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Locken, die rocken Rockabilly-Frisuren: Fünf tolle Anleitungen

Bourlesque-Star Dita Von Teese und Sängerin Pink lieben den Rockabilly-Look.
Bourlesque-Star Dita Von Teese und Sängerin Pink lieben den Rockabilly-Look.
© Getty Images
Toll, toller, Tolle: Rockabilly ist der Vintage-Trend aus den USA. Stars wie Pink und Dita Von Teese lieben es sich im Stil der 50er-Jahre zu stylen. GALA stellt fünf einfache Anleitungen für eine aufregende Rockabilly-Frisur vor

Der Rockabilly-Style ist scheinbar zeitlos: Party's und Konzerte im Stil der 1950er werde auch heute noch gern gefeiert. Doch was steckt hinter der Rockabilly-Bewegung und wie stylt man Outfit, Make-up und Frisur für einen authentischen Retro-Look? 

Rockabilly: Rebellen & Retro-Style der 50er

Der Rockabilly ist ursprünglich ein Musikstil aus den USA der 50er-Jahre. Künstler wie Elvis Presley, Johnny Cash oder Buddy Holly wirbelten das Musikbusiness auf. Ihre Songs spiegelten das Lebensgefühl der jungen Generation wider, die sich von den strengen Moralvorstellungen voriger Jahrzehnte lösen wollte. Weg von der Kultur adretter Sonntagskleidung und der Frau hinterm Herd. Frisuren und Make-up wurden auffälliger, wilder und bunter. Die Frauen trugen schwingende Petticoats (bauschig-weite Unterröcke) und knallroten Lippenstift. Die Männer gelten sich das Haar zur Tolle und übten sich im lasziven Hüftschwung von Elvis. 

Rockabilly-Frisur - So stylt man sie richtig

Der Vintage-Stil der 50er ist auch heute noch angesagt. Das zeigen Stars wie Burlesque-Ikone Dita Von Teese oder Sängerin Pink mit ihren Outfits. Der üppige Rockabilly-Look für die Frau schmeichelt der Figur und ist darauf ausgelegt ihre Kurven zu betonen. Der Style für Männer hingegen ist betont lässig, bequem und versprüht einen Hauch von Rebellion. Es gibt eine ganze Szene, die sich mit dem Lifestyle rund um Rock’n’Roll-Tanz, Musik, Filme und Frisuren dieser Zeit beschäftigt.

Das trägt die Rockabella

Petticoat, Bleistiftrock, Bluse mit Punkten, Karos oder Kirschen. Details wie Schleifen und Puffärmel dürfen natürlich auch nicht fehlen. Dazu passen Riemchen-Pumps oder Peep Toes.

Das trägt der Rockabilly

Lederjacke, darunter ein schlichtes weißes Shirt, Dark Denim Jeans und derbe Bikerstiefel. Auch beliebt sind Karohemden und College Jacken. 

Wer den Retro-Trend im Alltag ausprobieren möchte, für den muss es ja nicht gleich der bauschige Unterrock sein. Einzelne Elemente aus dem Rockabilly-Stil lassen sich gut mit modernen Teilen kombinieren. Eine hochgeknotete Karobluse zur Jeans oder eine niedliche Schluppenbluse mit Puffärmeln machen den Retro-Trend alltagstauglich.

Das passende Make-up

Zum gelungenen Retro-Make-Up gehören vor allem zwei Zutaten: ein klassisch-schwarz geschwungener Lidstrich und knallige Lippenfarben. Für den Lidstrich verwendet man am besten wasserfesten, flüssigen Eyeliner. Er hat den Vorteil, dass der Lidstrich auch beim Rock 'n' Roll-Tanzen nicht verwischen kann. Auffälliger, roter Lippenstift macht den Style komplett. Natürlich sollte das Rot auf den Hauttyp abgestimmt werden. Heller Haut schmeicheln Korall- und Orange-Töne, zu dunklerer Haut passen eher beerige Rottöne oder Kirschrot. Doch das Make-up ist beim Styling nur die halbe Miete - erst die kunstvolle Haarpracht rundet den Style ab.

Rockabilly-Frisuren: 5 einfache Anleitungen

Ob platinblonde Lockenpracht wie bei Marylin Monroe oder pechschwarze Mähne á la Bettie Page. Ob mit geradem Pony oder Tolle: Rockabilly-Frisuren sind Vielfalt pur. Eines muss die perfekte Rockabilly-Frisur sein: auffällig und schwungvoll voluminös. Die Looks können frech und mädchenhaft oder verführerisch und weiblich gestylt werden. GALA zeigt, wie man Locken, Tolle und Bandana-Frisuren ganz einfach selbst machen kann. Ganz wichtig: Am besten jetzt schon mal das Haarspray bereithalten.

1. Lockenpracht mit Tolle 

Ein ganz schneller Retro-Look ist die Tolle. Sie zaubert in wenigen Minuten 50er-Jahre-Feeling. Die Haare dafür mit einem Lockenstab zu großen Wellen eindrehen und mit Haarspray fixieren. Danach die Haare leicht nach hinten bürsten (Vorsicht, nicht die Locken ausbürsten) und die Ponypartie vorn abteilen. Nun das Ponyhaar mit einem Kamm leicht antoupieren und anschließend zu einer Tolle nach hinten legen. Die Tolle mit Haarnadeln feststecken. Als letztes die seitlichen Haarpartien nach hinten eindrehen und ebenfalls feststecken. Fertig? Let's rock! 

2. Bandana binden: Das lässige Haarband

Das Bandana ist ein beliebtes Accessoire der Rockabillys. Mit dem kleinen Paisley-Tuch lassen sich ganz leicht verschiedene Frisuren im 50er-Stil kreieren. Dazu einfach das Tuch zu einem Haarband falten oder einrollen. Anschließend einen hohen Pferdeschwanz binden, das Haarband in den Nacken legen und die Enden mehrmals auf dem Kopf verknoten. "Köln 50667"-Star Yvonne Pferrer steht total auf den Haarband-Look und zeigt auf ihrem Instagram-Account, wie sie das Bandana in offenem Haar trägt. Übrigens: GALA hat für Sie fünf einfache Frisur-Tipps, wie man ein Bandana binden kann. 

3. Victory Rolls - für Anfänger

Die "Victory Rolls" wurden nach einem amerikanischen Flugmanöver benannt. Auch für diese Frisur braucht es etwas Fingerspitzengefühl. Zunächst mit einem Kamm einen Seitenscheitel ziehen. Von der vorderen Ponypartie jeweils links und rechts eine dicke Strähne abteilen. Die Strähnen kurzzeitig wegstecken, da mit ihnen später weitergearbeitet wird. Anschließend die restliche Mähne mit dem Lockenstab zu lockeren Wellen aufdrehen. 
Nun kommen wieder die Strähnen von vorhin zum Einsatz. Aus ihnen formt man die nach innen eingedrehten "Victory Rolls". Jetzt beide Strähnen vom Ansatz aus mit einer Bürste antoupieren. Die Strähnen werden nun links und rechts vom Scheitel nach innen zu einer lockeren Schnecke eingerollt und mit Bobby Pins festgesteckt. 

Nun folgt ein kleiner Check: Wenn die beiden Haarschnecken so zueinander zeigen, dass in der Mitte ein "V“ (wie "Victory“) entsteht, dann haben Sie alles richtig gemacht. Anschließend empfiehlt es sich die Frisur mit viel Haarspray zu fixieren. 

Sängerin Pink zeigt, wie sich die "Victory Rolls" auch mit kurzem Haar in verschiedenen Varianten tragen lassen. Echt rockig!
Sängerin Pink zeigt, wie sich die "Victory Rolls" auch mit kurzem Haar in verschiedenen Varianten tragen lassen. Echt rockig!
© Getty Images

4. Pin-up-Frisur

Diese Frisur ist schnell gezaubert und wird mit auffälligen Accessoires, wie etwa großen Haarspangen zu einem absoluten Hingucker. Zunächst das Haar mit dem Lockenstab zu leichten Wellen eindrehen. Nun einen tiefen Seitenscheitel ziehen. Für den perfekten "Pin-up"-Look zwirbeln Sie eine dicke Haarsträhne auf einer Seite des Scheitels ein, legen diese nach hinten und stecken sie mit Haarnadeln fest. Auf derselben Seite rundet eine große Haarspange, etwa eine angesteckte Seidenblume, den Look ab. Mit geschwungenem Lidstrich und roten Lippen, kann diesem Look niemand widerstehen. 

5. Seitenscheitel mit Tolle - auch für Männer

Für Menschen mit kurzen Haaren eignet sich die Tolle mit Seitenscheitel. Diese Frisur benötigt lediglich viel Pomade. Damit bewaffnet, kämmt man als erstes die Haare gründlich durch. Eine walnussgroße Portion Pomade in den Händen verreiben und von der Mitte aus gleichmäßig im Haar verteilen. Nun die Haare mit einer Bürste nach hinten kämmen und vorne leicht zu einer Tolle hochbürsten. Sie entscheiden selbst, wie hoch oder extrem diese ausfallen soll. Fällt das Haarkonstrukt zusammen, dürfen Sie ruhig zu etwas mehr Pomade greifen. Im letzten Schritt werden die Seiten mit einer Bürste glatt nach hinten gestrichen. Fertig!

Die passende Rockabilly-Frisur gefunden? Dann kann in Sachen Glamour und Style auf der nächsten Rock’n’Roll-Party ja nichts mehr schiefgehen. 

Ann-Christin Busch Gala

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