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Öl für die Haare Das sind die 5 besten Sorten

Öl für die Haare: Frau trägt Öl auf die Haarspitzen auf.

© Mr.Cheangchai Noojuntuk / Shutterstock
Ein gutes Öl für die Haare soll bei Spliss, Haarbruch und spröden Längen Abhilfe schaffen. Aber für welche Ölsorte sollten Sie sich entscheiden? GALA erklärt, worauf es bei guten Ölen ankommt und wie Sie die richtige Variante auswählen.

Öl für die Haare: Das sollten Sie beim Kauf von Haarölen beachten

Eins vorweg: Nur weil Öl draufsteht, ist nicht unbedingt Öl drin! Leider ist der Begriff Haaröl nicht gesetzlich geschützt. Hersteller können Ihnen also einen Chemie-Cocktail anbieten, in dem nur ein minimaler Prozentanteil von echten Ölen enthalten ist. Das mindert die Herstellungskosten, wodurch die Produzenten einen Vorteil bekommen. Leider nimmt dadurch auch die Pflegewirkung der Haaröle ab.

Gute Haaröle erkennen Sie daran, dass ausschließlich reines pflanzliche Öl im Produkt enthalten ist. In der Inhaltsstoffe-Liste sollten also keine chemischen Zusätze oder Füllstoffe wie Silikone oder Mineralöle vorkommen. Sie erkennen hochwertige Öle auch meistens an dem Zusatz "100 Prozent reines Öl", mit dem viele Hersteller Haaröle bewerben. 

Achten Sie also darauf, die folgenden Ölsorten nur in ihrer reinen Form anzuwenden. Erst dann können sie ihre ganze Pflanzenpower entfalten! 

1. Mandelöl kräftigt bis in die Spitzen

Sie kämpfen immer wieder mit Haarbruch oder Spliss? Brüchige Haare brauchen eine aufbauende Pflege, die sie schützt und regeneriert. Hier kommt Mandelöl ins Spiel: Im zart duftenden Beauty-Booster steckt das Spurenelement Biotin. Dieser Nährstoff stärkt Nägel, verschönert die Haut und kräftigt das Haar.

Biotin kommt natürlicherweise in der Haarfaser vor und fördert die Stabilität der Haarstruktur. Kaputte Haare profitieren von einer biotinreichen Pflege, da das Spurenelement poröse Stellen kittet. Dadurch wird die Haarfaser widerstandsfähiger und kräftiger.

Im Mandelöl stecken außerdem einfach ungesättigte Fettsäuren, die geschädigtes Haar ummanteln und vor dem Abbrechen schützen. Die Vitamine A und E helfen außerdem dabei, die Haarfaser in der Tiefe aufzubauen.

Mandelöl eignet sich vor allem für:

  • splissiges Haar
  • gefärbte Haare, deren Struktur geschwächt ist
  • empfindliche Längen, die schnell abbrechen
  • Haare, die viel mit Hitze in Kontakt kommen

2. Olivenöl spendet reichhaltige Pflege

Wer eine richtige Intensivbehandlung für das Haar sucht, sollte sich für Olivenöl entscheiden. Diese reichhaltige Ölsorte zählt zu den sogenannten nicht-trockenen Ölen. Durch den großen Anteil an gesättigten Fettsäuren ist die Textur eher zäh und etwas dickflüssig. 

Das könnte zwar etwas zu viel für sehr feine Haare sein. Sollten Sie aber zum Team Naturlocken zählen, ist dieses Pflanzenöl genau das Richtige für Sie. Auch dicke Haareprofitieren von der nährenden Tiefenpflege, die selbst extrem trockenes Haar in Seide verwandelt.

Das Öl wird aus dem Fruchtfleisch von Oliven gewonnen und zählt zu den Lebensmitteln, die am meisten Vitamin E enthalten. Dieses Vitamin dient als starker Radikalfänger, durch den Zellschäden effektiv vorgebeugt werden können. Das Haar ist dadurch vor hohen Temperaturen, UV-Strahlung oder Umweltgiften geschützt. 

Tipp: Entscheiden Sie sich am besten für eine native Sorte. Das tut dem Haar besonders gut. Denn diese Variante wurde kaltgepresst und enthält die meisten Vitamine und Mineralien. Das freut Haut und Haare!

Olivenöl eignet sich vor allem für:

  • normale oder dicke Haare
  • Naturlocken
  • stark geschädigte Längen
  • sehr stumpfe Haare

Hier finden Sie heraus, wie Sie Olivenöl für die Haare richtig anwenden.

3. Kokosöl pflegt und glättet krause Haare

Wem Olivenöl etwas zu reichhaltig ist, der sollte es unbedingt mit Kokosöl versuchen. Lassen Sie sich nicht irritieren: Die Bezeichnung Kokosöl und Kokosfett meint den gleichen pflanzlichen Rohstoff.

Das angenehm süßlich duftende Kokosöl eignet sich hervorragend, um strohige Haare und Frizz endgültig loszuwerden. Die mittelkettigen Fettsäuren glätten die empfindlichen Haarfasern und wirken wie eine Schutzbarriere. Die enthaltene Linolsäure mindert abstehende Härchen und schenkt dem Haar einen schönen Glanz.

Kokosöl hat allerdings einen kleinen Nachteil. Sie müssen beim Auftragen etwas mehr Zeit einplanen, da das beliebte pflanzliche Fett bei Raumtemperatur völlig fest ist. In dieser Form lässt es sich nicht im Haar verteilen.

Jetzt ist ein kleiner Zwischenschritt notwendig. Entnehmen Sie eine kleine Menge Kokosfett mit einem Löffel und geben Sie es in eine kleine Tasse. Diese erhitzen Sie in der Mikrowelle für etwa eine bis zwei Minuten. Die hohe Temperatur verflüssigt das Kokosöl, wodurch Sie es ganz einfach einarbeiten können.

Kokosöl eignet sich vor allem für:

  • krause Haare
  • Frizzy Hair 
  • abstehende Härchen 
  • schwer kämmbare Länge 
  • starre Haare, denen es an Elastizität fehlt

4. Arganöl verleiht feinen Haaren Geschmeidigkeit

Platter Ansatz durch zu viele Pflanzenöle? Das ist bei feinen Haaren keine Seltenheit. Durch die geringe Haardicke hängt dünnes Haar schnell durch. Aber das passiert Ihnen nicht, wenn Sie von Anfang an zum richtigen Öl für die Haare greifen. Wichtig dabei: Entscheiden Sie sich für ein sogenanntes trockenes Öl

Dabei handelt es sich um Ölsorten, die besonders reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Dadurch sind diese Öle weniger zäh und eher dünnflüssig. Das hat viele Vorteile für die Haare: Ein trockenes Öl fühlt sich sehr leicht an, zieht schnell ein und beschwert die Haarfaser nicht. Dadurch bleibt das Volumen erhalten. 

Auch das beliebte Arganöl zählt zu den trockenen Ölen. Das Öl mit dem neutralen, kaum wahrnehmbaren Geruch pflegt die Haare, ohne zu fetten. Dadurch bleiben das Volumen und der Stand am Ansatz erhalten.

Arganöl eignet sich vor allem für:

  • feine Haare
  • wenige und schüttere Haare, die schnell platt aussehen
  • spröde Spitzen
  • duftsensible Menschen

5. Klettenwurzelöl gleicht fettiges Haar aus

Dieses Öl erinnert von der Beschaffenheit schon fast an Wasser: Klettenwurzelöl ist die Lösung für alle, die unter einem schnell fettenden Ansatz leiden. Sie brauchen nur wenige Tropfen von diesem federleichten Pflegewunder, um dem Haar eine ganz neue Geschmeidigkeit zu verleihen. 

Klettenwurzelöl eignet sich auch zur Kopfhaut-Pflege. Durch seine beruhigenden und anti-entzündlichen Eigenschaften wirkt es hervorragend gegen Juckreiz, Schuppen und Rötungen.

Klettenwurzelöl eignet sich vor allem für:

  • dünnes Haar mit fehlendem Volumen
  • fettige Haare
  • Frauen mit einer irritierten und gereizten Kopfhaut
  • überwiegend gesunde Haare, die keine reichhaltige Pflege brauchen 

Öl für die Haare: Beachten Sie diese wichtige Grundregel

Haben Sie bereits eine Ölsorte entdeckt, die besonders gut zu Ihrem Haartyp passt? Wunderbar! Im nächsten Schritt geht es darum, das ausgewählte Öl richtig anzuwenden. Denn nur dann können die Pflegewirkstoffe eine Verbesserung der Haarqualität bewirken. 

Bei der Anwendung von reinen pflanzlichen Ölen sollten Sie sich vor allem an einen Grundsatz halten: Tragen Sie das Öl immer auf feuchte Haare auf. Öle schließen Wasser ein, wodurch das Verdunsten von Feuchtigkeit verhindert wird.

Dadurch bleibt das Wasser den ganzen Tag im Haar gespeichert. So bleiben Längen und Spitzen elastisch und geschmeidig. Das ist enorm wichtig, um Haarbruch und Splissvorzubeugen.

Je mehr Elastizität das Haar aufweist, desto widerstandsfähiger reagiert es gegenüber äußeren Reibungen. Statt abzubrechen, gibt es nach. Tragen Sie Öle also immer auf feuchten Haaren auf, um die Spannkraft des Haares zu verbessern.

Die besten Anwendungsmethoden für das Haar

Sie können die verschiedenen Öle auf unterschiedlichste Weise in Ihre Pflegeroutine einbauen. Verteilen Sie einfach etwas Öl in den feuchten Längen, nachdem Sie die Haare gewaschen haben. Um Ihren Conditioner noch pflegender zu machen, geben Sie einfach ein paar Tropfen Öl hinzu. 

Oder nutzen Sie eine größere Menge von Ihrem Lieblings-Öl als Kur für die Haare. Hier ist es allerdings wichtig, die Überreste nach dem Einwirken mit etwas Shampoo auszuwaschen. Das ist vor allem bei den sehr reichhaltigen nicht-trockenen Ölen, wie Olivenöl oder Kokosöl, nötig. Wasser allein reicht hier nicht aus, um übermäßiges Öl aus dem Haar zu lösen. 

Nutzen Sie deshalb eine kleine Menge des Shampoos, nachdem Sie die Haare mit einer Öl-Kur verwöhnt haben. Nach dem Auswaschen fühlt sich das Haar samtweich an und glänzt stärker. 

Gala

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