natürliche Strähnchen: Balayage: Freihand-Contouring fürs Haar

Was war die Welt bloß ohne die Balayage-Technik? Richtig, eine Welt mit Folien-Strähnchen wie etwa in den 90er Jahren. Auch die Methoden des Haarefärbens entwickeln sich weiter und bringen tolle Ergebnisse hervor – GALA stellt diese vor

Die neusten Haarfärbetechniken erlauben es, endlich Farbakzente zu setzen, ohne dabei das gesamte Haar einheitlich andersfarbig zu gestalten. Immer mehr Frauen entscheiden sich für sogenannte Highlights, als für eine Komplett-Blondierung. Diese Revolution ermöglicht verschiedene Farblooks, die mit ihrer absoluten Natürlichkeit bestechen. Was ist das Geheimnis hinter der neuen Technik? Wie unterscheidet sich Balayage von Ombré? Und für welche Haartypen und -farben eignet sich die Methode eigentlich?

Was ist ein Balayage?

Lena Gercke 

Kolumne: Call of Beauty

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Der Balayage ist Contouring fürs Haar und damit ein anhaltender Farbtrend. Im Mittelpunkt steht die besondere Technik, bei der die Haare freihändig mit einem Pinsel "bemalt" werden. Die Färbetechnik spiegelt sich auch im Wort "Balayage" wider. Das französische Verb "balayer" bedeutet in etwa "fegen". Das Haar wird also zur Leinwand und Ihr Friseur zum Künstler bewaffnet mit einem Pinsel in der Hand. Diese spezielle Fege-Technik dient dazu, die Strähnchen ins Haar zu arbeiten. Die Haare werden in die Hand genommen und mit der Farbe eingestrichen – so können unterschiedlich intensive Farbmischungen entstehen, die einen sehr lebendigen Look zaubern.

Video-Tutorial – Trendfrisur

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©Gala

Balayage: Unterschied zum Ombre

Ist der Balayage der neue Ombré? Nicht ganz, denn auch wenn beides beliebte Färbetechniken sind, unterscheidet sich die Technik deutlich in ihren Styles: Der markante Unterschied zwischen Balayage und Ombré ist die Intensität des Farbkonstrasts. Während der beliebte Ombré einen deutlichen Farbwechsel im Zwei-Stufen-Look zwischen Haaransatz- und Spitzen im "Latte-Macchiato-Stil" zaubert, setzt der Balayage auf einen natürlichen Strähnen-Look, der unauffälliger wirkt.

Färbetechnik

Ombré Hair: Der Farbtrend der Stars für alle Haarfarben

Drew Barrymore
Alessandra Ambrosio
Ciara
Rosie Huntington-Whiteley

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Wer kann Balayage tragen?

Grundsätzlich können Frauen mit allen Frisuren einen Balayage tragen. Ob wilde Lockenmähne, mit oder ohne Undercut, einem Bob oder mit raspelkurzem Pixie-Cut - die Technik funktioniert bei jeder Frisur. Das beste Ergebnis wird bei mittellangen Schnitten oder langen Haaren erzielt. Jede Naturhaarfarbe kann mit der Balayagetechnik aufgefrischt werden, indem andersfarbige Highlights unter die eigene Haarfarbe gemischt werden.

Stars, die Balayage tragen

Wie gut dieser Look aussieht, zeigen Rachel Bilson, Gisele Bündchen, Sarah Jessica Parker, Sienna Miller, Cara Delevingne und viele weitere Stars – sie alle tragen ganz natürlich wirkende Haarfarben und zwar dank dieser revolutionären Haarfärbetechnik: dem Balayage. Der Look funktioniert für jeden Typ und in nahezu jeder Variation. Somit ist es kaum verwunderlich, dass die Trendfrisur auch im Alltag der Frauen angekommen ist.

Welche Styles und Farben gibt es?

Egal ob brünett, blond oder rothaarig – die freihändige Färbetechnik lässt sich in nahezu jedem Haar in vielen Farbvarianten umsetzen. Diese Styles und Farben in unterschiedlichen Abstufungen sind also möglich:

Zarte Babylights: Strähnchen, wie von der Sonne geküsst

Die Trend-Strähnchen des Sommers heißen Babylights. Warum wir sie unbedingt auf dem Kopf haben wollen? Wie der Name "Babylights" schon verrät, zielt diese Technik darauf ab, nur leichte Farbakzente zu setzen. Im Gegensatz zu den Blocksträhnen, deren Comeback wir zurecht fürchten, ist die Idee nur dünne Haarpartien einzufärben und somit leichte "Babylights"-Akzente zu setzen. Die Idee hinter dem Prinzip sind hellere Strähnen neben dem Naturfarbton der eigenen Haare – eben so, als hätte die Sonne ihren Dienst getan und diesen natürlichen Look während des Sommers gezaubert. Wie im Falle des australischen Models Miranda Kerr wird das Gesicht oftmals mit helleren Farben umrandet. 

Miranda Kerr

Tortoiseshell-Hair

Werden helle und dunkle Strähnchen, sogenannte Highlights und Lowlights, ins Haar gearbeitet, spricht man von Tortoiseshell-Hair. Dabei stehen auch hier weiche Übergänge und wenig Kontrast im Vordergrund, denn der Tortoiseshell-Haartrend (auch Ecaille genannt) definiert sich durch einen möglichst soften Farbverlauf. Wichtig dabei: Die Farben sollten nicht stark von der Grundhaarfarbe abweichen. Ein gutes Beispiel für die Tortoiseshell-Haare ist das US-amerikanisches Model Chrissy Teigen.

Bronde, die ideale Sommerfarbe

Wer ein echtes "Bronde-Girl" werden möchte, kombiniert blonde und braune Strähnchen und zaubert sich einen faszinierend natürlichen Look. Das Wort "Bronde" setzt sich aus dem Englische "brown" und "blonde" zusammen. Sonnengeküsste Haare entstehen durch das Zusammenspiel mehrerer Farbtöne. Cara Delevingne zeigt, wie gut Bronde aussieht.

Tigereye-Hair

Wenn man warme Braun- und Goldnuancen ins Haar gibt und mischt, so wie bei "O.C., California"-Star Rachel Bilson, wirkt der Tigereye-Balayage besonders zauberhaft. Die Farbgebung soll dabei an den Edelstein Tigerauge erinnern. Ein einfach sehr interessanter Style für Brünette.

Balayage in roségold, karamell oder lila

Der Balayage redefiniert die Art, wie Farbe und Highlights zusammenwirken. Fast alles ist möglich: aschblond, karamel, roségold oder lila Akzente im Balayage-Stil. Die Schattierungen und Übergänge sind so tadellos, dass sich Frisurenwerke kreieren lassen, die es in sich haben. Roségoldene Strähnen machen sich besonders gut in hellbraunem oder blondem Haar.

Schauspielerin Rachel McAdams zeigt, wie lebhaft roségoldene Haare aussehen können. Für die mutigen brünetten oder dunkelhaarigen Frauen sind lilafarbene Highlights á la Katy Perry eine wunderbare Inspiration, um Abwechslung in den eigenen Style zu bringen

Beim Balayage-Trend ist nahezu alles vorstellbar. Die Färbetechnik macht es endlich möglich, Haarpartien andersfarbig zu gestalten ohne direkt diesen einen Look beibehalten zu müssen. Denn, wer ausnahmsweise Highlights im eigenen Haar plant braucht - dank der Balayage-Revolution - die Farbe nur rauswachsen zu lassen. Perfekt für all diejenigen, die sich mal an etwas Neues wagren, oder sich langsam an eine neue Haarfarbe heranstasten möchten.

Selbsttest der Paiting-Methode:

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