Stephen Burrows: Harte Kritik an seinen Kollegen

Designer Stephen Burrows beschwerte sich darüber, dass manche Entwürfe seiner Fashion-Kollegen eher Kostümen als tragbarer Mode gleichen

Stephen Burrows, 71, kann wenig mit den kostbaren Kreationen seiner Kollegen anfangen.

Der amerikanische Kreative ist bekannt für seine eleganten Designs, die auch von der First Lady Michelle Obama, 50, getragen werden. Der Modeprofi merkte aber an, dass sich etwas in der Modebranche ändern müsste. "Ich liebe Gareth Pugh, wenn es nicht so kostümhaft ist. Das ist das Problem mit Fashion heutzutage: Sie ist zu kostümhaft. Wo willst du denn damit hin? In einem Outfit, das 9 Millionen Dollar [ca. 6,5 Millionen Euro] kostet? Wo will man denn dahin?", wetterte Stephen Burrows und fand auch noch etwas Anderes zu bemängeln: "Ich habe auch ein Problem damit, dass die jungen Frauen nicht wissen, wie sie mit einer Schleppe laufen sollen. Die Schleppe landet zwischen ihren Beinen statt hinter ihnen und sie treten sie nach vorn anstatt nach hinten, wo sie hingehört. Sie haben keine Ahnung, wie sie nach vorn gehen müssen, damit die Schleppe ihnen folgt statt sich zwischen ihren Beinen wieder zu finden. Wenn man so ein Kleid trägt, sollte man auch wissen, wie man es zu tragen hat."

Der Amerikaner wurde am Wochenende mit dem "André Leon Talley Lifetime Achievement Award" des Savannah College of Art and Design für sein Lebenswerk geehrt. Das nahm er zum Anlass über seine eigene Zeit an der Uni zu sinnieren: "Ich wünschte, ich wäre mehr an der geschäftlichen Seite interessiert gewesen, aber das hat man uns damals nicht beigebracht. Als ich zur Modeschule kam, wusste ich nichts über Stoffe oder von Mustern, aber das habe ich alles hier gelernt. Ich habe gemerkt, dass ich gerne drapiere. Einige Leute, die besser darin sind, Muster zu machen, sehen bei einem Stoff eher die glatten Teile, ich dagegen bevorzuge, die Stoffe zu drapieren, ich finde das sehr entspannend", offenbarte Stephen Burrows.

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