mit braunen gewellten Haaren.
© Shutterstock
Sie möchten Ihr Haar von Blond auf Braun färben? Vorsicht! GALA verrät, welche Fehler Sie vermeiden sollten, damit das Ergebnis perfekt wird.

Fehler Nr. 1: Den falschen Braunton auswählen

Huch, warum sieht mein Haar plötzlich so grün aus? Ein Grünstich zählt zu den ganz typischen Farb-Fehlern, die beim Wechseln von Blond auf Braun passieren können. Keine Sorge: Der Grünstich lässt sich entfernen. Ihre Haare sind also nicht ruiniert! Um verständlicher zu machen, wie Sie den grünen Schleier loswerden können, hilft es zu verstehen, warum er überhaupt entsteht.

Unsere Haarfarbe ist ein Mix aus verschiedenen Farbpigmenten, die in der Haarfaser eingeschlossen sind. Braune Haare enthalten im Vergleich zu blonden Haaren wesentlich mehr Rotpigmente. Färben Sie das Haar dunkler und die gewählte Nuance enthält nicht genügend Rotpigmente, schimmert das Haar grünlich. Es fehlen dann die warmen Farbpigmente, die bei braunen Haaren natürlicherweise vorhanden sind.

Einen Grünschleier im Haar loszuwerden ist zum Glück sehr einfach. Greifen Sie zu einer (auswaschbaren) Tönung in einem rötlichen Braun. In Frage kommen zum Beispiel Schoko-Braun oder Karamell-Nuancen. Keine Sorge – Sie werden nicht als Rotschopf enden. Die rötlichen Pigmente neutralisieren das Grün und am Ende entsteht ein ganz natürlich wirkendes Braun.

Fehler Nr. 2: Von Blond auf Braun färben und zu wenig Farbe auftragen

Jeder Frau graut es vor fleckig aussehenden Haaren. Beim Färben von Blond auf Braun kann das leider sehr schnell passieren. Blonde Haare sind von Natur aus etwas trockener, als braunes Haar. Dadurch saugen sie Farbe sehr schnell auf – vor allem an den Spitzen. Das kann zu einem ungleichmäßigem Ergebnis führen.

Was helfen kann: Tragen Sie die braune Haarfarbe zunächst auf den ersten zwei bis drei Zentimetern am Ansatz auf. Nach der Hälfte der vorgegebenen Einwirkzeit kommt die Farbe nun auch auf die Längen und Spitzen. Ist die Einwirkzeit vorüber, waschen Sie die Haare wie gewohnt. Anschließend eine gute Pflege auftragen, schließlich ist Haare färben immer eine kleine Strapaze für das Haar.

Tragen Sie die Farbe wie beschrieben stufenweise auf, vermeiden Sie, dass die Spitzen dunkler werden als die Ansätze. So wird der Farbauftrag im Haar schön gleichmäßig.

Fehler Nr. 3: Die Farbe zu kurz einwirken lassen

Sie wünschen sich braunes Haar, aber zu dunkel soll es auch nicht werden? Achtung: Nicht einfach die Einwirkzeit bei einer sehr dunklen Farbe verkürzen und hoffen, dass dadurch ein helles Braun entsteht. Das kann enorme Haarschäden und unschöne Flecken verursachen.

Denn: Bei einer Coloration durchlaufen die Haare einen komplizierten chemischen Prozess. Der Haarschaft wird durch sogenannte Entwickler, meistens Peroxide, geöffnet. Dadurch ist es überhaupt möglich, Einfluss auf die Farbpigmente zu nehmen. Es braucht eine Zeit, bis die Peroxide den Haarschaft öffnen und er sich anschließend wieder schließt. Durchschnittlich sollte eine Coloration deshalb gut 30 Minuten einwirken, bevor sie ausgewaschen wird. Das ist je nach Hersteller und Marke allerdings verschieden. Werfen Sie also unbedingt einen Blick auf den Beipackzettel.

Lassen Sie die Farbe zu kurz einwirken, unterbrechen Sie diesen Prozess. Die Haarfaser bleibt offen zurück, die Schuppenschicht ist aufgeraut. Das bewirkt eine schlechte Haltbarkeit der Farbe und glanzlose, stumpfe Längen. Die Haare brechen ab und sehen strohig aus.

Am besten greifen Sie von Anfang an zu einer Nuance, die garantiert nicht zu dunkel für Ihr Blond ist. Konventionelle Colorationen, die Sie in der Drogerie erhalten können, fallen oft eine Nuance dunkler aus, als angegeben. Das sollten Sie beim Kauf berücksichtigen. Und wenn das Ergebnis doch zu hell ausfällt, nicht vergessen: Es ist viel einfacher, die Haare erneut dunkler zu färben, als eine zu dunkel geratene Farbe zu korrigieren.

Beachten Sie außerdem, dass stark geschädigte Haare Colorationen stärker aufnehmen und die Farbe dadurch dunkler werden kann, als gewollt. Lieber einen helleren Ton auswählen!

Fehler Nr. 4: Zu krasse Farbunterschiede wagen

Von einem sehr hellen Blond zu einem tiefen Espresso-Braun: Dieser Spagat sollte vom Profi durchgeführt werden. Kleinere Farbunterschiede können Sie dagegen noch von Zuhause aus stemmen. Zum Beispiel, wenn Sie von einem Mittelblond auf ein Hellbraun wechseln möchten. Bei starken Farbunterschieden ist das Risiko aber einfach zu hoch: Am Ende erhalten Sie vielleicht ein scheckiges Braun, das sich nur noch schwer korrigieren lässt.

Im Zweifel also lieber einen Termin beim Friseur des Vertrauens buchen und mit dem Farbwechsel der Haare abwarten.

Fehler Nr. 5: Das gleiche Shampoo beibehalten

Verwenden Sie bereits ein Shampoo ohne Sulfate? Falls ja, dürfen Sie dies getrost weiter verwenden, nachdem Sie von Blond auf Braun gewechselt haben. Falls nein, sollten Sie einen Shampoo-Wechsel in Betracht ziehen. Sonst wird das schöne neue Braun extrem schnell herauswaschen.

Sulfate sind aggressive Reinigungssubstanzen, die stark entfettend wirken. Sie werden auch in Waschpulvern und Geschirrspülmitteln eingesetzt. Diese starke Reinigungswirkung im Shampoo trocknet das Haar stark aus und lässt die Farbe verblassen. Das bemerken Sie dann an spröden Längen, Frizzy Hair und einer schlecht haltbaren Haarfarbe. Sie ärgern sich dann über kaputte Haare, die sich kaum noch durchbürsten lassen.

Sorgen Sie also lieber vor, indem Sie nach dem Farbwechsel nur noch ein mildes sulfatfreies Shampoo an Ihr Haar lassen. Sie erkennen passende Produkte an dem Zusatz "ohne Sulfate" oder "sulfatfrei".


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