Tom Ford: Strenger Arbeitgeber

Modeschöpfer Tom Ford erwartet, dass sich sein Personal seinem Geschmack entsprechend kleidet.

Tom Ford (51) nimmt bei seinem Personal kein Blatt vor den Mund.

Wenn dem amerikanischen Designer das Outfit eines Angestellten nicht gefällt, dann muss sich dieser auf eine Standpauke vom Chef gefasst machen. Mit seinem Missfallen hält der adrette Fashion-Guru nämlich nicht hinterm Berg. "Manchmal machen Menschen Fehler, aber sie lernen dazu", ließ Ford in der britischen 'Vogue' verlauten. "Sie glauben, dass sie - weil sie Designer sind - drei Manschetten an ihren Hemden tragen müssen. Ich sage ihnen dann 'Was zur Hölle ist das? Komm bloß nicht nochmal mit diesem Outfit an!' Ich bin sehr direkt. Ich sage es mit einem Lächeln, aber ich meine es ernst."

Auch mit sich selbst geht der Modeschöpfer, der nebenbei als Regisseur ('A Single Man') tätig ist, hart ins Gericht. So achtet er penibel darauf, dass ihm jedes Kleidungsstück, das er trägt, auch wirklich steht. "Man muss sich alle fünf Jahre selbst neu abschätzen", erklärte er sein grundlegendes Modeprinzip. "Man muss sich wirklich selbst anschauen: Stell dich vor den Spiegel und sage 'In Ordnung, wo bin ich auf der Richtskala? Seh' ich blöd aus? Muss ich gewisse Dinge aufgeben oder machen?' Ich machte mal eine Phase durch, in der ich schwarze Hemden mit schwarzen Anzügen getragen habe, und vielleicht sieht das eines Tages auch wieder gut in meinen Augen aus, aber momentan denke ich nur 'Oooh', wenn ich das sehe", gestand er lachend.

Im September letzten Jahres wurden Tom Ford und sein Lebensgefährte Richard Buckley erstmals Eltern eines Sohnes, der durch eine Leihmutter zur Welt kam. Drei Monate lang nahm sich der Labelchef eine Auszeit von seinem Beruf und fand es anschließend schwer, wieder in seinen Job einzusteigen. "Mir war nicht bewusst, wie sehr ich dagegen sein würde, mein Kind in der Obhut eines anderen Menschen zu lassen. Bevor wir unsere wunderbare Nanny einstellten, probierten wir ein paar andere aus und ich konnte es nicht ausstehen, ihn mit ihnen allein zu lassen. Ich hielt es noch nicht mal aus, im Haus in einem anderen Zimmer zu sein und zu hören, wie sie mit ihm redeten. Ich fand es furchtbar. Ich hielt das einfach nicht aus", gab Tom Ford zu.

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