Thomas Tait: Gute Ratschläge für Nachwuchsdesigner

Modeschöpfer Thomas Tait hatte einige Tipps für neue Talente parat, die eine Karriere in der Modeindustrie anstreben

Thomas Tait warnte junge Designer vor den dunklen Seiten der Fashion-Branche.

Der Modeschöpfer zählt zu den Stars, die gestern [27. November] in London an einer vom "Centre of Fashion Enterprise" organisierten Diskussionsrunde teilnahmen, um dort Probleme von Nachwuchsdesigner zu erörtern.

Thomas Tait selbst musste im Laufe seiner Karriere einige seiner Idole untergehen sehen: Er ist fasziniert von Stars wie Alexander McQueen (†40), der sich das Leben nahm, und John Galliano, 54,, der nach einer betrunkenen Pöbelei gefeuert wurde. "Und dann sahen wir ihren Fall, wir sahen, wie alles dunkel wurde. Wie nehmen den Erfolg dann anders wahr. Mein Ziel ist es jetzt, nicht den gleichen Weg zu gehen. Mir ist bewusst, was ich auf einer persönlichen Ebene brauchen würde. Das ist eine Industrie, die einen - als Mensch - auf den Rücksitz verfrachten kann", zitiert ihn "WWD".

Tait befürchtete, dass viele Jungdesigner eine verzerrte Vorstellung von der Modewelt haben. Er warnte, dass niemand an ihre Tür klopfen werde, um ihnen Hilfe anzubieten. Deshalb müsse jeder selbst Hilfe suchen. Diesen Weg ging auch Tait und schrieb beispielsweise eine italienische Textilfabrik an, um sich spezielle Stoffe für seine Debüt-Modenschau anfertigen zu lassen. Außerdem sollte jeder Designer seiner Meinung nach dazu in der Lage sein, selbst zu nähen.

Auch der Modemacher Craig Green erschien zu der Veranstaltung und riet Nachwuchstalenten, immer das große Ganze im Auge zu behalten. Fashion sei zwar kreativ, aber gleichzeitig ein Business - dieser Tatsache schenken viele seiner Meinung nach zunächst zu wenig Beachtung. "Ich finde es erstaunlich, dass viele Designer nicht einmal eine Domain registriert haben und noch immer ihre Yahoo-E-Mail-Adressen nutzen", pflichtete ihm Martin Roberts bei.

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