Paul Smith: Guter Stil ist angeboren

Laut Designer Paul Smith kommt guter Stil von ganz allein - und vor allem, wenn man sich nicht darum bemüht

Paul Smith, 68, riet, sich entsprechend seinem Alter und seiner Figur zu kleiden.

1970 eröffnete der Brite eine kleine Boutique, da war er gerade Anfang 20, und um gleichzeitig das Nähen zu lernen, ging er zur Abendschule. 1976 gründete er dann sein eigenes Label, mit dem er für seinen britischen Stil bekannt wurde. Bis heute kennzeichnet ihn eine besondere Handschrift und seine Herbst/Wintershow 2014 wimmelte nur so von Tweed-Looks und bequemen Strick-Outfits. In einem Interview sprach Smith nun über seine Style-Regeln sowie einige Grundsätze, die seiner Meinung nach jeder Fashion-Fan beachten sollte: "Man hat einen guten Stil, wenn man sich des guten Stils nicht bewusst ist. Man beachte seinen Lebensstil, sein Alter, seine Figur und kleide sich entsprechend. Und man vergesse nie die Unterhosen", lachte er im Interview auf "matchesfashion.com."

Auch wenn viele Fashionistas auf der Suche nach einzigartigen Designs seien, ist Smith ein Fan simpler Ästhetik. Qualitativ hochwertige Kleidungsstücke erzeugen den Eindruck, dass ein Outfit gut zusammengestellt wurde. Außerdem riet der Modeschöpfer jedem, in Würde zu altern und erklärte, welche Kleidungsstücke jeder Mann besitzen sollte: "Die Garderobe eines jeden Mannes sollte einen dunkelblauen Anzug, ein gutes weißes Hemd und ein paar klassische Schuhe beinhalten."

Eine gute Jeans ist für den Designer ebenfalls ein Must-have, je älter diese ist, desto besser. Außerdem ist Smith ein Farb-Fan und riet sowohl den Damen als auch den Herren der Schöpfung, öfter bunte Outfits zu tragen. Das sorge für eine fröhlichere Stimmung.

Auch wenn der Designer mittlerweile ein gefeierter Modestar ist, hatte er es nicht immer leicht. "Ich habe das Handwerk erlernt, in dem ich eine ganze Menge lausiger Jobs gemacht habe. Deshalb nervt es mich, wenn heutzutage junge Leute mit 24 oder so zu mir kommen und eine Modenschau haben und aufs "Vogue"-Cover wollen. Aber sie haben die Grundlagenarbeit nicht geleistet. Das ist irgendwie traurig", bedauerte Paul Smith in einem früheren Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph".

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