Tomas Maier: Mode muss auch tragbar sein

Modemacher Tomas Maier kreierte seine eigene lässige Kollektion, weil er an dem entspannten Lifestyle der Leute interessiert ist

Tomas Maier hielt es für an der Zeit, sein Label zu erweitern - mit lässigen Stücken.

Der 1957 in Pforzheim geborene Designer führt seit 2001 das italienische Modehaus Bottega Veneta, das damals von Gucci übernommen worden war.

Darüber hinaus hat Tomas auch sein eigenes, gleichnamiges Label, das er 1997 ins Leben rief. Vor Kurzem entschloss er sich dazu, in dies mehr Energie zu stecken und kreierte eine komplette Lifestyle-Kollektion, die er als "bearbeitet, wesentlich, aus der Sicht eines Designers" beschrieb. "Timing ist immer subjektiv - mein Unternehmen war fast 15 Jahre alt. Es war an der Zeit zu expandieren oder es wäre ansonsten weiter das kleine Nischenprodukt gewesen, das es war", erklärte er gegenüber "matchesfashion.com" seinen Schritt. "Ich denke, dass die Kollektion eine positive Rückmeldung von Leuten bekommen wird, die Mode, die nur um der Mode willen existiert, leid sind, und die nach Stücken suchen, die tragbar, mit Integrität gemacht sind und einen realistischen Preis haben."

Die Kollektion besteht aus lässigen Kreationen wie Cardigans, Jeans und Shirts, die in jeden Kleiderschrank gehören. Dennoch haben alle Stücke einen Touch Luxus inne, der sich durch ausgebürstete Baumwoll-Kapuzenpullis und weiche lässige Blazer aus Popeline [besonders dichtes Gewebe] bemerkbar macht.

Gedeckte Töne wie Schwarz, Navy und Khaki unterstreichen den Look der schlichten und doch exquisiten Teile. "Ich denke nicht wirklich, dass es einen Designer gibt, der sich auf die Bedürfnisse für meine Freizeit, mein Wochenende, auf die lässige Seite des Lebens, konzentriert. Daran bin ich interessiert", beschrieb er die Hintergründe seiner entspannten Kreationen.

Der Design-Prozess bei seiner eigene Marke und dem italienischen Luxushaus variiere geringfügig. Der deutsche Modestar wies weiter darauf hin, dass es für jedes Label einen unterschiedlichen Markt gäbe. "Ich würde sagen, dass bei meinem eigenen Unternehmen der Look persönlicher ist. Bei Bottega Veneta strebe ich an, mit den Künstlern ihr außergewöhnliches Talent zu zeigen", so Tomas Maier.

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