Ralph Rucci Er verlässt sein Label

Ralph Rucci
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Designer Ralph Rucci verabschiedet sich von seinem gleichnamigen Label

Ralph Rucci freut sich nach der Zeit bei seinem Modehaus auf neue Projekte.

Das Fashion-Unternehmen veröffentlichte eine Bekanntmachung, die den Fortgang des Designers bestätigte, aber keine weiteren Details preisgab. Der Amerikaner selbst gründete die Linie Chado Ralph Rucci 1994. Das Statement ließ lediglich verlauten, dass sich Rucci "anderen kreativen Bemühungen" widmen möchte. "Wir erkennen den Beitrag, die Vision und das Talent von Herrn Rucci und wünschen ihm das Beste", sagte Joey Laurenti, der Geschäftsführer des Labels, gegenüber "WWD".

Bislang gibt es noch keinen Nachfolger für Rucci, bis Ende des Jahres soll die Position jedoch besetzt werden. Der neue Designer startet seine Arbeit dann mit der Resort-Kollektion 2016, das aktuelle Design-Team kreiert so lange die Pre-Herbst- und Herbstkollektion 2015.

Auch Rucci hielt sich in Bezug auf die Gründe für seinen Fortgang bedeckt. Er erklärte lediglich, dass er sich auf neue Projekte freue: "Ich habe große Erwartungen an die Zukunft. Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Schritt zu gehen und ich wünsche jedem in der Firma das Beste."

2012 wurden Nancy und Howard Marks zu den Investoren des Labels und damit auch zum Vorstandsvorsitzender bzw. -mitglied. Das Ziel der beiden konzentrierte sich auf das Wachstum der Marke, die "zugänglich und modern" sein sollte. Im Gegensatz dazu ist Rucci für seine luxuriösen Kreationen bekannt, die er stets aufwendig aufbereitet in seinen Laufstegshows präsentierte. Vor Kurzem sprach er über seinen Design-Prozess und gestand, dass er stets so lange am Boden zerstört sei, bis zu dem Moment, in der die Inspiration wie eine Erleuchtung eintrifft: "Wochenlang quillt der Papierkorb über - Ich hasse es! Hasse es! Hasse es! - und plötzlich passiert es. Dann habe ich am stärksten das Gefühl, mit Gott verbunden zu sein, weil ich buchstäblich seine Informationen erlange. Mein Leben ist erleuchtet … Das mache ich nicht allein. Es gibt Momente, in denen ich denke: "Schau mal, das ist einfach außergewöhnlich." Und genau deshalb tue ich das, was ich tue", zitierte das "W"-Magazin Ralph Rucci.

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