Thom Browne: Stil ist etwas Natürliches

Der Designer Thom Browne denkt nicht, dass man Stil erlernen kann

Für Thom Browne muss man nicht Mode studieren, um modebewusst zu sein.

Der Amerikaner kann einen Abschluss in Wirtschaft vorweisen, versuchte sich als Schauspieler und landete schließlich als Verkäufer bei Giorgio Armani. Eins führte zum anderen und Thom ergatterte einen Job bei Ralph Laurens Club Monaco, wo er als Mitglied des Entwicklungsteams ausgewählt wurde. In dieser Position arbeitete er direkt mit dem Modemacher, 75, zusammen - ein Meilenstein, der seine Karriere grundlegend beeinflusste.

"Um wirklich gut in etwas zu werden, musst du es nicht studieren, solange du mit jemand wirklich Gutem zusammenarbeiten kannst", meinte er im Gespräch mit der britischen Ausgabe des "Esquire"-Magazins.

Seitdem ist viel Zeit vergangen - 2003 präsentierte Thom Browne seine eigene Debüt-Womens-Wear-Linie. Sein Markenzeichen sind scharfe und figurumschmeichelnde Schnitte und auch den Herren der Schöpfung legt er ein gutes Outfit ans Herz: "Jeder Mann sollte eine navyblaue Kaschmirjacke mit Goldknöpfen besitzen, einen grauen Anzug, schwarze Schuhe für die Stadt, braune für woanders. Alles andere sollte simpel und wirklich gut gemacht sein."

Sein Design-Geschmack spiegelt sich auch in seiner eigenen Garderobe wider, muss der Designer doch zugeben, dass die meisten seiner Kleidungsstücke in einem Grauton gehalten sind.

"Ich würde meinen Stil als einfach und nicht durchdacht beschreiben. Das Uninteressanteste für mich ist, wenn jemand zu viel darüber nachdenkt, wie er seine Kleidung zusammenstellt.

Meine Stilikone ist mein Vater. Er kleidete sich gut, aber nicht zu hipp oder durchdacht, einfach sehr klassische, in Amerika gefertigte Anzüge - hauptsächlich Brooks Brothers. Er sah immer gut aus", lächelte Thom Browne.

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