Raf Simons: Zusammenarbeit bis zur Socke

Der belgische Modeschöpfer Raf Simons hat sich mit dem Künstler Sterling Ruby zusammengetan. Es entstand eine sehr enge Zusammenarbeit

Raf Simons (45) sagte, dass seine jüngste Arbeit mit einem Künstler nicht nur eine "Kooperation", sondern ein "beidseitiger Denkprozess" war.

Die Designer arbeitete für seine kommende Männerlinie mit dem amerikanischen Künstler Sterling Ruby zusammengetan, und wird die Ergebnisse am 15. Januar in Paris präsentieren. Um zu zeigen, wie ernst er diese Arbeit nahm, hatte der Mode-Star erklärt, dass die "Raf Simons Marke" für eine Saison nicht existieren wird. Stattdessen muss das Label als ein gemeinsames Projekt von ihm und Ruby gesehen werden. "Die Mode hat ein lange bestehendes Interesse an gemeinschaftlichen Situationen", sagte Simons gegenüber 'style.com'. Doch sich einfach jemanden mit ins Boot zu holen, der dann die Taschen entwirft, war bei Raf Simons nicht angesagt. "Es war nicht einfach nur eine gemeinschaftliche Sache, da habe ich nicht einfach jemanden aus meinem Metier gefragt, die Strickwaren oder die Taschen zu machen. Das überstand den ganzen Weg. Es gibt nicht ein Hemd, einen Schuh, eine Socke, die nicht aus unserem beidseitigen Denkprozess stammt."

Sterling Ruby ist für seine großen Kunststücke bekannt, die oftmals mit Farbe bespritzt, entstellt und zerkratzt werden - ganz im Gegensatz zu den Kreationen des Modeschöpfers. Simons ist ein minimalistischer Designer, doch die beiden Herren fanden trotzdem eine gemeinsame Basis. Aus der Zusammenarbeit lernten beide Männer viel. "Sehr befreiend", antwortete der Designer, als er zur Arbeit mit Sterling Ruby befragt wurde. "Ich weiß, dass die Menschen diese Unabhängigkeit in meiner Marke am liebsten mögen."

Aber auch der Künstler nahm aus der Arbeit viel mit. "Es scheint für Designer ein endloser Kreis zu sein und sie treffen die Entscheidungen so schnell", staunte er. Weiterhin überlegte er, ob er sich nicht von dem Mode-Experten eine Scheibe abschneiden solle. "Ich denke darüber nach, wie ich diese Art von Unmittelbarkeit in meine eigene Arbeit einfließen lassen kann."

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