Phoebe Philo: Schöne Menschen werden angebetet

Modeschöpferin Phoebe Philo glaubt, dass "wunderschöne" Menschen in der Fashion-Welt immer "verehrt" werden

Phoebe Philo denkt, dass Frauen in jeder Größe "verführerisch und sexy" sein können - aber trotzdem werden die dünnen und wunderschönen Menschen immer verehrt werden.

Die Designerin ist derzeit die Kreativchefin des Labels Céline und für ihr Schaffen in der der Modewelt wurde sie Ende vergangenen Jahres sogar mit dem britischen Verdienstorden geehrt und zum "Officer of the Order of the British Empire" ernannt. Mit diesem sogenannten "OBE" wurde sie für ihre Dienste für die Modeindustrie ihrer englischen Heimat, aber auch auf internationaler Ebene ausgezeichnet.

Obwohl sie durchaus versteht, wieso dünne Models im Fokus der Branche stehen, denkt sie nicht, dass die Figur von Frauen abseits des Laufsteges ein Problem sein sollte. "Ich denke, es wäre unrealistisch zu denken, dass die Menschen nicht eine Art Wertschätzung für wunderschöne Menschen hätten, weil sie sie immer haben. Es ist unrealistisch zu denken, dass die Modebranche, die Filmbranche, die Sexbranche nicht mehr diese extreme Vorstellung von Schönheit, als einen Weg, sich selbst zu verkaufen, hätte. Ich mag es manchmal wirklich nicht", erklärte Philo gegenüber dem 'New York Magazine".

Um toll auszusehen, müsse man aber abseits des Catwalks keine Size Zero haben. "Woran ich glaube, ist, dass jeder - und es ist egal, welche Form der Körper hat - jeder verführerisch und sexy und atemberaubend und wunderschön sein kann. Ich benutze eine extreme Vorstellung von Schönheit als einen Weg, Céline zu zeigen, aber ich glaube nicht, dass es außerhalb einer Modenschau so sein muss."

Vor ihrer Position bei dem französischen Luxus-Unternehmen arbeitete die Designerin bei Chloé. Während sie viel von der Branche und ihrem alten Job lernte, hatte die britische Fashionista doch das Gefühl, mehr kreative Kontrolle bei einem Modelabel haben zu müssen, um beruflich zufrieden zu sein. "Die Beziehungen, die ich bei meinen beiden wichtigsten Jobs hatte, waren sehr unterschiedlich. Bei Chloé war von Anfang an sehr klar, dass es eine Chloé-Ästhetik gab und meine Aufgabe darin bestand, das fortzuführen", erinnerte sie sich. Für eine kreative Modeschöpferin nicht gerade der tollste Posten. "Ich ergriff diese Chance - und es war eine tolle Chance - aber das war, was ich tat. Und das ist einer der Gründe, wieso ich Chloé verließ, weil es nicht länger das war, womit ich meine Zeit verbringen wollte. Also war es absolut klar, dass wenn ich zu etwas zurückkehren und etwas machen würde, dass es dann etwas sein würde, woran ich absolut glaube. Ich hätte nicht auf eine Art arbeiten können, bei der ich etwas nach Anweisung mache, nach einer Anweisung von jemand anderem", stellte Phoebe Philo klar.

Themen

Erfahren Sie mehr: