Roksanda Ilincic: Lost in Translation

Die Designerin Roksanda Ilincic hatte zu Anfang in London Probleme, weil sie die Sprache nicht verstand

Für Roksanda Ilincic war es richtig hart, als sie als junge Frau nach London zog, um als Designerin durchzustarten.

Die Modeschöpferin wuchs in Belgrad auf, verließ ihre Heimat jedoch, um in London am renommierten Central Saint Martins zu studieren. Auch wenn sie immer davon geträumt hatte, in der britischen Hauptstadt zu leben, dauerte es, bis sie sich einlebte.

"Belgrad ist keine Metropole, in der du sein kannst, was du möchtest. Wenn du nicht reinpasst, bist du draußen", verdeutlichte die Fashion-Expertin gegenüber der britischen 'Elle'. "Ehrlich gesagt, war es wirklich schwer für mich, als ich nach London zog. Ich kämpfte mit der Sprache, damit, mich nicht ausdrücken zu können, niemanden zu kennen, kaum Geld in London zu haben. Ich sage nicht, dass ich mir ein leichtes Leben wünschte, aber es war wirklich verdammt hart."

Ihre Liebe für Kleidung erbte Ilincic von ihrer Mutter, die von ihren Reisen häufig Stoffe mitbrachte und sich Kopien von Haute-Couture-Kreationen schneidern ließ. Ihre Tochter wurde dadurch stark beeinflusst und das mütterliche Hobby ist einer der Gründe dafür, dass sie heute so gerne Abend- und Cocktailkleider entwirft.

"London war immer meine Lieblingsstadt, wenn es um Mode geht. Dinge, die man sich nicht einmal vorstellen konnte, waren dort möglich, unabhängig von jedem Trend. Es war, als hätten die Designer alle ihre eigene Meinung und eine gewisse Freiheit - das hat mich so an London fasziniert."

Als die Serbin ihre erste Kollektion entwarf, war der rebellische Grunge-Look gerade extrem angesagt. Ilincic wollte allerdings etwas komplett anderes präsentieren und ihre eigene Handschrift entwickeln. Sie entschied sich gegen den Punk-Trend und setzte auf Mode für besondere Anlässe. Eine gute Entscheidung: Heute lieben Promis wie Cate Blanchett (44, 'Wer ist Hanna') und Herzogin Catherine (31) die Stücke von Roksanda Ilincic.

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