Reed Krakoff Keine freundschaftliche Trennung von Coach?

Reed Krakoff
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Möglicherweise erfolgte die Trennung zwischen dem Designer Reed Krakoff und dem Modehaus Coach doch weniger freundschaftlich als zunächst angenommen.

Wie erfolgte das Ende der Arbeitsbeziehung zwischen Reed Krakoff und Coach wirklich?

Im April berichteten die Medien von der Trennung des Unternehmens und seines Designers, der damit nach 16 Jahren seine Position als Kreativdirektor aufgab. Als Grund für seinen Fortgang galt bislang sein eigenes Label, auf das sich Reed Krakoff stärker konzentrieren wolle.

Die Neuigkeit wurde mehr als ein Jahr im Voraus bekannt gegeben - Krakoff verlässt das Label 2014 - und es schien, dass die Entscheidung in freundschaftlichem Einvernehmen fiel.

Jetzt behauptet 'Bloomberg' aber, dass sich Coach schnellstmöglich von Krakoffs Label trennen möchte und den Millionen-Bonus des Designers als Pfand einbehalte, bis der Wunsch erfüllt ist. Angeblich besagt eine Vereinbarung mit der US-Börsenaufsichtsbehörde, dass Coach den Verkauf des Labels von Reed Krakoff bis zum 29. Juli verlangt. Ist das nicht möglich, soll der Bonus des Designers um 2,3 Millionen Euro gekürzt werden. Krakoffs Bonus beträgt angeblich 200 Prozent seines Gehaltes, das bei circa 2,2 Millionen Euro liegen soll. Das bedeutet, dass sein Bonus ohne die Kürzungen 4,4 Millionen Euro betragen würde.

In der gleichen Vereinbarung wurde ersichtlich, dass der Designer selbst entschied, seinen Vertrag mit Coach nicht mehr zu erneuern. Als im April die Nachricht des Fortgangs von Krakoff bekannt wurde, behauptete das Modehaus, dass es lediglich "neue strategische Optionen" für das Label des Designers auskundschaften wolle. Coach erklärte auch, dass ein Verkauf an eine Gruppe erfolgen könnte, bei der der Designer "partizipieren" würde.

Stuart Vevers tritt die Nachfolge von Reed Krakoff als neuer Kreativdirektor bei Coach an.

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