VG-Wort Pixel

Spliss So bekämpft man kaputte Spitzen richtig

Spliss
© Shutterstock
Egal ob lange Wallemähne oder kürzere Bob-Frisur: die meisten Frauen kämpfen zumindest hin und wieder mit Spliss. Und der sieht meistens ziemlich unschön aus. Wir verraten Ihnen, wie Sie Haarspliss schnell loswerden und ihm vorbeugen können.

Wie entsteht Spliss?

Spliss entsteht meistens dann, wenn die Haare zu trocken sind und viel Reibung, zum Beispiel auf der Kleidung oder dem Kopfkissen, ausgesetzt sind. Dann raut das Haar von unten auf spaltet sich in zwei Teile. Manchmal können sich einzelne Haare auch in mehr als zwei Teile "splissen". Durch die Teilung der Haare wirken die Haarspitzen ausgefranst und ungepflegt und werden durch die starke Schädigung meist noch trockener und stumpfer.

Ursachen von Spliss im Überblick:

  • natürliche Ursachen: starke UV-Strahlung und trockene Luft (beispielsweise Heizungsluft im Winter)
  • mechanische Ursachen: Reibung an der Kleidung (besonders bei längeren Haaren), häufiges Stylen mit Hitzeeinwirkung durch Föhn, Glätteisen oder Lockenstab
  • chemische Ursachen: intensive Färbe- oder Blondierungs-Anwendungen, Dauerwelle oder aggressive Stylingprodukte

SOS: Schnelle Hilfe bei Spliss

War man lange Zeit nicht beim Friseur, ist es ganz natürlich, dass sich irgendwann Spliss bemerkbar macht - ganz egal wie sorgfältig man sein Haar gepflegt hat. Auch wenn der Anblick der stumpfen, flusigen Spitzen stört - abschneiden möchte man das Haar meistens nicht. Zumal sich der Spliss manchmal auch bis einige Zentimeter nach oben ziehen kann und man gewaltig an Haarlänge verlieren würde, wenn man ihn ganz beseitigen möchte. Also, was tun? Die schlechte Nachricht: Einmal da, lässt sich der Spliss nicht wieder "wegpflegen", die Haarspitzen bleiben geteilt und können nicht mehr miteinander verbunden werden. Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile Methoden, die Haarspliss beseitigen, ohne dass man an Haarlänge verliert.

Spliss entfernen durch Hair-Dusting

Hair-Dusting ist der Traum all derjenigen, die den Spliss nachhaltig loswerden wollen, ohne an Haarlänge zu verlieren. Hierbei wird das Haar zunächst geglättet, sodass anschließend nur noch die beschädigten Haarspitzen abstehen. Diese können dann gezielt oberhalb der Spaltung abgeschnitten werden. Gesunde Haare werden nicht abgeschnitten, so dass die Gesamtlänge der Mähne erhalten bleibt.

Es gibt Friseure, die diese Technik so beherrschen, dass sie sich relativ schnell per Hair-Dusting durch das Haar arbeiten. Nichtsdestotrotz ist es im Gegensatz zu einem normalen Spliss-Schnitt eine eher zeitintensive Anwendung.

Mit ordentlich Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl, kann man das Hair-Dusting auch zuhause durchführen. Hierfür sollte man ein Glätteisen und eine Haarschneideschere zur Hand haben. Von der Verwendung einer gewöhnlichen Haushalts- oder Bastelschere ist abzuraten. Sie schneiden das Haar meistens nicht glatt ab. Die Schnittstelle ist dann leicht aufgeraut und neigt schneller wieder zu Spliss.

Spliss entfernen mit Candle-Cutting

Beim sogenannten Candle-Cutting (oder auch Velaterapia), einem nicht ganz neuen Trend aus Brasilien,  werden einzelne Haarsträhnen nacheinander gezwirbelt und die abstehenden Haare mit Spliss mithilfe einer kleinen Flamme verbrannt. Hierbei ist es wichtig, dass das Feuer schnell und geübt am Haar hin und her bewegt wird, damit wirklich nur die einzelnen abstehenden Härchen verbrannt werden. Anschließend werden die abgebrannten Haarspitzen noch mit einer Schere abgeschnitten und mit einer intensiven Haarkur gepflegt. Da auch hier nur gezielt die kaputten Haare bearbeitet werden, bleibt die Gesamthaarlänge erhalten.

Eine berühmte Verfechterin dieser Haarpflege-Methode soll das brasilianische Supermodel Alessandra Ambrosio sein. Sie lässt sich angeblich regelmäßig kaputte Haarspitzen ihrer tollen Mähne per Candle Cutting entfernen.

Für das Candle-Cutting sollte man sich auf jeden Fall einen Friseur suchen, der ausreichend Erfahrung mit dieser Technik hat. Von einem Selbstversuch zuhause ist in jedem Fall stark abzuraten. Die Gefahr sich damit die Haare zu verbrennen, ist einfach zu groß. Und wer will schon mit halb verkohltem Haar durch die Gegend laufen?! 

Spliss entfernen mit dem Twist-Cut

Der Twist-Cut ist eine Mischung aus Hair-Dusting und Candle-Cutting, allerdings ohne Glätteisen oder Feuer. Hierbei werden einzelne kleine Strähnen getwistet also gedreht, bis nur noch die kaputten Spitzen abstehen. Diese können dann nach und nach mit einer Schere abgeschnitten werden. Auch hierbei bleibt die Grundlänge des Haars erhalten.

Das Beste: Auch dies Methode kann man zuhause ausprobieren, ohne Angst haben zu müssen, das Haar zu beschädigen. Alles, was man dafür braucht, ist eine gute Friseurschere. Und natürlich vieeeel Geduld.

Spliss entfernen durch Seren und Öle

Zugegeben, bei dieser Methode wird der Spliss nicht wirklich entfernt. Sein Erscheinungsbild wird nur soweit gemildert, dass die Haare insgesamt wieder glatter und gepflegter aussehen. Im Handel gibt es eine Reihe von Haar-Seren und Haarspitzen-Fluids, die den Haarenden jede Menge Feuchtigkeit spenden und sie geschmeidiger machen. 

Für die Anti-Spliss-Pflege der Haare eignen sich auch die verschiedensten Öle. Mandelöl, Marula-Öl, Jojobaöl, Traubenkernöl, Nachtkerzenöl oder auch Amla-Öl beispielsweise eignen sich äußerst gut für die Haarpflege. Auch die meisten natürlichen Gesichtsöle kann man zweckentfremden und regelmäßig tröpfchenweise in die Haarspitzen massieren, wodurch sie glatter, gesünder und vor allem "splissfrei" wirken. 

Tolle Rezepte: Haarkur selber machen

Wie kann man Spliss vorbeugen?

Manchmal ist nichts mehr zu machen und dann müssen einfach ein paar Zentimeter Haare ab. Doch dieser Verlust birgt auch die Chance, die Haarpflege so umzustellen, dass der nächste Spliss lange auf sich warten lässt. Dieses sollten Sie beachten, um Haarspliss langfristig zu vermeiden: 

  • Haare nicht zu häufig waschen: Durch ständiges Waschen und Trocknen wird das Haar strapaziert und trocknet schneller aus, was Spliss und Haarbruch begünstigt.
  • Haare nicht zu heiß waschen: Hitze strapaziert die Haare ebenfalls. Darum bei der Haarwäsche eher auf milde Temperaturen setzen.
  • Conditioner und Haarkuren verwenden: Die Haare sollte regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt werden, damit sie nicht austrocknen. 
  • Haare nicht trocken rubbeln: Reibung begünstigt Haarspliss. Daher das Haar lieber nur vorsichtig mit dem Handtuch ausdrücken statt kräftig zu rubbeln. 
  • So wenig Hitze wie möglich: Richtig heißes Föhnen oder häufiges Glätten mit dem Glätteisen strapaziert das Haar und hat auf Dauer Spliss zur Folge. Wenn es doch sein muss, dann nur mit einem geeigneten Hitzeschutz-Präparat.
  • Die richtige Bürste verwenden: Naturborsten kämmen das Haar auf sanftere Weise als Bürsten mit Kunststoffborsten. Ausnahme: Auch die sogenannten Tangle Teezer entwirren das Haar schonend. 
  • Auf einem Seidenkissen schlafen: Ein Bezug aus feiner Seide raut das Haar viel weniger auf als ein Baumwollbezug, da dessen Struktur viel grober ist. Zudem entzieht Baumwolle Haut und Haar während der Nacht mehr Flüssigkeit als Seide. Daher schwören viele Frauen schon seit langer Zeit auf Seidenkissenbezüge.

Sie möchten mehr hilfreiche Tipps für die richtige Pflege Ihrer Haare? Hier finden Sie beispielsweise viele Informationen zu den Themen Graue Haare färben, Arganöl für die Haare, fliegende Haare, Trockenshampoo selber machen oder Olivenöl für die Haare.

Quellen: gala.de



Mehr zum Thema


Gala entdecken