Saint Laurent: Neue Ästhetik für Saint Laurent

Designer Hedi Slimane zeigte eine Grunge-inspirierte Show auf der Paris Fashion Week.

Die Herbst/Winterkollektion 2013 von Hedi Slimane (44) für Saint Laurent brach mit den klassischen und eleganten Designs, für die das Label früher bekannt war.

Der französische Modeschöpfer präsentierte für das Luxus-Label - ehemals Yves Saint Laurent - eine neue Kollektion, die sich vor allem an junge Fashionistas mit einer Vorliebe für Leder und Denim richtete. Die Models flanierten den Laufsteg in den lässigen Designs von Slimane entlang und zeigten dabei übellaunige Gesichter. Weite Strickjacken und klobige Boots raubten den Blumenkleidern ihre Romantik. Ein sehr feminines Goldkleid kombinierte der Designer mit einem Karo-Shirt. Ein wagemutiges Outfit bestand aus einem extrem tief ausgeschnittenen schwarzes Wolloberteil mit Nackenträgern und einem Minirock aus Leder mit Reißverschluss auf der Vorderseite. Die Rocksäume reichten selten bis zu den Knien und die Models trugen zu den bescheideneren Tops extrem kurze Hotpants und riesige Pelzmäntel.

Der Großteil der Kreationen schien sich an ein jüngeres Publikum zu richten, doch mit den Pelzmänteln schaffte der Designer auch ein Angebot für ein breiteres Klientel. Oberschenkellange Schaf-Felle, lederne Trenchcoats und klassische schwarze Jacken mit hübschen Knopfverzierungen waren mit hauchdünnen Kleidern und Rocker-Boots kombiniert.

Die Reaktionen auf die Kollektion fielen unterschiedlich aus: Einige Zuschauer lobten die neue legere Ästhetik, andere kritisierten den krassen Bruch mit dem eleganten und klassischen Style des Modehauses aus früheren Zeiten. "Sehe ich mir gerade Saint Laurent oder TopShop an?", twitterte Booth Moore von der 'LA Times'. Im Allgemeinen schienen die Zuschauer, unter denen sich auch Stars wie Kirsten Dunst (30, 'Melancholia') und Elle Fanning (14, 'Ginger & Rosa') befanden, die Show aber zu genießen.

Heute geht es auf der Paris Fashion Week mit den Modenschauen von Chanel, Alexander McQueen und Valentino weiter.

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