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Hier gehts rund Locken rocken!

Zendaya with afro
Auch Sängerin und Schauspielerin Zendaya steht auf den traditionellen Afro-Look. 
© Steve Granitz / Getty Images
Sieht super aus – aber für manche ist Afrohaar immer noch ein Mysterium. Fünf Fakten plus Tipps bringen jede Mähne auf Kuschelkurs.

Starker Look, empfindliches Haar

Afrohaare wirken immer so robust, dabei sind sie echte Sensibelchen. Durch die vielen Biegungen stehen die feinen Schüppchen der Haaroberfläche etwas ab. Daher ist sie empfindlich und raut schnell auf. Das Haar verliert Feuchtigkeit und ist recht trocken. Hilfreich sind da Produkte, die Lipide und Feuchtigkeit liefern. Shampoos ohne entfettende Sulfate verwenden – einmal die Woche reicht. Anschließend grundsätzlich eine Spülung einwirken lassen.

Beyonce with Curls
R’n’B-Queen Beyoncé setzte früher öfter auf natürliche Locken. Mittlerweile liebt die Sängerin vor allem weiche Wellen.
© Kevin Mazur / Getty Images

Das ABC der Struktur

Kein Haar gleicht dem anderen! Die Experten unterscheiden vier Typen.
Typ 1: glatt. Typ 2: wellig. Typ 3: gelockt. Typ 4: kraus. Afrolocken gehören überwiegend zu Typ 4. Ihr Querschnitt ähnelt dem einer Bandnudel, ist also flach. Leider bricht das Haar dadurch leichter. Tipp: Reichhaltige Kuren mit Ölen (z. B. Jojobaöl) beugen vor und lassen die Löckchen zudem schön glänzen.

Es gibt ein Durchkommen!

Zugegeben, das Kämmen ist aufwendig – aber möglich. Am schonendsten geht es vorsichtig im nassen Zustand. Sehr verknotetes Haar erst mit Öl (z. B. Arganöl) oder Leave-in-Spülung geschmeidig machen und mit Fingern oder einem grobzinkigen Kamm entwirren. Nach der Haarwäsche, wenn Spülung oder Kur einwirken, Strähne für Strähne durchkämmen. An der Spitze beginnen und Stück für Stück Richtung Ansatz arbeiten. Trocknen lassen und nicht mehr kämmen. Nur mit Feuchtigkeit oder Stylingfluid in Form knete.

Joy Denalane, Lupita Nyong'o
Sie tragen Afrohaar glamourös gestylt. Bei Soul-Sängerin Joy Denalane sind es lange, starke Locken, bei OscarPreisträgerin Lupita Nyong’o ist es der klassische Afro.
© Franziska Krug/John Shearer / Getty Images

Die Mähne scheint nicht zu wachsen

Tut sie doch! Wenn auch etwas langsamer. Und man nimmt es nicht so sehr wahr, weil die Länge in der Locke verschwindet. Wichtig fürs Wachstum ist, dass die Wurzeln optimal versorgt werden und die Kopfhaut immer gut durchblutet ist. Tipp: Kopfmassagen. Um Haarbruch vorzubeugen, bei strapaziösem Styling mit Glätteisen & Co. immer ein Hitzeschutzprodukt verwenden.

Voll im Trend

Lange kam Afrohaar in Magazinen und in der Werbung kaum vor. Seit verstärkt auf Diversität geachtet wird, werden deutlich mehr Menschen mit afrikanischen oder asiatischen Wurzeln abgebildet.

In der Beauty-Industrie ist diese Veränderung ebenfalls zu beobachten. Die Firmen beginnen auch auf dem deutschen Markt, Produkte speziell für diesen Haartyp anzubieten.



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