Thierry Andretta: Aufsichtsratsmitglied bei Mulberry

Mode-Veteran Thierry Andretta hat sich als Aufsichtsratsmitglied mit dem britischen Label Mulberry zusammengeschlossen

Thierry Andretta, 57, gehört mit sofortiger Wirkung als Aufsichtsratsmitglied zur Mulberry-Familie.

Der Geschäftsmann ist seit Jahrzehnten in der Mode-Branche tätig, war schon Geschäftsleiter bei Lanvin und hatte Führungspositionen bei Luxus-Marken wie Moschino, Gucci, LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton, Céline und Emanuel Ungaro inne. Derzeit ist er der Firmenchef des italienischen Schmuck-Labels Buccellati - diesen Job hat er seit Juli 2013. Jetzt freut sich das Traditionshaus Mulberry, dass es so einen hochkarätigen Namen für das Unternehmen gewinnen konnte. "Wir freuen uns, mit [Thierry] zu arbeiten und fahren damit fort, Mulberry in eine globale Luxus-Marke zu verwandeln", erklärte Godfrey Davis, Vorstandsvorsitzender des Labels, gegenüber "WWD" stolz.

Thierry Andretta sprach seinerseits über die Rolle, die Luxus-Marken heutzutage in der Fashion-Branche spielen und sagte, dass sie in der Gesellschaft immer ihren Platz finden werden. "Luxus existiert immer noch und es wird ihn immer geben", war sich der Unternehmer gegenüber "luxurysociety.com" sicher. "Doch bewegt er sich definitiv in Richtung Individualität, die Branche fängt an, sich zu seinen Ursprüngen zurück zu bewegen, wo die Kunden Stücke haben, die speziell für sie angefertigt wurden."

Bei Lanvin verdoppelte der Mode-Experte das Einkommen und natürlich hofft nun auch Mulberry darauf, dass er dabei helfen kann, die Gewinne zu erhöhen. Das Unternehmen musste dieses Jahr bereits zwei Gewinnwarnungen [die Ankündigung einer Verringerung des Gewinns] veröffentlichen und am Donnerstag soll seine finalen finanziellen Ergebnisse herausgeben.

Während der Londoner Fashion Week im Februar schockte Mulberry das Mode-Volk damit, dass nur eine Taschen-Kollektion in Zusammenarbeit mit Topmodel Cara Delevingne, 21, veröffentlicht wurde, anstelle einer kompletten Modelinie. Als Grund gab Mulberry damals an, noch keine geeignete Nachfolgerin für die ehemalige Chefdesignerin Emma Hill gefunden zu haben.

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