Sir Paul Smith Kritik an Jungdesignern

Sir Paul Smith
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Designer Sir Paul Smith hat die Nase voll von Nachwuchsdesignern, die nach schnellem Ruhm streben.

Sir Paul Smith (66) kritisierte junge Designer, die ihre Arbeit von schnellem Erfolg gekrönt sehen wollen, ohne die nötige Anstrengung aufzubringen.

Der Brite musste viele Jahre hart für seinen Erfolg arbeiten und kritisierte junge Nachwuchsdesigner, die heutzutage eine schnelle Anerkennung ihrer Arbeit erwarten: "Ich habe das Handwerk gelernt, indem ich jede Menge lausige Jobs gemacht habe. Deshalb bin ich ein wenig genervt von Leuten, die jetzt zu mir kommen, sie sind erst 24 oder so und wollen ihre eigene Modenschau machen und auf das Cover der 'Vogue'. Aber sie haben noch keine Vorarbeit dafür geleistet und das erscheint mir ziemlich traurig", klagte er im Interview mit der britischen Zeitung 'The Telegraph'. Weiterhin fügte der Designer hinzu, dass er die Besessenheit der Jungend von Reichtum und Ruhm nicht nachvollziehen könne. "Diese Besessenheit von Geld, Erfolg, Ego und Ruhm! Einfach dieser Wunsch nach Ruhm", seufzte er.

Momentan arbeitet Smith mit einigen Schülern seiner ersten Schule in Beeston Fields, Nottingham, am Design einer neue Krawatte für die Schuluniform. 33 elfjährige Schüler schrieben ihm einen Brief und baten um seine Hilfe: "Zur Zeit ist es ein unfertiger Prozess. Das Problem ist, dass wir nur Seidenkrawatten machen. Aber dort fragen sie nach Nylon - erstens weil sie ein Budget von 9,50 Euro pro Schlips haben und zweitens muss es wegen dem ganzen Gesabber waschbar sein", erklärte er mit einem Augenzwinkern.

1979 öffnete der Star seine erste Boutique im Londoner Covent Garden und gilt weithin als tonangebender Designer in der Herrenmode. Jetzt kann Sir Paul Smith über 300 Geschäfte als sein Eigen nennen.

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