Valerie Hermann Au revoir Reed Krakoff

Valerie Hermann
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Mode-Expertin Valerie Hermann verlässt die Firma Reed Krakoff Co.

Valerie Hermann gibt ihre Position bei Reed Krakoff Co. auf.

Die Französin ist seit 2011 die Präsidentin und Vorstandsvorsitzende der Modefirma. Jetzt wurde bestätigt, dass der Designer Reed Krakoff ihre Position übernimmt, gleichzeitig aber seine Rolle als Kreativ-Chef beibehält. "Ich bin Reed Krakoff dankbar dafür, mir die Möglichkeit gegeben zu haben, in die USA zu kommen und zusammen mit ihm und einem wundervollen Team etwas entwickelt zu haben, was sicherlich eine der spannendsten amerikanischen Luxusmarken wird", erklärte Hermann in einem Interview mit "WWD".

Die Geschäftsfrau fügte hinzu, dass sie keinen Zweifel daran hegt, dass ihre starke Freundschaft mit Krakoff auch weiterhin bestehen bleiben wird - auch wenn sie keine Kollegen mehr sind. Der Designer erwiderte dieses Gefühl und so nannte er sie eine "zuverlässige Freundin". "Ihr Wissen darüber, was eine wahre Luxusmarke ausmacht, ihre Einsicht in alle Aspekte des Business, waren unschätzbar. Ich freue mich auch weiterhin auf unsere Partnerschaft und Freundschaft", sagte er. Bislang ist nicht bekannt, welchen Schritt Hermann als nächsten in ihrer Karriere plant. Vor ihrer Tätigkeit bei Reed Krakoff Co. arbeitete sie bei Labels wie Yves Saint Laurent und Louis Vuitton.

Krakoff selbst verließ kürzlich das Modehaus Coach, wo er als Kreativ-Direktor engagiert und 16 Jahre als Präsident tätig war, um sich auf sein gleichnamiges Label zu konzentrieren. Schon ein Jahr im Voraus wurde dieser Schritt bekannt gemacht und Stuart Vevers übernahm die Coach-Leitung. Damals erklärte Krakoff, dass er so viel Zeit in Coach investierte, dass er kaum dazu kam, sich um seine eigene Marke zu kümmern. Er nannte die Entscheidung den Anfang einer "neuen Etappe" seiner Karriere, in der er die Präsenz und das Wachstum seines Labels weltweit erweitern wolle. Außerdem räumte er ein, dass seine Laufbahn nicht immer so reibungslos vonstatten ging. In seinen Anfängen unterstützte ihn seine Familie nicht, da sie befürchtete, der Job könne ihm keine ausreichende finanzielle Sicherheit bieten. Sein Vater stimmte einem Studium an der Parsons The New School for Design in New York unter der Bedingung zu, dass sein Sohn zuvor einen Wirtschaftsabschluss macht - ein Kampf für den Designer: "Als ich meiner Mutter von meinem Plänen erzählte, Designer zu werden, sah sie mich nur an und fragte: "Was, wenn du nicht gut genug bist?" Und dann fügte sie hinzu, dass keiner damit Geld verdienen würde. Später war ich so stolz, als ich einen Job bei Narcisco Rodriguez bekam und ich kam nach Hause, rief meinen Vater an und sagte, dass ich diesen Job bekommen hätte. Er fragte sofort, was sie mir zahlen würden und ich erwiderte: "Nichts". Seine Antwort war: "Es muss schwer gewesen sein, den Job zu bekommen"", erinnerte sich Reed Krakoff kopfschüttelnd.

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