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Patrick Mohr Ich will mit Mode etwas bewegen

Patrick Mohr
© CoverMedia
Für den Designer Patrick Mohr spielten bei seiner neuesten Kollektion, die er am Dienstag auf der Mercedes-Benz Fashion Week präsentierte, Farben eine große Rolle

Patrick Mohr möchte nicht einfach nur Mode präsentieren und hatte daher mit seiner aktuellen Kollektion 'work hard. be mohr.' wieder eine klare Botschaft.

Wie schon die vergangenen vier Jahre suchte sich der Modeschöpfer für seine zehnte Show auf der Berliner Fashion Week eine Location abseits des Zeltes vom Brandenburger Tor aus, da er sich dort "nicht frei entfalten" könne und für ihn auch der Ort und die Inszenierung zum Gesamtkonzept gehöre. Mit diesem Resultat möchte der Kreative seinem Publikum immer etwas vermitteln. Model Papis Loveday (37) und die britischen Tänzerin und TV-Juorin Nikeata Thompson (33, "Got to Dance") präsentierten unter anderem die Kreationen. Alle Models hatten zwei große Gemeinsamkeiten: Sie waren allesamt dunkelhäutig und trugen ausschließlich Blau. Damit wollte der Modedesigner ein klares Statement setzen und die üblichen Konventionen sprengen. Dass dunkelhäutige Models nur selten auf den Laufstegen zu bewundern sind, sei für Mohr "inakzeptabel".

Schauplatz war eine ehemalige Eisenwarenhandlung - ein besonderer Ort für eine ebenso besondere Kollektion. "Es geht mir darum, neben der Klamotte auch etwas zu bewegen, eine Botschaft zu vermitteln. Und das kann ich eben nur durch die Mode", sagte er im Gespräch mit "Cover Media".

Inspiriert wird der Modedesigner manchmal im Traum oder auf der Straße. Die Eingebung treffe ihn dann "wie ein Blitz". Wenn er in Berlin ein passendes Model für seine nächste Show entdeckt, spricht er es direkt auf der Straße an, anstatt sich auf klassische Model-Agenturen zu berufen. Große Bekanntheit erhielt der Kreative, indem er eher ungewöhnliche Models seine Kleidung präsentieren ließ. So schickte er schon Obdachlose über den Laufsteg oder ließ Behinderte oder Transsexuelle seine Kreationen präsentieren. Schnell wird klar: Für Patrick Mohr zählt der Mensch in all seinen Facetten.

Außerdem ist die Farbe Blau für ihn eine große, viel zu selten erfüllte Liebe. Kaum eine Farbe reicht so stark von aggressiv über cool bis zur Harmonie - so wie das Wesen des Menschen an sich. Deshalb macht er sich beim Designen auch keine Gedanken über den typischen Träger seiner Entwürfe. Auf die Frage, welche Person er beim Kreieren vor Augen hat, antwortete er: "Keine - ich habe den Menschen im Kopf und möchte ihn als Mensch erreichen, der auf keinen Fall perfekt sein muss."

Das Alltägliche reizt Patrick Mohr, das er mit seiner Kollektion und der Inszenierung dann wieder in etwas Besonderes verwandelt.

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