Patrizio Bertelli Kritik an Ausverkäufen

Patrizio Bertelli
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Prada-Chef Patrizia Bertelli kritisierte die ständigen Ausverkäufe, da sie seine Marke schwächen

Sales wirken sich laut Patrizia Bertelli (67) negativ auf sein Label aus.

Der Chef der italienischen Luxusmarke Prada sprach über die Finanzen seines Modeunternehmens und erklärte, dass in den ersten neun Monaten des Jahres die Gewinne profitabel gewesen seien, dann aber im letzten Viertel sanken. Die Ursache dafür ist für Bertelli eindeutig: "Um ehrlich zu sein, gibt es in den USA zu viele Kaufhäuser, die eine zu wirtschaftliche Geschäftsführung haben und bei denen es nicht um das Produkt geht. Das demonstriert, was ich und mein Team vorher schon gesagt haben, dass das Management zu durcheinander ist und wir ständig Ausverkäufe und Preisreduktionen sehen. Das stärkt aber nicht das Image und das Produkt", kritisierte er im Interview mit 'WWD'.

Dem Geschäftsmann ist zwar klar, dass viele Ausverkäufe Pradas Profit in die Höhe treiben würde, dem Namen der Firma würden sie jedoch schaden. "Wir wollen mit seriösen Großhändlern zusammenarbeiten, die kooperieren und die Marke respektieren; die keine Spielchen spielen. Wir möchten uns davon [zu vielen Sales] fernhalten, um das Label und das Produkt zu schützen und Marktanteile aufgeben", erklärte er.

Nichtsdestotrotz versicherte der Italiener, dass es seiner Firma gutgehe und im kommenden Jahr die Eröffnung von 80 neuen Boutiquen geplant sei. Davon werden 55 oder 60 Prada-Shops sein und der Rest Miu Miu - das nicht ganz so gute Gewinne im vergangenen Jahr erzielen konnte. Während Prada in den ersten neun Monaten ein Wachstum von 13 Prozent erreichte, erreichte sein Schwester-Label nur zwei Prozent.

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