Tom Ford: Weggang von Gucci erschütterte ihn

Modeschöpfer Tom Ford nahm das Ende seiner Karriere bei der Gucci Group sehr mit.

Tom Ford (52) fiel der Abschied von der Gucci Group schwer.

Der Modedesigner verließ 2004 das Unternehmen, nachdem er 15 Jahre lang für dieses sowohl das 'Gucci'- als auch das 'Yves Saint Laurent'-Label geführt hatte. Zu seiner Kündigung kam es damals, da die Gruppe geschäftlich eine andere Richtung einschlagen wollte als er - und das, obwohl er Gucci einst vor dem Bankrott rettete. Die Entscheidung, sich zu neuen Ufern aufzumachen, machte Ford deshalb zunächst nicht glücklich.

"Ich war mir nicht sicher, was ich danach machen sollte, weil ich - um ehrlich zu sein - ziemlich erschüttert war", gestand der Fashion-Guru im Gespräch mit der Webseite 'Business of Fashion'. "Ich war deswegen sehr deprimiert."

Damals dachte der Amerikaner sogar darüber nach, völlig das Handtuch zu werfen und der Modeindustrie den Rücken zu kehren. Irgendwann merkte er jedoch, dass diese noch immer seine Leidenschaft ist. "Ich wusste, dass ich meinen Namen promoten musste. Das war mir von Anfang an bewusst", erklärte Ford, der schließlich eine Autobiografie veröffentlichte und zudem sein eigenes Label gründete. "Ich merkte nach meinem Abschied von Gucci, dass ich das, was ich erschaffen hatte, mir zu eigen machen musste. Das Erste, was ich also machte, war ein 'Tom Ford'-Buch herauszubringen. Ich stellte es innerhalb von vier oder fünf Monaten nach meinem Weggang fertig. Ich dachte 'Ich bin sehr stolz auf das, was ich erreicht habe, und ich werde es für mich beanspruchen und es alles in ein großes, dickes Buch packen und dort 'Tom Ford' draufschreiben'."

Inzwischen ist Tom Ford auch mit seinem eigenen Modehaus erfolgreich und könnte Prognosen zufolge mit diesem im nächsten Jahr sogar bis zu einer Milliarde US-Dollar verdienen.

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