Frisuren 2014: Best Hair Stories

Manche Schnitte und Stylings gehen einem einfach nicht mehr aus dem Kopf. Hier sind unsere stilbildenden Favoriten der vergangenen 20 Jahre – und ihre Neuinterpretationen

Der legendäre Bob von Uma Thurman (r.) in "Pulp Fiction" wird neuinterpretiert von Chanel auf den Laufsteg gebracht.

Neuer Typ binnen Minuten

Von der langen blonden Mähne zum kantigen schwarzen Bob – ein langer Weg? Nein! Dank Perücke lief Uma Thurmans Umstyling am Set von "Pulp Fiction" turboschnell. Perücken garantieren eine grenzenlose Wandelbarkeit binnen Minuten, was die internationalen Haar-Gurus bis heute zu schätzen wissen. Sam McKnight, Top-Hair-Stylist für Pantene-ProV, erinnert daran, dass man "mit Perücken die verrücktesten Schnitte zaubern kann, ohne dass die echte Haarlänge verändert werden muss". Für diese Saison wandte er den Trick ganz unterschiedlich an. Mal präsentierte er einen Geisha-Bob, mal einen Beatles-Pilzkopf, bei Chanel ein ausgefranstes Pinsel-Styling – passend zur Art-Kollektion. Und Guido Palau, Redkens Creative Consultant, setzte bei Marc Jacobs auf eine Art Playmobil-Helm.

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©Gala

1994 - Uma Thurman

"Pulp Fiction"-Regisseur Quentin Tarantino persönlich verpasste Uma Thurman die Bob-Perücke. Er wollte damit an Stummfilmlegende Louise Brooks erinnern. Bei ihr hieß die Frisur allerdings noch Bubikopf.

Jennifer Anistons "Rachel-Cut" hat die 90er geprägt. Model Karlie Kloss trägt jetzt auch lieber den "Karlie-Cut" statt Wallemähne.

Signature Cut: Der Schnitt hat einen Namen

Ein neuer Haarschnitt ist viel mehr als das beliebteste Tool für ein Make-over. Er kann die Persönlichkeit modifizieren und sogar Karrieren lenken. Denken wir zum Beispiel an den Rachel-Cut. Für Jennifer Aniston, eine der Heldinnen der Erfolgsserie "Friends", brachte er den Karriere-Kick. Oder Meg Ryan. Wer sich an ihre Erfolgskomödien erinnert, der hat sofort den mit dem Messer geschnittenen Stufenschnitt vor Augen. Und hätte Victoria Beckham ohne ihren Pob so schnell den Wandel vom Spice Girl zur Stil-Ikone geschafft? Den jüngsten Coup landete Hair-Stylist Garren Defazio: Er verpasste Model Karlie Kloss, einer superschönen Frau mit superdünnen Strähnen, einen neuen Look. Typisch für den Karlie-Cut ist die fedrige Anmutung. Und der Hype um diese Frisur. Überall auf den Runways tummeln sich mittlerweile Karlie-Klone!

1996 - Jennifer Aniston

Von L. A. bis Leverkusen konnte Ende der Neunziger jeder Friseur den Rachel-Cut aus dem Effeff schneiden: Es war der meist kopierte Haarschnitt der Welt. Jennifer Aniston, die Rachel aus "Friends", hat ihn gehasst. Ihr Figaro Chris McMillan gestand irgendwann, er sei stoned gewesen, als er ihr den extrem stufigen Bob stutzte.

Schmaler, glatter Sleeker!

Was in den Achtzigerjahren Locken und Dauerwellen waren, wird in den Neunzigern der Sleek-Look: der Style, den frau einfach haben muss. Vor allem ein neues Handwerkszeug sorgt dafür, dass alles glatt läuft – das Glätteisen mit Keramikplatten kommt auf den Markt und wird den Fachverkäufern geradezu aus den Händen gerissen. Dieses Tool ist ein Wunderwerk der Technik. Es gibt Wärme gleichmäßig ab und kann deshalb effektiver und viel schonender glätten als all seine Vorgängermodelle in der Styling-Geschichte. Das weiß auch Nicole Kidman zu schätzen, die von der Natur mit einer kaum zu bändigenden Naturkrause ausgestattet wurde: Nun gelingt es ihr mühelos. Sie bleibt dem Style seit zwei Jahrzehnten treu – und gerade heute gilt er ja als extrem sophisticated.

Der Hype um Curly Carrie

Was in den sechs Staffeln "Sex And The City" (bis 2004) auf Miss Carrie Bradshaws Kopf passierte, war mindestens so trendy wie alles, was mit ihren Outfits zusammenhing. So kreativ, wie ihre Stylistin – und auch Sarah Jessica Parker privat – Klamotten zusammenwürfelte, so inspiriert zeigte sich ihre Haar-Expertin Mandy Lyons am Set: "Ich hatte den Anspruch, jedesmal etwas Neues zu kreieren." Heraus kamen kleine Curls oder mit viel Haarschaum definierte Locken, verwegene Beach-Waves oder gekreppte Haarenden wie im zweiten "Sex And The City"-Kinofilm. Fazit: wechselte ihre Locken-Looks sicher noch häufiger als ihre Freundin Samantha die Liebhaber.

1998 - Sarah Jessica Parker

Die blonden Locken von Kolumnistin Carrie Bradshaw gehören zu "Sex And The City" wie Louboutins und Cosmopolitans. Zwar ist das krause Haar von Schauspielerin Sarah Jessica Parker naturgegeben, dennoch wurde jede Menge Arbeit in Carrie's Curls gesteckt. "Ich hatte immer fünf Lockenstäbe im Einsatz", verrät Hair-Stylistin Mandy Lyons. Waren die Locken zunächst noch kringelig, wurden sie später zu lässigen Beach-Waves.

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