Stephen Jones Eine parfümierte Welt voller Hüte

Stephen Jones
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Für den Hutmacher Stephen Jones sind Düfte und Hüte die perfekte Kombination

Laut Stephen Jones haben Hüte und Düfte viel gemeinsam.

Der britische Hutmacher gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Experten auf seinem Gebiet. Neben seinen beeindruckenden Kopfbedeckungen kreierte der Designer in Kooperation mit Rei Kawakubo, 71, und Comme des Garçons zwei Düfte. Das neueste Parfüm feierte in der vergangenen Woche seinen Launch in New York. In einem Interview sprach Jones über die Beziehung zwischen Düften und Hüten - eine harmonische Kombination für den Star. "Wenn ich an einer Frau Hüte teste, stehe ich über ihr und deshalb rieche ich immer ihr Parfüm. Bei Hüten geht es meistens sogar mehr um Beauty als um Fashion. Ja, natürlich müssen sie auch zu dem Outfit passen, aber sie müssen vor allem zum Gesicht passen - das ist das Wichtigste. Und zu Hüten hat man eine sehr emotionale Bindung, ebenso wie zu den Haaren und dem Parfüm. Ich liebe die Vorstellung einer parfümierten Welt voller Hüte - das ist ein wenig Retro. So ist unsere ganze Welt: schwarze Hüte, Parfüm, Weiblichkeit, Selbstbeachtung, Kostbarkeit. Heutzutage wird Frauen aber oft vermittelt, dass sie sich nicht so fühlen sollten, weil das anmaßend sei. Aber ist Maßlosigkeit nicht ein Teil der Daseinsberechtigung von Hüten und Düften?", sinnierte er auf gegenüber "style.com".

Im Laufe der Jahre sind Jones und die japanische Modedesignerin Rei Kawakubo gute Freunde geworden. Im Zuge des Interviews erinnerte er sich an die erste Begegnung mit der Fashionista und gestand, dass er sie damals nicht erkannte: "Ich war im Duty Free auf dem Flughafen von Anchorage. Damals musste man bei einem Flug von Europa nach Japan über Anchorage fliegen, weil man den russischen Flugraum nicht überqueren durfte. Und diese japanische Lady kam zu mir und sagte: "Stephen Jones. Ich mag deine Hüte." Ich bedankte mich und ging weiter zum nächsten Gang. Und dann kam sie wieder zu mir und sagte erneut meinen Namen und ich bedankte mich wieder bei ihr und ging wieder weiter. Ich sah wie mir mein Assistent ein Zeichen machte, nach dem Motto: "Du Idiot. Das ist Rei Kawakubo!" Ich wurde rot und wir lachten darüber. Dann flogen wir nach Tokio und sie lud mich zum Abendessen ein", erinnerte sich Stephen Jones.

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