Stella McCartney Besessen vom Bund

Stella McCartney
© CoverMedia
Fashionista Stella McCartney verglich die Art, wie sie designt, mit Psychologie

Stella McCartney, 42, findet, dass Mode dasselbe wie Psychologie ist.

Die britische Designerin ist stolz darauf, dass sie, so häufig es geht, Materialien aus ethisch vertretbaren Quellen verwendet und Pelz oder Leder sowieso nie einsetzt. Darüber hinaus nimmt sich die Modeschöpferin die Zeit, jeden Aspekt ihrer Kreationen zu bedenken. Sie gibt gerne zu, dass sie wochenlang davon besessen sein kann, wo genau ein Hosenbund sitzen sollte. Die Fashion-Fachfrau hofft jedoch, dass sich ihre große Mühe auszahlt und ihren Kunden die Einkaufserfahrung verschönert. "Mode ist Psychologie, also gibt es ein komplettes ganzheitliches Selbstempfinden, über das ich nachdenke, wenn ich designe", sinnierte sie gegenüber der britischen Zeitung "The Guardian". "Und natürlich will ich, dass die Kleidung modern und cool und relevant ist. Und zur selben Zeit muss sie perfekt aus den wunderschönsten Stoffen konstruiert sein, weil ich möchte, dass sie nicht nur dein Leben lang hält, sondern auch so lange wie das deiner Tochter und das ihrer Tochter. Und damit kratze ich nur an der Oberfläche, denn im Inneren versuche ich diese wunderschönen Stoffe auf eine verantwortungsvolle Art zu beschaffen. Ich versuche zu zeigen, dass es möglich ist, ein solides Geschäft in der Luxusmode zu haben, das von einer Frau geführt wird."

Für die vierfache Mutter ist es sehr wichtig, eine starke Frauenfigur in der Branche zu sein. Sie ist begeistert, dass Designerinnen wie Sarah Burton von Alexander McQueen Frauen in der Mode den Weg geebnet haben, in Mutterschaftsurlaub zu gehen, und scherzte, dass es "ärgerlich" sei, das verpasst zu haben. Der Star widerlegte auch die geläufige Behauptung, dass sich Frauen komplett auf den Job konzentrieren können, dann aber, wenn sie zu Hause sind, darauf umschalten, nur noch an ihre Kinder zu denken. Beides gehe ineinander über, findet McCartney, zum Beispiel könne sie nicht anders als sich anzuschauen, was die anderen Frauen tragen, wenn sie ihren Nachwuchs von der Schule abholt.

Das Familienleben der Modemacherin und ihre Erziehung sind der Grund für ihren andauernden Kampf für Tierrechte. Sie wurde als Vegetarierin erzogen und verbringt viel Zeit auf dem Land. "Fünfzig Millionen Tiere werden jedes Jahr für Handtaschen und Schuhe getötet. Selbst wenn dich der Grausamkeitsaspekt nicht interessiert, hat es doch einen enormen Einfluss auf die Umwelt. Riesige Wasserresourcen und Getreide, die ansonsten in die Münder von Menschen wandern würden, laufen durch ein Tier, damit es ein Accessoire wird", prangerte Stella McCartney an.

CoverMedia


Mehr zum Thema


Gala entdecken