Valentino Lebensfreude pur

Valentino
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Laut Mode-Fachmann André Leon Talley steckt Star-Designer Valentino immer noch voller Energie und Lebensfreude - genau wie früher

Valentino, 82, geht immer noch jeden Abend aus.

Der Designer stürmte in den 50er-Jahren die Modebranche und wurde schnell immer erfolgreicher, sodass sein gleichnamiges Label bald zu den weltweit erfolgreichsten Marken zählte.

Als Star-Designer hat er unzählige Promi-Freunde - dazu gehört auch der ehemalige "Vogue"-Journalist André Leon Talley, 65,, der über die Jahre Zeuge des Party-Lifestyles des Italieners wurde. "Valentino liebt es, auszugehen", erklärte der extravagante Fashion-Star im Gespräch mit der "New York Times". "Er kommt um diese Zeit des Jahres immer für einen Monat nach New York. Er geht jede Nacht aus. Seit den 70er-Jahren. Ich kenne ihn schon so lange und er ist heute immer noch derselbe Mensch, wie damals, als ich ihn zum ersten Mal traf: witzig, voller Energie; er ist die pure Lebensfreude."

Valentino zog sich 2008 aus seinem Unternehmen zurück, nachdem seine letzte Haute-Couture-Kollektion in Paris gezeigt wurde. Während sein Arbeitsalltag nun nicht mehr ganz so stressig wie früher ist, steht die exzentrische Mode-Ikone nach wie vor im Rampenlicht. "Er liebt es wirklich aufrichtig, im Licht der Öffentlichkeit zu stehen", erklärte Matt Tyrnauer, der Regisseur, der hinter der Dokumentation "Valentino: The Last Emperor" steckt und den Modemacher bei den Dreharbeiten gut kennenlernte.

"Er führte schon immer ein Leben auf dem roten Teppich. Es ist ihm wichtig und half ihm dabei, sich selbst zu definieren. Sich einfach niederzulassen und ein ruhiges Rentnerleben zu führen, wäre eine sehr schlechte Idee und würde ihn entkräften. Er hat kein bisschen langsamer gemacht."

Matt hegt die größte Bewunderung für den Designer und die Art, wie dieser sein Leben führt. "Seine Vorstellung davon, in der Öffentlichkeit und auf Events auf dem roten Teppich zu sein, mag wie bei Kim Kardashian erscheinen, aber es ist nicht dasselbe. Er macht, was er schon immer tat - in der passenden Saison in New York, oder in der passenden Saison in den Alpen in Gstaad oder in dem passenden Anlaufhafen mit seiner Jacht im Mittelmeer zu sein", schwärmte der Filmemacher vom Jetset-Leben von Valentino, das ihn an das alte Hollywood erinnere. "Es entspricht den Regeln des internationalen Jetsets, der nicht mehr wirklich existiert. Er übt eine gesellschaftliche Kunst aus."

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