Gezwirbelt, stoppelig, buschig: Bartfrisuren: Männliche Styles, Klassiker, Trends & Inspiration

Männer wissen: Bartfrisuren können beeindrucken! Ewig ohne Bart unterwegs und auf einmal mit? Das hat in etwa den gleichen Effekt, wie wenn Frauen sich plötzlich ihre langen Haare abschneiden. Der Bart ist zwar ungefähr so alt wie die Menschheit, dennoch gibt es jedes Jahr neue Trends. Ein Überblick

Bartfrisuren sind männlich und zeitlos. Oft stecken Männer viel Zeit und Mühe in die für sie perfekte Form, denn bei Bärten gilt: ohne Fleiß kein Preis.

Männerfrisuren finden nicht nur auf dem Kopf statt. Gezwirbelt, gebogen, buschig, schmal oder stoppelig – der männliche Bart ist so wandelbar wie ein Chamäleon. Bärte symbolisieren Männlichkeit. Und trotz der hohen Individualität, gibt es auch Barttrends. So war das Jahr 2018 nicht nur ein Höhepunkt für den Man Bun, sondern auch für den Hipster-Bart. Plötzlich schossen Bartpflege-Start-ups wie Pilze aus dem Boden. Egal ob Vollbart, Goatee, oder Drei-, Fünf- oder Zehn-Tage-Bart – diese Bärte sind niemals out!

Bartfrisuren: Die top 3 Klassiker

Bärte befinden sich im Wandel der Zeit. Doch auch in Sachen Bartfrisuren wird das Rad nicht neu erfunden. Trends picken sich häufig einen alten Bart-Klassiker heraus, lassen ihn aufleben und lediglich kleine Details werden verändert oder hinzugefügt. So entstehen neue Bartfrisuren im Retro-Style auf Basis der altbewährten Männermähnen. Die folgenden drei Bartvarianten etwa kommen nie aus der Mode.

Beauty-Tutorial

Partytaugliche Hochsteckfrisur

Beauty-Tutorial: Partytaugliche Hochsteckfrisur

"Es scheint, als sei der Bart für unsere affenähnlichen Vorfahren ein Ornament gewesen, mit dem die Männchen versuchten, die Weibchen zu bezaubern oder zu erregen" (Charles Darwin

1. Der 3-Tage-Bart / 10-Tage-Bart

Frauen finden ihn sexy, den 3-Tage-Bart. Chris Pine aber auch!

Viele Frauen und Männer lieben ihn, den 3-Tage-Bart. Der Bart ist, wie der Name verrät, schnell gewachsen, wirkt attraktiv und machmal sogar verwegen. Er ist unterm Strich einer der Bart-Klassiker mit einer nicht zu unterschätzenden Anziehungskraft. Doch was nach Improvisation aussieht, ist pure Berechnung. Jeder Bart und sieht er noch so spontan gewachsen aus ist kleinteilige Handarbeit. Vorab dürfen Sie sich eine universelle Bart-Regel merken, die für alle Styles gilt: Ungepflegte Bärte sind ein absolutes No-Go! Gepflegte Bärte hingegen schaffen es in heutigen Zeiten auch problemlos in die Führungsetage. Das Gute am allseits beliebten 3-Tage-Bart? Seine Pflege gestaltet sich relativ einfach. Mögen Sie es lieber fein getrimmt, oder doch etwas länger? Stichwort Länge: Oft braucht selbst der kurz getrimmte 3-Tage-Bart in Wirklichkeit auch sechs Tage bis er gleichmäßig dicht gewachsen ist. Apropos Wachstum: Der 3-Tage-Bart wird je nach Züchtungsperiode auch 5-Tage-Bart, oder 10-Tage-Bart genannt.

♦ Generell: Barthaare wachsen nicht gleich schnell und von Mann zu Mann unterschiedlich.
♦ Tipp: Für den optimalen Drei-, oder Zehn-Tage-Bart rasieren Sie die Kontur an den Wangen möglichst hoch, jedoch nur so weit oben, dass unterhalb noch dichter, gleichmäßiger Bartwuchs zu sehen ist. Achten Sie unbedingt auf die Symmetrie beider Wangen. Das Ergebnis wird Ihren Bartlook zu einem echten Attraktivitätsbooster machen.

2. Vollbart, Hollywoodian & Hipster-Bart

Ben Affleck zeigt eine sehr gepflegte Variante eines Bartes, dem "Hollywoodian" – der Bart der Stars. Der Hollywoodian ist ein richtiger Star unter den Bart-Stilen und bezeichnet einen Vollbart, bei dem die Backen ausgespart werden und die Haut glatt rasiert ist.

Der Vollbart erlebt derzeit ein Comeback. Der moderne Mann zeigt wieder stolz seine Maskulinität. Doch birgt der buschige Style auch Gefahren. Schließlich ist besonders diese ful­mi­nante Bartfrisur ein schmaler Grad zwischen souveränem Style und ungepflegt aussehendem Wildwuchsdschungel, wie etwa beim Schauspieler Jason Momoa für seine Hauptrolle in "Aquaman". Der Vollbart wird nämlich erst zu einem richtigen Blickfang, wenn er gleichmäßig auf Länge getrimmt wurde und die Konturen symmetrisch verlaufen. Übrigens kann die Mähne erst nach circa sechs Wochen offiziell Vollbart genannt werden. Außerdem variieren die Namen der Bartfrisuren je nachdem welche Form ihr Rauschebart mit sich bringt.

Im Jahr 2018 erlebte der etwas andere Vollbart, der so genannte "ZZ-Bart" ein absolutes Comeback. Den ZZ-Bart definiert ein überlanger Vollbart, der über Monate und Jahrzehnte an Länge gewinnt. Der ZZ ist vergleichbar mit dem Haupthaar. Er braucht Pflege und muss regelmäßig mit Shampoo behandelt werden.

Wem steht der ZZ-Bart / Hipster-Bart?

Kein seltener Anblick in maritimen Hafenstädten oder in Szenevierteln urbaner Räume: der Hipster Bart ist im Grunde genommen nichts anderes als ein klassischer Vollbart. 

Wir schreiben das Jahr 2019. Ist der Hipster-Vollbart also schon wieder out? "Nein, der bleibt! Aber unabhängig von Trends, ist es viel wichtiger, dass der Bart zum individuellen Bartwuchs passt. Also: Bei spärlichem Haarwachstum lieber nur Dreitagebart tragen als einen unregelmäßigen Vollbart", erklären die Gründer der Hamburger Männermarke "Brooklyn Soap Company" Felix Ermer, Viktor Dik und Jonas Hillebrecht gegenüber der Zeitschrift "Menshealth". 

Vorteil: Der volle Bart steht jedem Mann, der den richtigen Bartwuchs für eine volle Matte hat. Die Gesichtsform ist für den Look nicht ausschlaggebend. Fazit: Die komplette Gesichtsbehaarung steht jeder Gesichtsform.
♦ Tipp: Besonders bei Vollbärten ist auf einen strengen Längen- und Konturenverlauf zu achten. Ist auch der Hals optisch nicht klar von Barthaaren befreit, wirkt er schnell unseriös und ungepflegt.

Jason Momoas Beispiel zeigt den Unterschied von einem Vollbart, der in Form ist und einem, der eher ungepflegt aussieht.

Vollbart-Bartfrisuren-Variationen

  • French Fork: Ein Vollbart mit rasierten Backenpartien, der in der Mitte geteilt ist und daher etwas an die Form einer Gabel erinnert. French-Fork-Bartträger sind eher selten anzutreffen, doch es gibt sie.
  • Ducktail: Ein klassischer Ducktail hat nichts mit einem Rauschebart à la Dumbledore zu tun. Vielmehr ist es ein kurz geschnittener Vollbart, der zum Kinn hin ein wenig spitz zuläuft, was ihm ein kleines bisschen das Aussehen eines Entenschwanzes verleiht.

3. Schnurrbart / Oberlippenbart

Wie sexy ein Schnurrbart wirken kann, zeigt der "Highschool Musical"-Schauspieler Zac Efron bei der Premiere von "The Greatest Showman" im Dezember 2017 in Sydney, Australien.

Was für Tom Selleck in der TV-Serie "Magnum" ein Markenzeichen ist, ist für andere Männer ein Gag oder Experiment. Sieht man auf einmal viele Schnurrbärte in seiner Umgebung, stellt sich die Frage: Haben wir denn schon November? Der Schnurrbart ist aufgrund einer Spendenaktion namens "Movember" (Kunstwort, abgeleitet vom englischen "Moustache" und "November") nämlich besonders häufig im Monat November anzutreffen. Zugegeben, der Schnurrbart ist wohl die extravaganteste Variante unter den Bart-Klassikern. Offenbar ist es so: Wer Schnurrbart trägt, zeigt eine gewisse Liebe zum Detail oder steht einfach auf den Pornobalken, oder die böse geschimpfte Popelbremse. Und kommt der Oberlippenbart in vielen Varianten daher: Er kann schlicht ausfallen, dick oder dünn, lang oder kurz oder gar gezwirbelt sein, wie zum Beispiel beim Moderator Horst Lichter. Eines steht fest: Schnäuzer, Schnurrbart oder Moustache – Männer haben den Klassiker unter den Bartfrisuren wiederentdeckt. Sein Retro-Charme macht den Oberlippenbart eben zurecht populär und in vielen Beispielen sogar sexy.

♦ No-Go: Wer mit dem Schnauzer auf Frauenfang geht, sollte unbedingt darauf achten, dass die Barthaare nicht unkontrolliert über die Oberlippe hinauswachsen. Das sieht keine Frau beim Küssen gerne und lässt es deshalb gegebenenfalls.

Weitere Bartfrisuren

Nebst den Klassikern, gibt es zahlreiche weitere Styles der stoppeligen oder lauschigen Gesichtsbehaarung. Im Folgenden stellt GALA Kombi-Bärte und Trend-Styles vor – zur Inspiration oder einfach damit Sie in Zukunft mit fancy Fachwissen glänzen können.

– Bartfrisur: Goatee / Ziegenbart

Kinnbart, Spitzbart oder Van Dyck?

In den 90ern sah man den Goatee gefühlt an jedem zweiten Mann. Kurzzeitig erlebte der Goatee (abgeleitet vom englischen Wort für Ziege) ein Revival dank Hollywood: Brad Pitt, Jared Leto und Collin Farell zeigten, dass so ein Ziegenbart zwar wiederbelebt werden kann, aber auch, dass der Bart nicht automatisch schön ist, nur weil ihn ein Hollywood-Star trägt. Denn auch hier gilt: In Kombination mit zerzausten Haaren wirkt der Goatee ab einer gewissen Länge leider schnell ungepflegt und undefiniert. Grundsätzlich definiert den im deutsch bezeichneten Spitzbart ein nach unten spitz zulaufender Kinnbart.

So geht's: Am besten ist es, wenn man den Ziegenbart anfangs etwas breiter wachsen lässt, damit man schauen kann, welche Breite am besten zur eigenen Gesichtsform passt und wie das ganze überhaupt aussieht. Wichtig ist, wenn man die richtige Länge und Breite gefunden hat, dass der Ziegenbart symmetrisch und gleichmäßig ist, sonst droht der ungepflegte Look.

Der sonst eher glattrasierte "James Bond"-Darsteller Pierce Brosnan hat sich im Jahr 2005 einem Bartexperiment unterzogen und zeigt sich mit einem Goatee. Die Bartfrisur kann jedoch auch als Van-Dyke-Bart durchgehen, da Brosnan einen Oberlippenbart mit einem Ziegenbart kombiniert.

Chin, chin! Der Kinnbart allein ist extrem wandlungsfähig und kann auch ganz ohne Schnurrbart getragen werden. Sie wünschen einen präzisen, schneidigen Look? Dann ist ein dünn rasierter Kinnbart entlang der Kinnfalte bis zur Unterlippe eine gute Wahl. Sie haben ein wenig ausgeprägtes Kinn und möchten es optisch kaschieren? Dann ist ein breiter Kinnbart genau das Richtige für den Daily-Look.

Sie sehen, die Definitionen und Varianten des Goatees sind vielfältig. Grundsätzlich kann der Goatee in unterschiedlicher Länge und Ausprägung getragen werden. Der Kinnbart, egal ob spitz oder rund rasiert, verpasst dem Gesicht markante Züge. Ein voller Goatee mit einem separaten Schnurrbart? Auch kein Problem, diese Form nennt sich Van-Dyck-Bart. Doch nicht nur die Länge des Barts variiert, auch das Styling kann ganz unterschiedlich ausfallen: Manch einer zwirbelt den Bart, manch anderer liebt es etwas kürzer und definierter – das ist Geschmackssache und schlussendlich ganz Ihnen überlassen. 

– Soul Patch: Ist weniger mehr?

Schauspieler Jesse Metcalfe zeigt sich im Jahr 2011 mit einem Soul Patch. Um diesen zu bekommen, müssen Sie einfach nur einen Kinnbart stehen lassen, und wenn dieser dicht genug ist, alle Barthaare abrasieren, bis nur noch ein kleiner Fleck in der Mitte des Kinns übrig bleibt. Fertig ist Ihr Soul Patch!

Der Soul Patch beschreibt einen kleinen Bartfleck unter der Unterlippe des Mannes, wie er in den 1950er und 1960er Jahren in den USA populär war. Er besteht aus einem schmalen Streifen von Haarwuchs direkt unter der Unterlippe und schließt oberhalb des Kinns ab. Der Bartstyle ist klein und dennoch nicht zu übersehen. Anders als der gefühlvolle Name vermuten lässt, polarisiert dieser kontrovers diskutierte Bartstyle auch etwas. Mit anderen Worten: Ein Bart und viele Meinungen! Denn beim Soul Patch gehen die Meinungen weit auseinander. Sexy sagen die einen, blamabel sagen die anderen.

Vorteil: Diese Bartvariante ist eine unkomplizierte was die Pflege und den Aufwand angeht. Außerdem eine gute Möglichkeit sich generell ans Barttragen heranzutasten. 
♦ Tipp: Der kleine Bartfleck steht nicht jedem Mann. Wenn Sie von Natur aus ein etwas längliches Gesicht haben, ist der Soul Patch nicht die beste Wahl, da er im wahrsten Sinne des Wortes ein langes Gesicht macht.
Der schmale Oberlippenbart kombiniert mit einem Soul Patch ist Geschmacksache, denn das kann schnell albern wirken. Gleiches gilt auch für die Glatze zum Soul Patch, das ist vielen ein bisschen too much.

– Knebelbart royale: Der Victor-Emanuel-Bart

Der Knebelbart, wenn auch in abgemildeter Form: Kit Harrington trägt den Musektierbart bei der "Gunpowder"-Premiere in London.

Der Victor-Emanuel-Bart hat den Ruf ein Bart für Snobs zu sein und dieser Ruf kommt nicht von ungefähr. Neben dem italienischen König schätzen vor allem Herren aus dem Adel diesen Bart. Dieser Bartlook ist eine Unterform des Ziegenbarts, denn handelt es sich um eine Gentleman-like Kombination aus Kinn- und imposanten Schnurrbart. Der Victor-Emanuel-Bart wird auch Musketierbart oder Knebelbart genannt. Die Haare des Moustache sind lang genug um sie leicht nach oben zwirbeln zu können, während dies des Chin Puff / Chin Strips etwas kürzer getrimmt sind. Diese Frisur wirkt royal, extravagant und klassisch sowie zugleich maskulin und elegant. Der schnittige Look ist definitiv etwas für selbstbewusste Männer, die ihre Persönlichkeit gern nach außen tragen. Berühmte Träger wie die Schauspieler Johnny Depp und Orlando Bloom beweisen, dass es jedoch kein "arroganter" Bart ist, sondern eher einer für den Mann von Welt.

♦ Wem steht's? Der Victor-Emanuel-Bart ist perfekt für Männer mit runderen oder herzförmigen Gesichtern, denn der Bart verlängert das Gesicht optisch. Aber auch Männer mit länglichen Gesichtern können den Bart getrost tragen, da der Schnurrbart das Gesicht kürzer wirken lässt. Wichtiger als die Gesichtsform ist, ob die Bartform auch gefällt.
♦ So geht's: Für den späteren Schnurrbart benötigt man eine gute Länge, schließlich soll dieser im Finish gezwirbelt und in Form gebracht werden. Dafür muss der Schnauzer im nächsten Schritt vorsichtig und gleichmäßig gestutzt werden. Der Kinnbart hingegen darf eben nicht zu lang werden, da er später nicht zu breit sein darf. Schließlich soll der gesamte Look elegant wirken.

– Henriquatre, der Rund-um-den-Mund-Bart

Brad Pitt beweist: Die Bartfrisur Henriquatre ist sexy, verspielt und smart in einem. Der Rund-um-den-Mund-Bart zeichnet sich durch seine Kombi mit dem Soul Patch aus.

Wie der Victor-Emanuel-Bart ist auch der Henriquatre ein eher königlicher Bart. Haben Sie in Geschichte aufgepasst? Heinrich IV. war König von Frankreich und machte durch Attentate, Intrigen, Hochzeiten natürlich durch seinen Bart von sich reden. Heinrichs Bart ist eine Kombination aus einem Oberlippen- und einem Kinnbart, wobei die Wangen und Halspartie glatt rasiert werden. Auch wenn dieser Bart einen royalen Touch hat, stimmt es nicht, dass die Träger dieses Barts übermäßig eitel sind. Brad Pitt trägt den Rund-um-den-Mund-Bart auf eine sehr nahbare und lässige Art und Weise.

So geht's: Am besten lassen Sie sich zunächst einen Vollbart stehen. Dann werden die Wangenpartien und den Hals glatt rasiert. Aufgepasst! Der Henriquatre muss sehr akkurat geschnitten werden. Wenn es beim ersten Mal nicht gelingt, gib nicht auf und versuch es einfach noch mal, denn bekanntlich macht nur Übung den Meister.

– Schifferkrause á la Lincoln

Hugh Jackman trägt für Dreharbeiten die Schifferskrause im Januar 2009.

Die Schifferkrause, auch Lincoln oder Chin Curtain genannt, ist eine ausgeprägte Form des Chin Straps. Hierfür werden die Haare entlang der Kieferlinie und auf den Wangen deutlich länger getragen. Für die Ursprungsvariante wird der Oberlippenbart wegrasiert. Damit der Look modern und nicht "irgendwie unvollständig" wirkt, sollte aber ein Oberlippenbart stehen bleiben. Läuft der Bart am Kinn spitz zu, wirkt es außerdem sehr maskulin. Bekannter Träger dieses Bartes war der amerikanische Präsident Abraham Lincoln, nach dem der Bart benannt ist. Er versuchte mit diesem Bart, seinem Gesicht vor allem mehr Fülle zu verleihen. Allerdings hat die Schifferkrause den gegenteiligen Effekt.

Vorteil: Männer mit Schifferkrause wirken selbstbewusst und ein paar Kilo schlanker, als sie eigentlich sind.
Pflege-Tipp: Der Bart sollte regelmäßig getrimmt und in Form gehalten werden.

– Bartfrisur: Koteletten / Backenbart

Bartfrisur Koteletten oder Vollbart, so kennt man ihn. Den "The Beatles"-Musiker John Lennon (†1980).

Koteletten (auch Backenbart genannt, von französisch côté "Seite“ abgeleitet) sind seitliche Barthaare an beiden Gesichtshälften. Beginnend beim Haaransatz der Haupthaare reichen die Koteletten meist in Form eines senkrechten Streifens bis tief ins Gesicht. In den Vereinigten Staaten heißt diese Bartfrisur übrigens "Sideburns". Der Inbegriff des Backenbarts war mit großer Sicherheit der Musiker Elvis Presley (†1977). Doch auch der britische "The Beatles"-Musiker John Lennon (†1980) war ein berühmter Vertreter dieses Bartstyles.

– Der Rap Industry Standard 

Bartfrisur vom feinsten: Der Rap Industry Standard von 50 Cent

Der Rap Industry Standard (kurz: RIS) ist definitv der Musiker unter den Bärten. Der sieht nicht nur extrem aus, er ist auch extrem schwierig zu frisieren. Der Rap Industry Standard besteht aus einem sehr dünnen Schnurrbart, der an den Seiten in ebenso dünnen Linien bis zur Kante des Kinns verläuft. Parallel dazu verläuft der Backenbart, welche Überraschung, auch in extrem dünnen Linien. Wenn alles perfekt läuft, dann treffen sich alle Teile des Barts unterhalb deiner Mundwinkel. Klingt kompliziert? Ein bisschen! Daher ist der Rap Industry Standard nichts für zittrige Hände. Seine sehr dünnen Linien, müssen sorgfältig gestylt werden. Und obwohl sehr viele Gesichtspartien (Kinn, Wangen, Oberlippe) involviert sind, ist letztendlich nur ein Hauch von Bart zu sehen. Der Rapper 50 Cent zeigt, wie ein guter RIS auszusehen hat. Fazit: Der RIS macht extrem viel Arbeit, sieht aber auch extrem schick aus. Trauen Sie sich!

Vorab-Info: Fällt die Entscheidung für den Rap Industry Standard, kommt eine Menge Arbeit auf Sie zu. 

– Fu Manchu Bartfrisur

Bartfrisur: Fu Manchu

Der Fu Manchu ist der Asiate unter den Bärten. Der Dr. Fu Manchu hat diesem originellen Bart seinen Namen gegeben, denn die böse Filmfigur trug den Oberlippenbart als Erster. Ihn definiert ein Oberlippenbart in Verbindung mit dünnen senkrecht-herabhängenden Streifen zur Rechten und Linken des Mundes. Ohne Barttrimmer und Rasiermesser läuft beim Styling des Fu Manchu Barts nicht viel. Der Bart wächst alleine aus dem Oberlippenbart, und während die Wangen und das Kinn immer wieder glatt rasiert werden, bleibt der Schnauzer stehen und wird immer länger. Der originale Fu Manchu ist hauchdünn. Die Erfahrung zeigt, das ein so präzises Ergebnis nur mit einem Barttrimmer erreicht werden kann. Sie sind geschickt? Dann kann es auch mit einem scharfen Rasiermesser hinhauen. Optimal ist der Fu Manchu, wenn die Enden über dem Kinnrand hängen. Wrestling-Ikone Hulk Hogen trägt seinen Fu Manchu eher in eckiger Kastenform wie ein umgedrehtes Hufeisen.

Bartfrisuren bedürfen der Bartpflege

Für echt bärtige Kerle gibt es Materialien zur Rasur: Gute Rasierer mit oder ohne Barttrimmer zum stutzen, alternativ eine scharfe Schere. Ergänzend gibt es für den Mann von heute auch unterschiedlichste Bartpflegesets: Bartshampoo, -seife, -öl, -creme, -balsam, -pomade, -wachs, -kamm oder -bürste. Es gibt wirklich nichts, das es nicht gibt. Nebst einem strengen Auge auf klar abgegrenzte Bartfrisuren, helfen einem diese Utensilien bei der Pflege Ihres Bartes damit er nicht ungepflegt wirkt. Sie erinnern sich? Das ist und bleibt die goldene Bart-Regel!

Verwendete Quelle: "Menshealth"

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