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Coloration Im Rausch der Farben


Colorationen hellen den Alltag auf und machen richtig gute Laune! Gala verrät, worauf es beim Farbwechsel wirklich ankommt und welche Töne en vogue sind

Die neue Color-Generation

Knapp jede dritte deutsche Frau experimentiert gern mit ihrer Haarfarbe - nicht nur beim Friseur, auch zu Hause. "Heute braucht niemand mehr Angst vor Heim-Colorationen zu haben. Die Anwendungen sind so simpel und logisch erklärt, dass nichts schiefgehen kann", so Hairstylist Eren Bektas von L'Oréal Paris. Die Handhabung ist deshalb so einfach, weil die Konsistenzen enorm verbessert wurden.

Einsteiger sollten Schaum-, Mousse- oder Geltexturen wählen. "Generell haben sich die Technologien wahnsinnig weiterentwickelt, Die Colorationen, sowohl die Do-it-yourself-Produkte als auch die professionellen im Salon, beschädigen das Haar viel weniger, sondern pflegen es sogar." Auch vor einem künstlichen Helm-Effekt braucht sich niemand mehr zu fürchten. "Die Farben sind heute so aufgebaut, dass sie durch die eingearbeiteten Reflexe nie wie eine eintönige Perücke wirken. Das Haar wird ganz natürlich mit Farbe umlagert." Bei großen Farbsprüngen sollte aber immer ein Profi zu Rate gezogen werden.

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Welche Farben trägt man jetzt?

Trendweisend sind natürlich die Frisuren auf den internationalen Catwalks und die Haarfarben der Prominenten. Das gilt für deren reale Haarfarbe genauso wie für die Filmlooks. Hier differenziert Eren Bektas: "Natürlich sind Catwalk-Trends wichtig, um Inspirationen zu geben. Aber ich glaube, keine Frau lässt sich ihr Haar umfärben, nur weil es Trend auf den Modenschauen ist - diese Zeiten sind definitiv vorbei.

Stars hingegen können eine echte Welle auslösen, das merken wir auch im Salon." Mit Zeitverzögerung - schließlich dauern Konzeption und Entwicklung eine gewisse Weile - finden sich diese Haarfarben dann auch im Colorationsregal wieder. "Rückblickend gibt Rihannas roter Haarschnitt ein gutes Beispiel dafür", so der Experte. Als Beleg dafür gilt unter anderem, dass der Markt für Colorationen im Segment Rot um 35 Prozent gewachsen ist.

Den eindeutigen Trend, den Bektas erkennen kann, nennt er Retro: "Die Farben wiederholen sich in regelmäßigen Abständen. Braun zum Beispiel ist ein Farbton, der sich alle zwei Jahre in verschiedenen Nuancen neu erfindet." Der Stylist ist sich sicher, dass klassische Farben wie Braun, Blond und Rot nie aus der Mode kommen werden. "Es gibt gar keine Farben, die wirklich out sind. Alles ist erlaubt, Frauen können sich schließlich jederzeit neu definieren. Letztendlich ist alles eine Frage des Typs und des Geschmacks. Wichtig ist vor allem, dass das Gesamtbild stimmt und der Look nicht übertrieben, sondern zeitgemäß wirkt."

Trend: Dip Dyes

Diesen hippen zweifarbigen Hairstyle kennen wir von Celebrities wie Drew Barrymore, Rachel Bilson oder Kate Bosworth. Sie alle mögen den lässigen Beach-Look, bei dem die Haarfarbe in der Mitte der Längen zu den Spitzen hin wechselt. Dieser Trend feiert, so der Experte, auch regelmäßig sein Revival! Er beruht auf dem natürlichen Vorgang, dass das Haar am Ansatz dunkel nachwächst.

"Der Look wirkt nur dann, wenn die obere Haarpartie eine dunklere Farbe hat als diejenige, die in den anders gefärbten Spitzen endet! Auf keinen Fall sollten der obere Part zum Beispiel blond und die Längen und Spitzen braun sein. Das widerspricht der Natürlichkeit", so Bektas. Toll sieht es hingegen aus, wenn der Ansatz und das Haar am Oberkopf Rot gefärbt sind und auf der Mitte der Haarsträhnen dann in Blond übergehen. Braun funktioniert super in Kombination mit Gold- oder Blondtönen in den Spitzen. Wer es crazy mag, färbt blonde Haarenden in Lila oder Pink. Den Style kann man auch mit einer Heimcoloration kreieren. Eren Bektas gibt dabei zu bedenken: "Man muss mit einem Kamm ungleichmäßige Farbsträhnen ins Haar ziehen. Unbedingt darauf achten, dass diese nicht alle auf gleicher Höhe beginnen, sondern versetzt eingearbeitet werden - sonst wirkt der Verlauf kantig und nicht natürlich."

Wie trifft man den richtigen Ton?

Hier lautet die wichtigste Regel: Nur nichts überstürzen oder womöglich wegen eines für hübsch befundenen Fotos aus einer Zeitschrift im Affekt zur Coloration greifen! Erst einmal tief in sich hineinhorchen und sich darüber klar werden, welche Wirkung man erzielen möchte. Oft hängen Haarsträhnen im Farbton der Coloration am Verkaufsregal. Die bitte unbedingt ans Gesicht halten, um zu prüfen, ob der Farbton mit dem Teint harmoniert.

Frauen mit olivfarbenem Teint wirken, sagt Eren Bektas, mit blondem Haar sehr schnell fahl und älter. Schwarze Haare können zu sehr heller Haut à la Dita Von Teese sehr sexy sein. Wer extreme Farbsprünge macht, muss die Augenbrauen entsprechend umfärben und auch das Make-up anpassen. Ist der richtige Farbton gefunden (der, mit dem man sich am wohlsten fühlt!), sollte man dabei bleiben und immer nur den Ansatz nachfärben. Feuchtigkeitspflege sorgt dafür, dass die Farbpigmente lange erhalten bleiben.

Irina Lange gala.de

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