Thierry Mugler model: Neue Ästhetik für die PFW

Das Modehaus Thierry Mugler erntete mit seiner Herbst/Winterkollektion 2013 auf der Paris Fashion Week bereits das Lob der Kritiker.

Thierry Mugler begeisterte das Publikum der Paris Fashion Week mit ungewöhnlich weichen Silhouetten.

Nicholas Formichetti (35), der Designer des französischen Modehauses, stellte seine neuesten Kreationen gestern Abend zur Schau. Der Modestar präsentierte zwar nur 27 Outfits, doch diese wurden von den Modekritikern in den höchsten Tönen gelobt. Die bisher für den Designer typischen kantigen Silhouetten und schroffen Linien scheinen der Vergangenheit anzugehören und an ihre Stelle sind sanfte Designs mit gerundeten Schulten aus weichen Stoffen getreten.

Ein Model in einer taubengrauen Kreation eröffnete die Modenschau. Ihr Kleid reichte bis zu den Knien, wies tiefe Taschen an der Hüfte auf und hatte voluminöse Dreiviertelärmel. Die Schulterpartien waren abgerundet und eine enge Kapuze sorgte für einen kokon-artigen Look. Anschließend erschienen ähnliche Looks in Dunkelgrau und Orange auf dem Catwalk. Ein einfacher helloranger Mantel mit trichterförmigem Halsausschnitt verzichtete auf die Kapuze und wurde mit einem eleganten weißen Oberteil und schimmernden schwarzen Leggings kombiniert.

Ein weiteres Highlight war ein himmelblauer Zweiteiler, den gelbe Pelzstreifen auf der Brust und an den Armen verzierten. Mit der Verwendung des Tierfelles folgte Formichetti dem Trend, der viele der Herbst/Winterkollektionen 2013 auf den Fashion Weeks dominierte. Auch für Fans von unauffälligerer Mode hatte der Modeschöpfer etwas im Angebot, wie etwa die simplen weißen Felloberteile und die langen Pelzmäntel. Später zeigte Formichetti eine Reihe von Kokon-Kleidern, die dank ihrer trägerlosen Mieder-Oberteile, deren oberer Saum an eine Welle erinnerte, trendy wirkten.

Auch der britische Modemacher Gareth Pugh (31) zeigte gestern seine neue Kollektion in der französischen Hauptstadt und gab sich so extravagant wie immer. Auch diesmal wich er nicht von seiner typisch monochromen Farbpalette ab und eröffnete die Show mit einer Reihe von bodenlangen Kleidern aus steifen weißen Stoffen. Mit den ausladenden Ärmeln und trichterförmigen Krägen zählten die Looks nicht unbedingt zu seinen tragbarsten Kreationen. Zarte Astmuster verzierten die Säume der Kleider und sorgten für ein gespenstisches Feeling. Im Laufe der Modenschau wurden die Outfits zunehmend extravagant. Models trugen a-linienförmige bodenlange Kleider mit schwarzen Lederhandschuhen, die bis zu den Schultern hinaufreichten, und kombinierten dazu eine Reihe von Funnel-Neck-Mänteln. Zum Ende der Präsentation hin spielte der Designer mit den Stoffen und zeigte einige Kleider, die federähnliche Details an den Rocksäumen und Ärmeln schmückten.

Heute ist der große Tag der Paris Fashion Week, an dem Designer wie Alexander Wang, Carven, Balmain, Rick Owens, Nina Ricci und Lanvin ihre Herbst/Winterkollektionen 2013 zur Schau stellen werden.

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