Stuart Vevers: Modische Jugendsünden

Mode-Experte Stuart Vevers kann verstehen, warum er früher zuweilen Prügel bezog: Sein Kleidungsstil war nicht akzeptabel

Stuart Vevers, 40, ging früher gerne komplett in Weiß gekleidet aus dem Haus, für ihn quasi eine Bitte, "verprügelt zu werden".

Der Kreativdirektor von Coach gilt als einer der wichtigsten Personen der Branche und arbeitete vor seinem derzeitigen Job schon bei Loewe und Mulberry. Heute mag der Modeschöpfer für absolute Must-haves verantwortlich sein, aber früher war er nicht ganz so stilsicher: "Ich glaube, das kam wahrscheinlich durch die Clubs", überlegte er, als er von der britischen Ausgabe er "InStyle" gefragt wurde, wann sein Interesse an Mode erwachte. "Ich ging in weißen Jeans, Timberland-Stiefeln und traurigerweise einem weißen Kapuzenshirt mit Dollar-Zeichen ins The Haçienda in Manchester. Ich glaube, das war die Zeit, als Rifat Özbek [türkischer Designer] diese weiße Kollektion rausbrachte. Ich fuhr von Kopf bis Fuß in Weiß gekleidet nach Carlisle, ich bat geradezu darum, verprügelt zu werden."

Seinen Durchbruch bescherte dem Engländer sein Job bei Calvin Klein. Damals wurde er zunächst noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, aber er blieb hartnäckig und gab nicht auf, bis man ihm einen Job in der Accessoires-Abteilung anbot.

Im vergangenen Jahr startete Stuart bei Coach und wurde damit der Nachfolger von Reed Krakoff, der das Label verließ, um sich auf seine eigene Marke zu konzentrieren. Was erhofft sich der aktuelle Kreativdirektor denn für das Modehaus? "Es ist noch früh, aber alles dreht sich darum, das Coach-Mädchen zu definieren und die Botschaft zu verbreiten. Dieser Moment, wenn ich jemanden sehe, der etwas trägt, was ich entworfen habe und er sieht toll aus, das ist genau das, was ich will", strahlte Stuart Vevers.

Themen

Erfahren Sie mehr: