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Haare stärken Die besten Tipps für Kraft & Glanz

Haare stärken: Frau mit langen blonden gewellten Haaren
© Shutterstock
Schlaffes, brüchiges Haar und nichts wirkt? Frust pur! GALA verrät, wie Sie Ihre Haare stärken können und welche Pflege-Tipps wirklich helfen.

Silizium

Wissenschaftler wiesen im Jahr 2008 nach, dass Silizium die Haarfülle steigert. Dazu nahmen die Teilnehmer über neun Monate täglich Silizium-Kapseln ein. Das erhöhte nicht nur die Haardichte – das Haar war außerdem wesentlich robuster und weniger anfällig für Haarbruch.

Silizium ist ein natürlicher Mineralstoff, der auch im Trinkwasser und in Pflanzen vorkommt. Im Körper spielt er eine wichtige Schlüsselrolle für die Produktion von frischen Hautzellen und starkem Haar. Silizium fördert die Durchblutung und wirkt stimulierend auf die Kopfhaut. Dadurch wird die Nährstoffaufnahme der Haarwurzel verbessert und die Haare wachsen kräftiger und dichter nach. Silizium hilft außerdem dabei, vorübergehenden Haarausfall zu bekämpfen.

Protein-Kuren

Unsere Mähne besteht zu über 90 Prozent aus dem Protein Keratin. Durch äußere Belastungen wie Hitze, Colorationen oder UV-Strahlung können die Proteine im Haar zerstört werden. Das bemerken Sie dann an Längen, die sich schlaff und dünn anfühlen.

Wenn Sie die Haare stärken möchten, sollten Sie unbedingt auf eine proteinreiche Haarpflege setzen. Mittlerweile gibt es Keratin-Kuren und Keratin-Seren im Handel, die Ihr Haar durch die enthaltenen Proteine kräftigen. Kleine Strukturschäden werden dadurch aufgefüllt und das Haar gewinnt an Widerstandskraft.

Sie können sich auch eine schnelle Protein-Kur aus Hausmitteln anrühren. Dazu benötigen Sie ein Ei und zwei Esslöffel Quark. Geben Sie den Mix am besten ins feuchte Haar, am besten nach dem Haarewaschen. Anschließend lassen Sie die hausgemachte Proteinkur mindestens 15 Minuten einwirken. Mit Wasser abspülen und wie gewohnt stylen und pflegen.

Kopfhautmassagen

Die Haare stärken und gleichzeitig entspannen: Die richtige Massage macht’s möglich! Eine Studie aus dem Jahr 2016 konnte belegen, dass regelmäßige Kopfhautmassagen die Haardicke verbessern. Die Teilnehmer massierten täglich vier Minuten lang über einen Zeitraum von 24 Monaten. Die Haare sahen danach dichter aus und fühlten sich kräftiger an. 

Gute Nachrichten: Sie brauchen dafür nicht mal ein zusätzliches Serum oder eine Kopfhaut-Tinktur. Schon der Druck auf die Haarwurzel reicht aus, um das Haarwachstum zu stimulieren und Haarausfall zu reduzieren.

Haare stärken durch Pflanzenfarben

Bemerken Sie in letzter Zeit öfter Haarausfall? Vorsicht, das kann an der falschen Coloration liegen. Regelmäßiges Haare färben gilt als echter Haarkiller. Bei konventionellen Haarfarben sind sogenannte Peroxide enthalten, welche die Haarfaser und Haarwurzel angreifen.

Es gibt aber auch Colorationen, die das Haar nicht beschädigen, sondern kräftigen. Und das sind Pflanzenhaarfarben auf Henna-Basis. Diese Naturprodukte enthalten zahlreiche Pflanzenextrakte, die poröse Stellen in der Haarfaser kitten. Pflanzenhaarfarben enthalten Vitamine und Mineralstoffe, welche das Haar regenerieren. Peroxide sind nicht enthalten. Die Henna-Extrakte in natürlichen Colorationen ummanteln das Haar und sorgen für die gewünschte Farbveränderung.

Durch eine pflanzliche Coloration können Sie Ihre Farbe auffrischen und zeitgleich die Haare stärken. Die Anwendung ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig und zeitaufwändig, da die meisten natürlichen Produkte als Pulver angeboten werden. Aber dafür trocknen Ihre Haar nicht aus.

Spitzenschnitt

Vorsorge ist besser als Nachsorge! Wer sich kräftiges Haar wünscht, sollte regelmäßig zum Spitzenschneiden gehen. Gegen Haarausfall wirkt ein guter Schnitt zwar nicht unbedingt. Aber er verhindert, dass sich Haarschäden ausbreiten und die Struktur schwächen. Spliss frisst sich sonst immer weiter hoch und schwächt die Haarfaser zunehmend. Dann hilft auch kein Haarpflege-Trick mehr – der Spliss muss abgeschnitten werden, damit das Haar gesund bleibt.

Wenn Sie keine Haarlänge verlieren möchten, können Sie Ihren Friseur auch nach einem sogenannten Spliss-Schnitt fragen. Splissige Enden werden dabei entfernt, während die Länge gleich bleibt.

Saure Rinse

Die sogenannte saure Rinse ist ein echter Geheimtipp unter Beautyfans. Sie brauchen dafür lediglich zwei Zutaten: Essig und Wasser. Der Essig wird im Wasser verdünnt und nach der Haarwäsche über die Längen gekippt. Keine Sorge – ist die Mähne erstmal getrocknet, riechen Sie den Essiggeruch nicht mehr.

Der geringe pH-Wert der sauren Rinse bewirkt, dass die Schuppenschicht der Haare vollständig geschlossen wird. Das stärkt die Haarfaser, mindert abstehende Härchen und lässt die Längen schön glänzen.

Probieren Sie es doch einfach mal aus. Schnappen Sie sich eine leere 1-Liter-Wasserflasche, füllen Sie diese mit kaltem Leitungswasser auf und geben Sie zwei Esslöffel Essig hinzu. Die Mischung kommt nach dem Haarewaschen (und nach dem Conditioner) auf die Längen gegossen und sollte anschließend nicht ausgewaschen werden.

Trockenshampoo statt Shampoo

Im nassen Zustand sind Ihre Haare und Haarwurzeln ganz besonders empfindlich. Die Haarfaser quillt auf und kann dadurch schneller aufreißen. Greifen Sie dann noch zum Standard-Shampoo, das austrocknende Reinigungssubstanzen enthält, wird das Haar enorm geschwächt. Das kann zu Haarausfall, Haarbruch und Frizzy Hair führen.

Schonen Sie Ihr Haar, in dem Sie die Haarwäsche durch Trockenshampoo hinauszögern. Trockenshampoo wird ganz einfach auf den Ansatz gesprüht und einmassiert. Dadurch sieht das Haar aus, wie frisch gewaschen, wird aber viel weniger strapaziert.

Und sollte die Haarwäsche dann doch fällig werden: Setzen Sie auf ein Shampoo ohne Sulfate und Silikone, dass keine schädlichen chemischen Inhaltsstoffe enthält. So vermeiden sie schwaches Haar und können Haarausfall stoppen.

Welches Trockenshampoo empfehlenswert ist, erfahren Sie in unserem großen Trockenshampoo-Test.

Hitzefreies Styling

Um die Haare stärken zu können, sollten Sie alles vermeiden, was die Haarstruktur und die Haarwurzeln schwächt. Dazu gehört vor allem Hitze. Föhn, Lockenstab und Co. können das Proteingerüst im Haar zerstören, wodurch die Längen schlaff und kraftlos wirken.

Lassen Sie die Haare an der Luft trocknen – wann immer es die Zeit zulässt. Hitzefreie Stylingmethoden helfen außerdem dabei, Ihr Haar in Szene zu setzen. Ganz ohne hohe Temperaturen!

Hier erfahren Sie zum Beispiel, wie Sie hitzefreie Locken über Nacht kreieren können.

Haare stärken durch Ölkuren

Damit das Haar stark und widerstandsfähig bleibt, sollten Sie sich hin und wieder eine gute Intensivpflege gönnen. Ölkuren verbessern die Elastizität der Haarfaser, wodurch das Haar weniger abbricht. Davon profitieren besonders kaputte Haare und trockene Längen.

Neben Kokosöl ist auch Olivenöl für die Haare geeignet. Tragen Sie die Ölkur am besten aufs feuchte Haar auf. So lässt sich das Öl viel einfacher verteilen. Geben Sie auch ruhig eine kleine Menge auf die Kopfhaut, um die Haarwurzeln zu pflegen. Fettsäuren in Ölen sollen dabei helfen, Haarausfall vorzubeugen.

Anschließend etwa 20 Minuten einwirken lassen. Da Öle sehr reichhaltig sind und sich nicht in Wasser lösen lassen, braucht es Shampoo, um Ölreste aus dem Haar zu entfernen. Nach der Einwirkzeit waschen Sie das Haar also wie gewohnt und lassen es danach am besten lufttrocknen.

Unsicher, welche Ölsorte die richtige ist? Hier erfahren Sie, welches Öl für die Haare am besten zu Ihnen passt.


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