Véronique Nichanian Keine Design-Sünden

Véronique Nichanian
© CoverMedia
Die Designerin Véronique Nichanian ist auf jede einzelne ihrer Kreationen stolz

Véronique Nichanian schämt sich für keine ihrer Kollektionen - auch nicht für ihre allerersten Designs.

Die Modeschöpferin kreiert seit fast einem Vierteljahrhundert die Herrenmode bei Hermès. Davor arbeitete sie mit Nino Cerruti. wo sie anfing, nachdem sie vor 26 Jahren ihren Design-Abschluss machte. Im Laufe ihrer Karriere konnte sich Nichanian einen Namen in der Modebranche machen und in einem Interview erklärte sie nun, wie stolz sie auf ihre Kreationen sei. "Ich habe mir meine Kollektionen von vor 20 Jahren angeschaut und ich schäme mich für nichts. Man könnte sie heute noch tragen. Es war ein ziemliches Macho-Milieu [bei Nino] und die Männer rechneten nicht damit, dass ihnen eine Frau sagt, was sie tun sollen. [Ich musste] härter arbeiten und entschlossen sein", berichtete sie auf 'pursuitist.com'. Bei Hermès hat die Designerin das Gefühl, mehr Freiheiten zu haben. Die Ready-to-wear-Herrenkollektion konnte im vergangenen Jahr einen zweistelligen Wachstum verzeichnen und Nichanian ist zuversichtlich, dass dieser Erfolg anhalten wird. "Die Sachen werden von Kollektion zu Kollektion reicher. Einige der Schnitte verändern sich überhaupt nicht, oder nur um Millimeter - wir können uns die schönsten Stoffe leisten", fügte sie hinzu.

Bei Hermès ist die Modeschöpferin so zufrieden, dass sie nicht einmal mit dem Gedanken spiele, ihr eigenes Label zu gründen: Das würde meine Kreativität nicht mehr steigern. [bei Hermès] ist alles wahre Véronique Nichanian. Und ich habe keine Ego-Probleme", lachte sie.

Im vergangenen Jahr sprach der Modestar über seine ersten Erlebnisse bei dem Label und erinnerte sich an eine witzige Situation, bei der er der Versuchung nicht widerstehen konnte, einen Kunden in einer Hermès-Boutique zu beraten: "Kurz nachdem ich bei Hermès anfing, war ich in einem Pariser Geschäft und sah dort einen Mann, der viel Zeit damit verbrachte, sich zwischen zwei Mänteln zu entscheiden. Ich beobachtete ihn, wie er erst den einen, dann den anderen anprobierte. Er konnte sich nicht entscheiden. Als er dann den einen anzog, den ich mochte - er stand ihm wirklich viel besser - ging ich zu ihm und sagte, dass er sehr attraktiv in dem Mantel aussehe", erinnerte sich Véronique Nichanian.

CoverMedia

Mehr zum Thema


Gala entdecken